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Die Dritte Welt - Referat



Eine Erde – Drei Welten

Auf der Erde gibt es reiche und arme Staaten. In den einzelnen Staaten, sind die Unterschiede zwischen dem Wohlstand der Bewohner, der Art der Wirtschaft sowie die Abhängigkeit vom Ausland sehr groß.
Aufgrund dieser Unterschiede versuchte man schon in früheren Zeiten die Welt in drei Staaten einzuteilen:
- Die Erste Welt: Zu dieser Welt zählt man die reichen Industriestaaten mit Marktwirtschaft
- Die Zweite Welt: Zu dieser Welt zählt an die Industriestaaten des ehemaligen Ostblocks, die in der heutigen Zeit den Übergang von der Zentralverwaltungswirtschaft zur Marktwirtschaft versuchen
Und
- Die Dritte Welt: Hier werden rund 130 wirtschaftlich unterentwickelte Staaten zusammengefasst
Die Unterschiede zwischen diesen Staaten sind sehr groß. Es gibt dicht besiedelte und dünnbesiedelte, große und kleine sowie auch rohstoffarme und rohstoffreiche Entwicklungsländer. Zudem sind die Einkommensverhältnisse innerhalb dieser Staaten äußerst unterschiedlich. Meist steht nur eine kleine Anzahl von Wohlhabenden gegenüber der Armen Masse.
Als „Schwellenländer“ bezeichnet man jene Staaten der Dritten Welt, deren wirtschaftliche Entwicklung schon recht weit fortgeschritten ist. Diese Staaten befinden sich an der Schwelle zu einem Industrieland. Doch auch hier gibt es viele Menschen die in großer Armut leben müssen. In den meisten Entwicklungsländern herrscht für den Großteil der Bevölkerung eine so große Armut, die für uns unvorstellbar ist. Leider ist es vielen arbeitswilligen Menschen nicht möglich, aus eigener Kraft aus diesem Elend raus zu kommen, da einfach die Schulbildung fehlt.



Die Dritte Welt – Was genau ist sie und wie entstand sie?

Die Dritte Welt? Was ist das eigentlich genau und vor allem wie entstand sie?
Viele der Bevölkerung haben nur eine gewisse Vorstellung was das eigentlich genau bedeutet und manche haben auch gar keine Vorstellung unter dem Begriff „die Dritte Welt“.

Es gibt einige unterentwickelte Staaten auf unserer Erde zu denen gehören unter anderem die Staaten Afrikas, Asiens, Süd- und Mittelamerika sowie der Karibik. Diese Staaten zusammengefasst bezeichnen wir als „die Dritte Welt“.
Der Begriff entstand in der Zeit des Kalten Krieges, als sich zwei Militärblöcke bekriegen.

„Die Erste Welt“, so wurde der Block genannt, der die damaligen Industriestaaten bezeichnete. Sie wurden von den USA angeführt. Dann gab es noch den anderen Block, die sozialistischen Industriestaaten, auch unter „die Zweite Welt“ bekannt. Dieser Block wurde von der kommunistischen Sowjetunion angeführt.
Dann gab es noch Länder, „die Blockfreien“, die keinen dieser beiden Blöcken angehörten. Diese wurden dann als „die Dritte Welt“ bezeichnet.

Erst mit dem Ende der Sowjetunion im Jahr 1991, fanden auch die Erste und die Zweite Welt ihr Ende. Die Dritte Welt existiert jedoch bis zum heutigen Tage noch, doch wird in unsere Zeit nun nicht mehr von der Dritten Welt, sondern von „den Entwicklungsländern gesprochen.



Armut in der Dritten Welt


Die Gründe für die Armut in der Dritten Welt sind politische und historische Gegebenheiten, Überbevölkerung, Klima und Bodenbeschaffenheiten des Landes.

