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Die Geschichte der Formel 1 - Referat



Die Geschichte der Formel 1

1. Die Geschichte der Motorsport-Grands Prix begann nicht erst mit der Einführung der Formel 1-Weltmeisterschaften, sondern viel früher. Kaum gab es die ersten Autos, gab es auch schon das erste Autorennen, das fand 1894 statt, der erste "Große Preis" im modernen Sinn wie wir ihn heute kennen 1906. In der Zwischenkriegszeit begeisterte der Motorsport die Menschen genauso wie heute, die damaligen Fahrer waren ebenso beliebt wie die heutigen Champions wie z. B. Michael Schumacher und Fernando Alonso. Es waren vor dem 2. Weltkrieg Autos mit bis zu 1500 m³ erlaubt bei denen damals sogar ein Kompressor verbaut wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die "Formel 1" gegründet und für das Jahr 1950 die Einführung der Weltmeisterschaft beschlossen.

2. Bei der ersten Weltmeisterschaft dominierten die Alfa Romeos, die schon die Grand-Prix-Saison 1947 und 1948 für sich entscheiden konnten. Farina und Fangio lieferten sich bis zuletzt einen spannenden Kampf um den ersten Weltmeistertitel der Formel 1, aber im entscheideten Moment hatte Giuseppe Farina mit seinen Alfa die Nase vorne. Fangio hatte sich erst im nächsten Jahr als Weltmeister bewiesen.

3 In den nächsten Jahr begeisterte die Formel 1 immer mehr Menschen. Es wurden immer mehr Regeln eingeführt, wie z. B. 1954 traten neue, kostengünstigere Regeln in Kraft , die Saugmotoren bis zu 2500 cm3 oder aufgeladenen Motoren bis 750 cm3 erlaubten, worauf sich u. a. Mercedes zum Wiedereinstieg entschlossen hat. Da Rennsportwagen und selbst einige Serienfahrzeuge in dieser Zeit mehr Leistung als die so genannte Königsklasse mit ihren gut 220 PS hatte, wurden für 1966 die Regeln wieder geändert, und zwar gleich durch Verdopplung der Hubräume auf 3000 cm³ bei Saugmotor und 1500 cm³ bei aufgeladen. Ende der 70er Jahre kam es zu technischen Revolutionen. Es wurden Seitenkästen mit umgekehrtem Flügelprofil und bewegliche Seitenschürzen angebracht, so das es zu einem seitlich abgedichtetem Wagenboden mit starkem Abtrieb kam, und dadurch wesentlich höhere Kurvengeschwindigkeiten erreichten. Es gab zum Teil übertriebene Autos wie der Staubsauger Brabham BT 46 B, die aber bald verboten bzw. nicht mehr zugelassen wurden. 1977 führte Renault Turbo-Motoren ein, mit dem sie 1979 den ersten Sieg einfuhren. Ab 1983 dominierten endgültig die leistungsstärkeren Turbos, die im Training kurzfristig weit über 1000 PS freisetzen konnten und somit die Sauger-Piloten in den hinteren Teil der Startaufstellung verdrängten. Der Beginn der 1990er Jahre war geprägt von elektronischen Entwicklungen wie aktiven Fahrwerken, Traktionskontrollen und ABS, wobei Renault die beste Technik hatte. Diese Fahrhilfen wurden aber zur Saison 1994 verboten. Nach der von unfallreichen Saison 1994 wurde der Hubraum ab 1995 wieder auf 3000 cm3 reduziert, die Leistung sank von ca. 750 auf 650 PS.

