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Die Azteken - 2.Version - Referat



Einleitung

Der Ursprung der Agave

Die Götter sprachen untereinander: \\\"Die Menschen werden immer traurig sein, wenn wir nicht etwas schaffen, um ihr Herz zu erquicken, damit sie Freude am Leben auf der Erde haben und uns preisen, singen und tanzen.\\\" Als Quetzalcouati dies vernahm, sann er bei sich darüber nach, wo er wohl ein Getränk fände, das man den Menschen schenken könnte, um ihnen Freude zu bereiten. Bei diesen Gedanken kam ihm eine göttliche Jungfrau namens Mayauel in den Sinn, die von ihrer Großmutter, der Göttin Tzitzimiti, behütet wurde. Sofort begab er sich zu ihnen. Er fand sie schlafend, weckte die Jungfrau auf und sagte zu ihr: \\\"Ich komme dich holen, um dich in die Welt zu geleiten.\\\" Sie war sogleich damit einverstanden, und beide stiegen vom Himmel herab, wobei er sie auf den Schultern trug. Auf der Erde verwandelten sie sich beide in einem Baum, der zwei Äste hatte. Der eine Ast, der \\\"Quetzalweidenbaum\\\", war Quetzalcouati, der andere Ast, \\\"Blumenbaum\\\", war die Jungfrau Mayauel.
Als nun Tzitzimiti aus ihrem Schlafe erwachte und ihre Enkelin nicht mehr vorfand, rief sie sofort die anderen Göttinnen herbei, und alle stiegen zur Erde hinab, um Quetzalcouati zu suchen. In demselben Augenblick brachen die beiden Äste auseinander. Der Ast der Jungfrau wurde auf der Stelle von der alten Göttin erkannt. Sie ergriff ihn, zerbrach ihn und gab jeder der anderen Göttinnen ein Stück, das sie verzehrten. Den Ast Quetzalcouatls aber zerbrachen sie nicht, sondern ließen ihn liegen.
Sobald die Göttinnen wieder zum Himmel emporgestiegen waren, verwandelte sich Quetzalcouati wieder in seine alte Gestalt zurück. Er sammelte nun die Knochen der Jungfrau, die die Göttinnen verzehrt hatten, und verscharrte sie. Aus ihnen wuchs eine Pflanze empor, die man Meti, Agave, nennt und aus der man Wein bereitet, den man trinkt und mit dem man sich berauscht. - Aztekisches Märchen-

Die Azteken waren eine Kultur in Südamerika. Sie lebten zwischen dem 14. und dem frühen 16. Jahrhundert in Gebieten des heutigen Mexikos. Das Wort „Azteken „ kommt von Nahuatl: aztecatl. Das bedeutet auf Deutsch: „jemand, der aus Aztlán kommt“. Unter dem Begriff „Azteken“ ist die Nahuatl sprechende Bevölkerung des Tals von Mexiko zusammengefasst. Trotzdem sind damit eigentlich nur die Bewohner der Städte Tenochtitlán, Texcoco und Tlacopán gemeint. Die Azteken bezeichneten sich selbst meist als Mexica, nach dem Namen der Region Mexico bzw. nach ihren Siedlungsplätzen: Tlatelolco, Tenochtitlán auch Tlatelolca und Tenochca. Das ist auch der Ursprung des heutigen Ländernamens Mexiko. In alten Quellen wird der Begriff „Azteken“ nur im Zusammenhang mit dem mythischen Herkunftsort Aztlán verwendet. Der erste, der ihn in moderner Zeit benutzte, war der Jesuit Francisco Javier Clavijero im 18. Jahrhundert. Der Begriff wurde jedoch erst durch Alexander von Humboldt bekannt.