Es gibt verschiedene Merkmale für Entwicklungsländer:
- Rasche Zunahme der Bevölkerung
- Unzureichende medizinische Versorgung
- Niedrige Lebenserwartung
- Mangel an Schulbildung und hohe Analphabeten Quote
- Hohe Arbeitslosenzahl
- Unter- bzw. Mangelernährung
- Hohe Säuglingssterberate
- Ungleiche Besitzverteilung im Land
- Geringe Arbeitsproduktivität
- Geringes Einkommen
- Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, Ärzten und Führungskräften
- Schlechte Infrastruktur (Verkehrswege)
- Hohe Auslandsverschuldung
- Kriege
- verstärkte Abwanderung in die Städte und dadurch Bildung von Elendsvierteln
- Abhängigkeit von Rohstoffausfuhr



Kinderarbeit in Entwicklungsländern


Nach einer Schätzung der Internationalen Arbeitsorganisation dürften etwa 250 Millionen Kinder zwischen fünf und vierzehn Jahren arbeiten. Die Hälfte von ihnen sogar den ganzen Tag. Sie schuften in Schuh- und Teppichindustrien, auf Obstplantagen, in Kohle- und Steinminen oder in der Bauindustrie. Die Kinder sind meist schwerer körperlicher Arbeit ausgesetzt und diese geht auch nicht spurlos an ihnen vorbei:
- Gebrochene Arme oder Beine
- Mittlere bis schwere Verbrennungen
- Hauterkrankungen
- Blindheit
- Taubheit
- Atem-, Kopf- oder Magenschmerzen
Die sind nur einige Folge der schweren körperlichen Belastung.

Oft sind die Ursachen von Kinderarbeit:
- Armut der Familien
- Arbeitslosigkeit
- Ungerechte Landverteilung
- Hohe Verschuldung
- Preisverfall der Rohstoffe
- Fehlende soziale Absicherungen

Ein Beispiel für Kinderarbeit in Kolumbien

Alles ähnelt einer ganz normalen, friedlichen Großstadt, nichts lässt vermuten, dass Kolumbien einen der größten Kindermärkte der Welt unterhält, nichts einem argwöhnen, dass man auf dem heißesten Pflaster Lateinamerikas unterwegs ist: Rund die Hälfte des Bruttosozialprodukts, so schätzen Experten, wird in Kolumbien über den Rauschgiftmarkt erzielt. 80% aller Kinder der Hauptstadt Bogotá müssen arbeiten, trotz einer Arbeitslosigkeit, die, weil Zahlen fehlen, auf rund 40% geschätzt wird. Eine US- Amerikanische Tabakfirma hat es geschafft, den Zigarettenmarkt des Landes auf den Kopf zu stellen: Trotz eigener kolumbianischer Tabakmanufaktur hat eine bekannte US-Marke eine einsame Spitzenstellung erreicht. Der Trick war einfach: Man heuerte ganze Heerscharen von Kindern an, die nur diese eine Marke verkauften, nichts sonst. .
Eein weiteres Beispiel sind die Blumenplantagen. Dort arbeiten kleine Mädchen zwischen sieben und zwölf Jahren. Die Mädchen verdienen etwa 50 Schilling pro Tag- Schutzhandschuhe gibt es nicht, das Essen müssen sie von zu Hause mitbringen und die Hygienischen Verhältnisse sind so schlecht, dass die meisten sich erst waschen können wenn sie wieder daheim in ihren Armenvierteln sind. Die Blumen werden anschließend in die 1. Welt, nämlich in die USA, nach Europa und der größte Teil sogar nach geliefert Deutschland. Früher gingen die Blumen auch nach Österreich, dann engagierte sich aber eine Aktionsgruppe von Frauen aus Wien und forderte einen Boykott. Doch geändert hat sich für die Mädchen leider gar nichts, ganz im Gegenteil: einige wurden sogar entlassen.
Aber Fakt ist, dass die Kinder fast alles arbeiten, was sie nur irgendwie an Arbeit bekommen.
In den Elendsvierteln von Bogotá hat man inzwischen begonnen, sich gegen die verschiedenen Formen der Ausbeutung zu organisieren. Kinder und Erwachsene haben sich zu Gruppen zusammengeschlossen und veranstalten Kurse für die, die keine Schulbildung bekommen haben und ansonsten irgendwo in der Stadt arbeiten würden.

Die Schulische Bildung
Etwa 20% der schulfähigen Kinder des Südens können nicht zur Schule gehen. Viele Familien können sich den Schulbesuch für ihre Kinder nicht leisten, auch wenn die Kinder zusätzlich ein kleines Tageseinkommen mit nach Hause bringen. Auch die staatlichen Schulen sind nicht überall kostenlos.
Insbesondere die hochverschuldeten Länder des Südens können weder durch ihr Steueraufkommen noch durch ihre wirtschaftlichen Aktivitäten am Weltmarkt genügend Mittel erwirtschaften, um Schulen und Ausbildungsstätten von hoher Qualität für alle Kinder und Jugendlichen aufrecht zu erhalten. Selbst die Bezahlung der Lehrkräfte ist für viele Länder ein großes Problem.
Die schwierige wirtschaftliche Situation vieler
Länder des Südens macht es den Regierungen unmöglich, die bestehenden Schulgebäude ausreichend in Stand zu halten, zu modernisieren oder neue Schulgebäude und Klassenräume zu errichten.