4. Seit der Saison 2005 müssen die Aggregate, bei denen die Zylinderzahl V10 inzwischen vorgeschrieben wurde, zwei Rennwochenenden ohne Wechsel durchhalten. Seit 2005 ist auch der Reifenwechsel im Rennen verboten. Diese Anforderung stellte Reifenhersteller und Teams aber vor Probleme, die schließlich im Grand Prix von Indianapolis eskalierten. Die Reifen von Michelin waren den Belastungen, die insbesondere in der Steilkurve entstanden, nicht gewachsen, und es kam im Training zu Reifendefekten, die unter anderem zu einem schweren Unfall von Ralf Schumacher führten. So kam es dazu, dass nur die 6 Fahrer von Ferrari, Jordan & Minardi, deren Boliden mit Bridgestone-Reifen ausgestattet waren, den Grand Prix bestritten. Den Weltmeistertitel 2005 holte sich zum ersten mal der damals 24-jährige Fernando Alonso, er ist somit unser aktueller Weltmeister.

5. So wie der siebenfache Weltmeister Michael Schumacher vor zwei Jahren war, war damals Juan Manuel Fangio der beste. Der Argentinier holte mit seinem Alfa Romeo seinen ersten Weltmeister Titel 1951 und danach viermal in Folge, nämlich von 1954 bis 1957. Auch ein bekannter Fahrer war Alain Prost mit seinen vier WM-Titeln in den Jahren 1985, 86, 89 und 93. Fahrer mit drei WM-Titel waren Jack Brabham, Jackie Stewart, Niki Lauda, Nelson Piquet und Ayrton Senna.

6. Michael Schumacher ist der größte Formel 1 Fahrer aller Zeiten. Er hat mit sieben WM-Titeln die meisten Weltmeisterschaften gewonnen und hat somit auch die meisten WM-Punkte, mit über 400 Punkten Vorsprung auf den zweiten Alain Prost der 789,5 Punkte hat. Schumi wie ihn manche nennen, hält sämtliche andere Rekorde wie z. B. das schnellste Rennen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 247,585 km/h. Die meisten schnellen Rennrunden mit 21.947 km. Die schnellste Weltmeisterschaft die bereits 6 Rennen vor Saisonende feststand. Er hat auch noch die meisten Führungskilometer mit 21.947 km und zugleich die meisten Führungsrunden mit 4601. Über Michael Schumacher reden die Menschen in 50 Jahren noch wie wir heute von Fangio oder Nicki Lauda.

7. Der erste tödlich verunglückte Formel 1-Fahrer war 1952 Luigi Fagioli bei einem Trainings-Unfall zum großen Preis von Monaco. 1953 in Buenos Aires lief ein kleiner Junge auf die Strecke, Nino Farina wich aus und raste in die an der Strecke stehenden Menschen. Farina passierte nichts, 8-16 Zuschauer starben. 1967 verunglückte Bandini dessen Auto Feuer fing und erst nach vier Minuten gerettet werden konnte, aber er verstarb drei Tage später im Krankenhaus. 1976 war der Unfall von Niki Laudas auf dem Nürburgring. Sein Auto fing dabei Feuer,
aber seine Kollegen befreiten ihn aus dem brennenden Ferrari. Trotz schwerer lebensgefährlicher Verbrennungen hatte er sechs Wochen später sein Comeback in Monza. 1978 in Monza verursachte Riccardo Patrese einen Startcrash, der mit 10 zerlegten Fahrzeugen endete. Villeneuves Ferrari stieg 1982 auf und überschlug sich. Villeneuve wurde mit dem Sitz herausgerissen und in die Fangzäune geschleudert. Er war sofort tot. 1994 beim Training, brach der Frontflügel bei Roland Ratzenberger. Der Österreicher fuhr mit 300 km/h in eine Betonmauer und starb. In der 7. Runde fuhr 1994 Senna in der Kurve, weil die Lenkung gebrochen war, geradeaus durchs Kiesbett und gegen eine Mauer. Senna konnte ins Krankenhaus gebracht werden, starb aber dort. 1997 rammte Michael Schumacher den ihn überholenden Jacques Villeneuve. Beide schieden aus. Schumacher bekam wegen Unsportlichkeit den Titel des Vizeweltmeisters aberkannt. 1998 kam es bei Start in Spa zu einer Massenkarambolage, an der 19 Fahrzeuge beteiligt waren. 1999 versagten bei Michael Schumachers Ferrari beim Grand Prix in England die Bremsen. Er schaffte die Kurve nicht, fuhr durchs Kiesbett in einen Reifenstapel. Der Schien- und Wadenbeinbruch zwang Schumacher zu einer mehrwöchigen Pause.

