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Die Gefährlichkeit von Wölfen - Referat



Die Gefährlichkeit von Wölfen


Kaum ein anderes Tier haben Menschen früherer Zeiten so gefürchtet wie den Wolf. Denn nicht selten fielen ihre Nutztiere, etwa Schafe, dem geschickten Jäger zum Opfer. Jahrhundertelang wurde der Räuber deshalb unerbittlich gejagt. Mitte des 19. Jahrhunderts war der Wolf in Europa nahezu vollständig ausgestorben. Inzwischen wissen wir mehr über dieses Tier, das in alten Geschichten meist als Ausgeburt des Bösen gilt: So herrscht im Wolfsrudel eine strenge Hierarchie. Jedes Mitglied hat genau umrissene Rechte und Aufgaben. Außerdem sind die Sinnesleistungen von Wölfen beeindruckend: Ihr Geruchs- und ihr Gehörsinn übertreffen bei weitem die Wahrnehmungsfähigkeit des Menschen. Nur so können die Tiere in der Wildnis überleben.


Märchen und Mythen

Seit Jahrhunderten geistern Schauergeschichten vom bösen Wolf durch die Märchenbücher. Rotkäppchen und die sieben Geißlein sind seine berühmtesten Opfer. Im Mittelalter glaubte man sogar, dass sich manche Menschen bei Vollmond in gefährliche Werwölfe verwandeln können.

Selbst historische Aufzeichnungen berichten von blutrünstigen Wölfen: So soll die „Bestie von Gévaudan“ in Frankreich in drei Jahren mehr als 1.000 Menschen getötet haben. König Ludwig der XV. setzte sogar ein Kopfgeld auf die mordende Kreatur aus. Mit einem Wolf hatte die Beschreibung der Bestie durch Überlebende allerdings wenig Ähnlichkeit. Als Jäger zwei besonders große Wölfe erlegten, glaubte man den Übeltäter erwischt zu haben. Tatsächlich hörte die Serie der Übergriffe auf. Die Geschichte kam Anfang des Jahres in der französischen Kinoproduktion „Pakt der Wölfe“ auf die Leinwand.

Nicht immer war das Bild des Wolfes negativ – ganz im Gegenteil: Die Kelten etwa hielten ihn für ein Tier der Götter. In der römischen Sagenwelt wurden die mythischen Stadtgründer Romulus und Remus von einer Wölfin gesäugt und großgezogen. Auch Naturvölker verehrten den Wolf und sahen im ihm einen ihrer Lehrer.


Vom Jäger zum Gejagten

Doch vielerorts änderte sich mit der Sesshaftwerdung die Einstellung gegenüber dem Raubtier. Denn die Nutztiere der Hirten und Bauern waren für die Wölfe leichte Beute. Mit Hilfe von Fallen und Schlingen versuchte man die Räuber zu fangen. Treibjagden wurden veranstaltet, um so viele Wölfe wie möglich zu erlegen. Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Tiere in Europa fast ausgestorben.

In Deutschland wurden seitdem zwar immer wieder einzelne Wölfe gesichtet. Doch erst im Jahr 2001 konnte ein Wolfsrudel
auf einem Truppenübungsplatz in Sachsen dauerhaft heimisch werden und Nachwuchs bekommen.


Im Reich der Wölfe

Kaum ein anderes Tier lebt in einem so komplexen Familienverband wie der Wolf. Je nach Rangordnung haben die Mitglieder eines Rudels unterschiedliche Rechte und Aufgaben. Die Anführer sind das Alpha-Männchen und -Weibchen. Dieses Paar hat die größte Autorität in der Gruppe. Es bestimmt die Marschrichtung und hat beim Fressen den Vortritt. Das Beta-Männchen fungiert als Stellvertreter des Rudelführers. Ist der Alpha-Wolf anwesend, nimmt es eine unterwürfige Körperhaltung an. Allen anderen Mitgliedern der Gruppe dagegen ist dieses Männchen übergeordnet. Wölfe mit niedrigem Rang kümmern sich oft um den Nachwuchs des Rudels. Sie füttern und pflegen die Welpen.


Rekorde der Sinne

Wölfe haben hoch entwickelte Sinnesorgane. Nur mit ihrer Hilfe können sie in der Wildnis überleben.
Einer ihrer wichtigsten Sinne ist ihr Gehör. Wölfe können Geräusche bis auf eine Entfernung von zehn Kilometern hören und so ihre Beute orten. Ähnlich wie Fledermäuse nehmen sie sogar Hochfrequenztöne wahr.

Noch besser ist bei Wölfen der Geruchssinn ausgebildet. Sie riechen 1.000 Mal besser als Menschen. Spuren von Beutetieren können sie noch nach drei Tagen wahrnehmen. Doch der Geruchsinn spielt nicht nur bei der Jagd eine große Rolle. Wölfe erkennen andere Rudelmitglieder sofort mit ihrer Nase und setzen Duftmarken, um ihr Revier zu markieren

Quelle(n) für dieses Referat: -Internet



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