Rohstoffe – Was ist das?


Unter dem Begriff Rohstoffe versteht man natürlichen Ressourcen oder auch Stoffen die noch nicht bearbeitet wurden.
Das heißt, es sind Stoffe die aus der Natur gewonnen werden und entweder direkt konsumiert werden oder als Arbeitsmittel für weitere Verarbeitungsstufen in der Produktion eines anderen, neuen Produktes verwendet werden.

Rohstoffe haben natürliche Eigenschaften und werden in anorganischen Rohstoffen und organischen Rohstoffen unterschieden.
- Organische Rohstoffe stammen aus der belebten Natur, zu ihnen zählen unter anderem tierische oder pflanzliche Stoffe.
- Anorganische Rohstoffen werden aus der unbelebten Natur gewonnen, zu diese zählt z.B. die Luft oder das Wasser.


Die Geschichte

Schon von Beginn an der Existenz der Menschheit wurden Rohstoffe von uns gewonnen, genutzt und auch gehandelt. Ganze Epochen wie die Steinzeit, die Bronzezeit oder die Eisenzeit sind nach Rohstoffen benannt, die diese geprägt haben.

Seit dem Beginn der industriellen Revolution stiegen der Bedarf und die Ansprüche an Rohstoffen an. Mit den wachsenden Kenntnissen in der Geologie, Chemie und Werkstofftechniken wurden immer mehr Rohstoffe entdeckt und neue Nutzmöglicheliten gefunden



Entwicklungshilfe


Entwicklungshilfe ist ein Überbegriff für staatliche, d.h. öffentliche Hilfe und nicht staatliche z.B. kirchliche Hilfe von den Industrieländern.
Es gibt unterschiedliche Hilfen, einmal die finanzielle Hilfe (Kredite, Zuschüsse) und dann die technische Hilfe (Entsendung von Experten und Beratern bzw. Warenhilfe).
Die Hilfe von den Industrieländern sind oft mit Bedingungen verbunden wie zum Beispiel die Beteiligungen an Exportgewinnen.
Natürlich gibt es auch Hilfen, die die Entwicklungsländer unterstützen. Zu diesen zählen unter anderem:
- Brot für die Welt
- Unicef
- Miserior
- Rotes Kreuz


Unter den Entwicklungshelfen bezeichnet man die Personen, die im Entwicklungsland ohne Erwerbsabsicht, Dienste leisten und zusammen mit der dortigen Bevölkerung zum Fortschritt der Länder beitragen.



Drei Viertel aller unsere Lebensmittel aus Entwicklungsländern!


In den Milchseen herrscht Ebbe, die Butterberge wurden abgebaut, in den Lagerhallen herrscht gähnende Leere. Landwirte, die früher auf ihren Wiesen Bullen und Kühe hielten, pflegen heute CO²-speicherndes Grünland und bekommen dafür mehr Geld als früher für die Viehhaltung? Und wer Getreide sähen will oder Obst ernten will, muss zisch Auflagen und Standards der EU erfüllen? Ist das denn richtig? Wer hält sich daran? Wer kann die Bedingungen erfüllen? Die Landwirtschaft in den EU-Ländern nimmt immer mehr ab, aber woher gewinnen wir denn dann eigentlich unsere ganzen Lebensmittel? Denn Schon heute ist die Nachfrage nach Nahrung viel größer als das Angebot.
Deswegen beziehen wir derzeit drei viertel unseres Lebensmittelangebotes aus den Entwicklungsländern, die ihre Produkte eigentlich viel dringender selber bräuchten.

Werden wir morgen denn noch genug zu essen haben? Und werden wir nicht nur wie bei der Energieversorgung, sondern demnächst auch bei den Lebensmitteln abhängig und erpressbar sein?

So wichtig es auch ist, ökologische Ziele in die Nutzung der Böden einzubeziehen und sogar die Förderung der Landwirte daran zu orientieren, so wichtig wird es aber auch sein, die Produktion zumindest beizubehalten, wenn nicht sogar auszubauen.