8. Ein Formel 1 Auto hatte zu Beginn 1950 ca. 220 PS. Heute wiegt ein solches Auto nur noch 600 Kilogramm voll beladen mit Kamera, Fahrer und Benzin und hat bei diesem geringen Gewicht ca. 900 PS aus einem 3 Liter zehn Zylinder Motor. Zum vergleich ein normales Straßenauto hat 100 PS und wiegt ca. 1500 Kilogramm. Die Kolben im Motor bewegen sich bei max. Drehzahl (rund 19 000 Umdrehung pro Minute) so schnell das sie rund 40 Meter in der Sekunde zurücklegen. Ein neues Formel 1 Auto bescheunigt in rund 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und in weniger als 5 Sekunden von 0 auf 200 km/h. Legt ein Formel-1-Fahrer bei Tempo 200 eine Vollbremsung hin, steht das Auto nach 55 Metern oder 1,9 Sekunden. Dabei müssen die Vorderreifen eine Kraft von 2,5 Tonnen aushalten. Zum Vergleich ein normaler PKW braucht von 100 auf 0 einen Bremsweg von ca. 40 Metern.

9. Die größten Rekorde seit der Gründung 1950. Beginnen wir mit der größten Ausfallsquote, die betrug 75,8 %, das heißt von 33 Fahrer sind nur 8 ins Ziel gekommen. Die meisten Boxenstopps aller Fahrer in einem Rennen war in Domingo 1963, wo sie durch das Wetter 69-mal die Reifen wechseln mussten. Michael Schumacher hatte die meisten Hattricks (ein Hattrick bei der Formel 1 ist wenn man Pole Position, Sieg, schnellste Rennrunde in einem Rennen erreicht hat) mit 16 Stück gefolgt von Jimmy Clark mit 11.

10. Wusstet ihr schon, dass in der Formel 1 sogar das Gewicht und die Größe des Siegerpokals festgeschrieben ist. Der Pokal muss mindestens 50 cm groß sein und darf 65 cm nicht überschreiten, er darf auch das Gewicht von 5 kg nicht überschreiten und muss aber auch in den Händen zu halten sein, sollte aber auch noch transportabel ohne das Risiko einer Beschädigung sein. Ihr habt bestimmt auch noch nicht gewusst, dass die Fracht eines F1-Teams 31 Tonnen wiegt und sie für jeden Renneinsatz 500 Meter Kabel verlegen müssen. Bei einem Boxenstopp arbeitet die unglaublich Zahl von 22 Servicetechnikern an einem Auto nur damit es nach ca. 10 Sekunden wieder vollgetank und mit neuen Reifen zurück auf die Strecke kann.

11. In der Konstrukteurwertung liegt wiedermal Ferrari mit 14 Titeln vorn. Gefolgt von Renault und BMW mit jeweils 9 Titel und Mercedes mit 8 Titel. Die Konstrukteurspunkte werden so vergeben: So viele Punkte wie die beiden Team-Fahrer bekommen, geht jeweils auf das Konstrukteurskonto. So ergibt sich am Saisonende ein Punktestand, das Team mit den meisten Punkten hat gewonnen.

12. Diese Saison gibt es 19 GP-Strecken. Es beginnt mit den Großen Preis von Bahrain danach ist der GP von Malaysia, Australien, San Marino, Europa, Spanien, Monte Carlo, England, Kanada, USA, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Türkei, Italien, Belgien, China, Japan und der letzte ist in Brasilien. Die komplette Renndistanz liegt bei ca. 300 km und man erreicht bei jeder Strecke eine Höchstgeschwindigkeit von über 300 km/h.

Dieses Referat wurde eingesandt vom User: Meidi




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