Ursprung und Wanderung


Laut einer Legende stammen die Azteken aus Aztlan. Übersetzt heißt das so viel wie „Das Land der Reiher“. Dort soll es angeblich einen See mit einer kleinen Insel gegeben haben. Andere Überlieferungen weisen auf den „Ort der sieben Höhlen“, wo die 7 verschiedene Stämme unter anderem die Azteken lebten. Noch ein weiterer Ort wurde erwähnt: Colhuacan, der „Krummer Berg“. Man weiß nicht, ob sich diese drei mythischen Ursprungsstätten an ein und demselben Ort befinden. Vielleicht beschrieben sie nur die Stationen des späteren Wanderweges der Azteken. Um 1100 n.Chr. begaben sich die Azteken auf eine Wanderung auf der Suche nach einem besseren Leben. Ihr Stammesgott Huitzilopochtli wies ihnen dabei den Weg. Vier Priester trugen das „Heilige Bündel“ mit sich, welches Knochen und Bilder von dem, nach dem Tod zu Gott gewordenen, Priester enthielt. Sie ließen sich in Tula, der Hauptstadt der Tolteken nieder. Die Tolteken waren ein Volk, das im Tal von Mexiko siedelte. Beeindruckt durch die Kultur der Tolteken machten sie sie zu ihrem Vorbild. Aber ihr Gott teilte ihnen mit, dass auch das nicht der prophezeite Ort ist. Deshalb ließen sie sich vorläufig in Chapultepe, dem „Heuschreckenberg“ nieder. Dieser Ort befand sich nahe dem westlichen Ufer des Tetzcoco-Sees. Es kam zu Kämpfen mit den Nachbarvölkern. Die Nachbarvölker, dass waren Stämme, die vor den Azteken ihre Urheimat verlassen hatten. Der Herrscher von Colhuacan, Achitometl, wies ihnen eine neue Zufluchtsstätte zu. Er gab ihnen eine Steinwüste am Rande seines Reiches, wo es von Schlangen wimmelte. Die Azteken wurden von ihren Nachbarn wegen ihrem Geschick und ihrer Zähigkeit bewundert. Die Azteken riskierten aber, dass der herrschende Frieden aufs Spiel gesetzt wurde. Durch ihren Gott Huitzilopochtli erfuhren sie abermals, dass das noch nicht das versprochene Land ist und das der Anlass zum Fortgehen ein kriegerischer sein müsse. Deshalb provozierten sie den Herrscher Achitometl so lange, bis er sie mithilfe seiner Krieger in die Sümpfe trieb. Dann sahen sie das das von Huitzilopochtli prophezeite Zeichen: Eine kleine Insel mit einem Kaktus, auf dem ein Adler mit einer Schlange in den Fängen saß. Dieses Zeichen wurde später dann zum Wappen von Tenochtitlán. Und an dieser Stelle entstand auch später der Haupttempel von Tenochtitlan, dem „Ort des Tunal“. Tunal ist eine kleine rote Frucht