Ein System, das noch mehr Bauern zum Aufgeben zwingen würde, wäre fatal. Dies bedeutet gleichzeitig aber auch, dass uns die Landwirtschaft nicht weniger Geld wert sein muss, um genau zu sein, sogar mehr! Der Preisanstieg bei einzelnen Produkten darf nur nicht bei den Spekulanten verschwinden, sondern muss die Existenz derer sichern, die die Nahrungsmittel herstellen.




Die heutige Lage


Das eigentliche Ziel der Entwicklungsländer und der Entwicklungshilfe war, den Entwicklungsrückstand aufzuholen. Dies wurde aber bis heute nur von sehr wenigen Staaten erreicht. Einigen Staaten gelang der Anschluss zumindest halbwegs, sie bezeichnet man als Schwellenländer. Diese stehen an der Schwelle zu einem Industriestaat. Ihre Industrie versorgt nicht nur das eigene Land, sondern auch viele andere Länder mit ihren Export von Rohstoffen oder Waren. In manchen Bereichen sind sie sogar eine Konkurrenz für die westlichen Länder geworden.
Obwohl die Löhne nach wie vor sehr niedrig sind, haben sich die Einkünfte der Bürger erhöht. Auch soziale Probleme konnten gelindert werden. Als Beispiel für solche Schwellenländer sind Taiwan, Südkorea, Hongkong oder beispielsweise China, Brasilien, Argentinien oder Mexiko.
Sehr reich wurden die Staaten, die über ein Erdölvorkommen verfügten. Leider gelang es nicht allen, ihre Wirtschaft zu modernisieren.
Die große Mehrheit weist nur sehr bescheidene Erfolge auf. Zwar haben sich das Gesundheitswesen, die Schulbildung und die Nahrungsmittelproduktion verbessert, dafür haben sich andere Probleme verschlimmert:
- Die Abhängigkeit von der Ausfuhr weniger Rohstoffe
- Die Abhängigkeit von den Weltmarktpreise
- Die Abhängigkeit vom Import von Industriegütern
- Die Bevölkerungszunahme und die sozialen Differenzen

Zudem traten neue Probleme auf:
- Politische Unsicherheit
- Konflikte mit Nachbarstaaten
- Umweltprobleme

Dadurch ist der Abstand zu den Industrieländern größer statt kleiner geworden.
Der Hunger in diesen Ländern ist einer der größte Folgen dieser Missverhältnisse.
Denn Dürre, Überschwemmungen, fehlende Vorräte und fehlende Mittel für Einkäufe führen immer weiter zu Hungersnöten. Jedoch noch schlimmer ist die chronische Unterernährung: Die Anfälligkeit für Krankheiten und Infektionen steigen erheblich und führt zu rund 40.000 Tote pro Tag weltweit.
Im Grunde sind genügend Nahrungsmittel auf der ganzen Welt vorhanden, leider fehlen die Finanziellen Mittel der Entwicklungsländer, um diese zu erwerben. In dieser Not kommen häufig Hilfsorganisationen um zu helfen, können die aber kaum mildern.




H&M Produktion in Bangladesch


Im Jahr 2017 berichtete ein schwedischer Fernsehsender über die Lieferung für die Modekette von H&M. H&M solle Baumwolle von Usbekistan geliefert bekommen. Dies klingt ja eigentlich nicht schlimm, aber das Problem liegt darin, dass in diesen Ländern von Kindern die Baumwolle gepflückt wird.
Die schwedische Konzernsprecherin versuchte nicht mal den Vorwurf gegenüber der Kinderarbeit zu leugnen, im Gegenteil! Sie erläutert Zitat: Wir glauben nicht, dass ein Boykott den gewünschten Effekt für die Situation der Kinder und Menschen in Usbekistan hätte!
Als Konsequenz wird jetzt gefordert, das keine gepflückte Baumwolle von Kindern mehr verwendet werden soll.
Da die Bedingungen unter denen H&M produzieren lassen, miserabel und Menschenunwürdig sind.

Anfang 2010 forderte H&M auf, das Bangladesch den Mindestlohn erhöhen soll und ihn den ständig veränderten Lebenskosten anpassen soll.
Wie es genau weiter gehen wird, steht noch offen.
Wird H&M die Produktion in Bangladesch beenden? Werden sie mehr zahlen?




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