Aufstieg, Blütezeit & Zusammenbruch


Die Azteken ließen im Zeitraum von 1320 und 1350 sich im Gebiet von Tenochtitlán nieder. Die ersten Herrscher Acamapichtli, Huitzilíhuitl und Chimalpopoca dienten dem Tepaneken-Herrschers Tezozómoc in der Zeit von 1372 bis 1427. Durch Heiraten knüpften sie in dieser Zeit diplomatische Verbindungen zu den Nachbarstädten. Dadurch erlangten die Azteken nach und nach eine gewisse politische Gleichberechtigung mit den anderen Städten. Als Tezozómoc starb, ermordete sein Sohn Maxtla Chimalpopoca. Dessen Onkel Itzcóatl verbündete sich nun mit dem ehemaligen Acolhua-Herrscher von Texcoco, Nezahualcoyotl. Sie belagerten die Hauptstadt von Maxtlas Reich, Azcapotzalco. Maxtla kapitulierte nach 100 Tagen und ging ins Exil. Tenochtitlán (Mexica), Texcoco (Acolhua) und Tlacopán (Tepaneken) bildeten den aztekischen Dreibund, der das Tal von Mexiko beherrschte und schließlich sogar Land jenseits der Grenzen des Tals. Tenochtitlán wurde die vorherrschende Kraft innerhalb des Bundes. Itzcóatl veränderte innenpolitisch viel. Ein neues Aquädukt nach Tenochtitlán wurde gebaut, um die Trinkwasserversorgung der wachsenden Bevölkerung zu sichern. Währendessen wurden viele alte Bilderhandschriften vernichtet, wahrscheinlich weil Itzcóatl die Herrschaft seiner Familie legitim machen wollte. Itzcóatls Neffe Moctezuma I. erbte 1440 den Thron und vergrößerte das Herrschaftsgebiet nochmals. Tenochtitlán wurde zwischen 1445 und 1450 durch eine Heuschreckenplage, eine Überschwemmung und eine Hungersnot schwer getroffen. Die Versorgung der Stadt mit Lebensmitteln wurde ein Schwachpunkt und es wurden Tribute notwendig. Vermutlich wurden in dieser Zeit auch die Blumenkriege eingeführt. Sein Sohn Axayacatl, der zwischen 1469 und 1471 an die Macht kam, erweiterte vergrößerte das Reich der Azteken um Gebiete der Mixteken und Zapoteken. Doch verlor er gegen das mächtige Reich der Tarasken von Tzintzuntzan. Die Azteken führten bis zur Ankunft der Spanier gegen die Tarasken keine großen militärischen Aktionen durch. Unter der Herrschaft von Tízoc, dem älteren Bruder von Axayacatls, der ab dem Jahre 1482 regierte, verlor das Reich außenpolitisch an Ansehen. 1486 wurde er dann durch seinen jüngeren Bruder Auítzotl ersetzt, der die Armee neu ordnete. Unter seiner Herrschaft hatte das Reich der Azteken seine größte Ausdehnung. Der Nachfolger Moctezuma II. isolierte durch mehrere Feldzüge die Tlaxcalteken außenpolitisch. Damit sicherte er die Kontrolle über das Tal von Oaxaca endgültig. Moctezuma stärkte die Führungsposition Tenochtitláns innerhalb des Dreibunds. Das zeigt sich unter anderem darin, dass er in die Thronfolgeregelung Texcocos eingriff und eigenmächtig den Nachfolger des 1515 gestorbenen Königs Nezahualpilli bestimmte.
Durch Handel und auch vor allem Krieg sind die Städte aufgeblüht. Sie wurden von den Spaniern unter Führung von Hernan Cortes erobert. Beim letzten Krieg waren die Azteken den Spaniern weit unterlegen. Die Spanier hatten Kanonen, Rüstungen, Stahldegen und Pferden und die Azteken kämpften mit ihren Holz -und Steinwaffen.
Als die Spanier mit ihren Schiffen im Aztekenreich ankamen, wurden sie von ihnen empfangen. Montezuma, der Herrscher, bot den Spaniern ein jährliches Tribut beliebiger Art an, wenn sie Tenochtitlán nicht betreten. Aber die Spanier kamen wenig später in der Hauptstadt an und stellten Montezuma unter Arrest. Dann entdeckten sie den Schatz der Azteken, der sich hinter einer verputzten Wand im Lagerraum eines Palastes befand. Zitat aus dem Codex: „Die Spanier nahmen alles was sie sahen und für gut hielten.“ Bei der Vorbereitung eines religiösen Festes, brachten die Gläubigen vor einem Tempel des Huitzilopochtli ein Opfer dar. Die Spanier verübten ein furchtbares Massaker an den Teilnehmern des Festes. Zitat aus dem Codex: „Das Blut floss wie Wasser.“ Während des Aufstandes wurde Montezuma getötet und deshalb flohen Cortes‘ Truppen aus Tenochtitlan. Dabei kamen mehr als 800 Spanier ums Leben. Kurze Zeit später brachen bei den Azteken die Pocken aus, eine Krankheit, die die Spanier eingeschleppt hatten. 1/3 der Bevölkerung starben daran. Nach 11 Monate kehrten die Spanier nach Tenochtitlan zurück. Hernan Cortes umzingelte die Stadt und zwang sie, durch die Zerstörung ihrer Wasserversorgung, zur Kapitulation. Alle Tempel wurden von den Spaniern niedergebrannt. Zitat aus dem Codex: „Erst kamen die Plünderungen und dann brachten sie die armen, einfachen Leute in ihre Gewalt.“









Die Staatsordnung


Die Staatsordnung war eine Klassengesellschaft. Die unterste Stufe besteht aus Sklaven und den Leibeigenen. Sie bewirtschafteten die privaten Ländereien des Adels. Es gab verschiedene Kategorien von Sklaven: Kriegsgefangene, die für den Opfertod bestimmt waren, Verbrecher, Staatsschuldner, Leute, die aus Armut auf Freiheit verzichteten und Kinder, die von ihren Eltern verkauft wurden. Diese Kinder konnten sich ihre Freiheit später zurückerkaufen. Auch Sklaven durften Familien gründen, Eigentum erwerben und selbst Sklaven haben. Die Kinder solcher Familien waren frei. Der größte Teil der Bevölkerung, nämlich 90%, gehörte dem Nicht-Adel (macehualli)an. Sie waren Bauern und zum Teil noch zusätzlich als Handwerker tätig, mussten Steuern zahlen und waren für den Militärdienst verpflichtet. Über ihnen stand der Geburtsadel, bestehend aus den obersten Beamten der aztekischen Reichsverwaltung. Aus diesen setzt sich der Rat zusammen. Dieser beriet den Herrscher und wählte seinen Nachfolger aus der regierenden Dynastie. Wer Herrscher werden wollte, musste sich im Krieg ausgezeichnet haben. Den Herrscher nannte man Tlatoani, was so viel wie „Der Sprecher“ heißt. Er war vor allem mit den auswärtigen Beziehungen der Stadt und des Reiches beschäftigt. Es gab noch einen zweiten Herrscher mit dem Titel „cihuacoatl“, übersetzt heißt das „Weibliche Schlange“. Sein Zuständigkeitsgebiet war das Gerichtswesen über die inneren Angelegenheiten der aztekischen Hauptstadt. Außerdem gab es noch die Gesellschaftsschicht der „pochteca“, eine erbliche Kaufmannsschicht. Die „pochteca“ handelten auf Märkten außerhalb des Landes mit Luxusgütern. Jemand, der im Krieg Erfolg hatte, konnte in den Rang eines Adligen aufsteigen. Dann bekam er Land und Hörige. Wer adlig war, aber kein Land besaß, wurde meist Priester, Gelehrte oder Kunsthandwerker. Das trat aber nur ein, wenn sie sich die Person nicht für den Militärdienst eignete. Die Staatsordnung der Azteken war auf Krieg ausgerichtet. Die Stadt hatte gewaltige Heere unter der Führung von Offizieren. Man konnte aufstiegen, indem man viele Gefangenen machte. Durch eine umfangreiche Bürokratie mit unerbittlichen Steuereinnehmern lief alles in dem Systems reibungslos ab.




Die Religion

Die Religion der Azteken basiert auf der Religion der Tolteken. Der Hauptgott war Huitzilopochtli, der Gott der Sonne und des Krieges. Ein besonders verehrter Gott war Quetzalcoátl, die gefiederte Schlange ein Gott des Windes, des Himmels, des Krieges, der Erde und ein Schöpfergott. Er war einst ein Herrscher der Tolteken gewesen. Daneben gab es auch noch einige andere Götter unterschiedlicher Wichtigkeit, z.B. den Regengott Tlaloc. Das Besondere bei den Azteken ist, dass fast jeder Bereich durch mehrere Götter abgedeckt wird. Wer eines natürlichen Todes starb, kam nach Mictlan, das ist die neunschichtige aztekische Unterwelt. Dort regierten der Totengott Mictlantecuhtli und die Totengöttin Mictlancihuatl. Gefallene Krieger durften die Sonne von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang begleiten. Wer nicht eines natürlichen Todes starb kam zu Tlaloc in das sogenannte „Paradies der Blumen“.
Die Azteken glaubten, dass vor der jetzigen Erde noch vier weitere existierten, die aber alle durch eine Naturkatastrophe untergegangen sind. Die erste ist durch ein Erdbeben, die zweite durch einen Vulkanausbruch, die dritte durch ein Sturm, die
vierte durch eine Überflutung untergegangen. Alle Erden werden auch „Sonnen“ genannt. Die Erde ist die fünfte „Sonne“. Auch die jetzige Erde wird irgendwann durch eine Naturkatastrophe untergehen, davon waren die Azteken überzeugt. Am Anfang aller Wesen lebte das Götterurpaar Ometecuhtli und Omecuiatl. Sie wohnten auf dem Gipfel der Welt, im dreizehnten Himmel, wo die Luft eisig, kalt und dünn ist. Dort haben sie verschiedene Götter zur Welt gebracht. Die Sonne entstand dadurch, dass ein Gott ins Feuer sprang und dadurch zu einem Stern wurde, dem die Götter ihr Blut gaben und der Stern sich von nun an bewegte. So opferten die Azteken jeden Tag einen Menschen, damit die Sonne ihren Lauf fortsetzen kann. Wenn sie das nicht täten, würde es auf der Erde stockdunkel werden. Es gab verschiedene Arten, einen Menschen zu opfern. Man konnte ihm das Herz auszureißen. Bei dieser Methode, legte man das Menschenopfer auf einen gewölbten Stein. Vier Priester hielten ihn an den Armen und Beinen fest und der fünfte stieß ihn ein Feuersteinmesser in die Brust und riss ihn das Herz aus dem Leib. Eine andere Art zu opfern ist, zu Ehren der Erdgöttin eine todgeweihte Frau zu enthaupten. Während der Blütezeit Tenochtitláns wurden jährlich 15 000 Menschen geopfert.

Der Alltag

Das Haus und dessen Einrichtung

Ihre Häuser waren aus Ziegeln erbaut, die in der Sonne getrocknet wurden. Zu einem Grundstück gehörten meist auch ein Innenhof und ein Garten. In Tenochtitlán waren die meisten Häuser an einem Kanal. Jedes Haus hatte seinen eigenen Anlegesteg. Je mehr Zimmer eine Familie hatte, desto reicher war diese. Man aß in irgendeinem Räumen, weil es kein spezielles Esszimmer gab. Für den Empfang eines Gastes, schmückte man das Innere des Hauses mit Blumen und Zweigen. Die Zimmer sahen überall gleich aus, egal ob arm oder reich. Die Zimmereinrichtung beschränkte sich auf ein Bett und eine Korbtruhe. Das Bett bestand aus mehreren, fein gewebten Matten. Das Bett wurde gleichzeitig auch als Stuhl verwendet. In der Korbtruhe befanden Kleider und Schmuckstücke der Familie. Mit Kohlenbecken wurden die Häuser beheizt und für die Beleuchtung wurden harzige Fackeln aus Pinienholz verwendet. Den Mittelpunkt des Hauses bildete der Herd. Er symbolisierte den Feuergott.

Die Hygiene und die Kleidung der Azteken

Die Azteken schliefen nackt. Somit mussten sie bei Tagesanbruch nur in ihre Sandalen schlüpfen, ein Tuch um die Taille bindenden und den Mantel über der Schulter knüpfen. Die Aztekinnen trugen ärmellose Blusen und Wickelröcke Die Adligen trugen leuchtend gefärbte Baumwollkleidung, denn dieser Stoff war sehr teuer. Er war verziert mit die Gold, Edelsteinen und Federn. Die Kleidung der armen Leute bestand aus Agaven- und Magueyfasern, während die Sklaven kaum Kleidung trugen. Die aztekischen Soldaten kleideten sich anders, als die gewöhnlichen Leute. Die Krieger trugen gesteppte Westen aus Baumwolle, die mit Federn geschmückt und mit Steinen und Edelmetallen bestäubt waren. Außerdem schmückten sie sich noch mit Halsketten, Armreifen und Ohrringen aus dem gleichen Material. Je nach dem wie viele Feinde man besiegt hatte, konnte man sich das Recht verdienen, Tierkostüme zu tragen. Die Häuptlinge waren in mehrere Lagen von Gold oder Silber und darunter Federn gekleidet. Krieger und auch Häuptlinge trugen auf dem Kopf Helme in Tierform und als Schutz Schilde aus geflochtenem Schilf und Federn. So etwas besaßen die einfachen Soldaten nicht, deshalb bemalten sie sich mit den Farben, die die Flagge ihres Häuptlings hatte und trugen einen einfachen Gürtel.
Die Priester zogen schwarze, blutbefleckte Gewänder an, wenn Menschen an die Götter geopfert werden sollten. Die Opfer wurden mit weißem Kalk bemalt, denn weiß war die Trauerfarbe. Oft wurden während der Zeremonie Masken getragen.
Die Körperpflege war bei den Azteken weit verbreitet. Und das Bad war ihr Heiligtum. Es hieß, dass Montezuma, ein König der Azteken sich sogar 2mal am Tag gewaschen haben soll. Aber auch das Volk badete häufig, wenn nicht sogar täglich. Wer zu Hause kein eigenes Bad hatte, ging in Flüssen und Becken baden. Die Haare eines Mannes wurden oft auf der Stirn kurz geschnitten und waren um den Kopf herum lang. Einige Berufe wie zum Beispiel Priester hatten sogar einen eigenen Haarschnitt. Aztekische Männer trugen ein und einen Umhang über den Schultern.









Das Essen

Die Azteken legten künstliche Inseln im Texcoco-See an, auf denen sie Feldfrüchte anbauten. Ihre wichtigsten Nahrungsmittel waren Mais, Bohnen und Kürbisfrüchte. Auf ihren Feldern bauten sie Fuchsschwanz an, wegen seiner Körner. Sie kannten Zucker (aguamiel) und ein alkoholisches Getränk namens pulque. Agaven wurden gegessen, aber die Fasern wurden auch zu Seile und Kleidung verarbeitet. Aus dem Texcoco-See fischten sie Schrimps und Algen. Es wurden auch Insekten, zum Beispiel Heuschrecken (chapulines), Agavenwürmer, Ameisen und Larven gegessen. Die Azteken jagten Hirsche, Wildschweine und Enten und zu besonderen Anlässen aßen sie auch Truthahn- oder Hundefleisch.
Sehr gern mochten die Azteken auch Kakao. Er war so wertvoll, dass Kakaobohnen als Geld benutzt wurden. Der Herrscher Moctezuma trank zu seinen Mahlzeiten nichts als Kakao. Er wurde ihm in einem goldenen Kelch serviert und dann mit einem goldenen Löffel gegessen. Jeden Tag wurden fünfzig Kannen Kakao für ihn zubereitet und mehr als 2000 weitere für seinen Hofstaat. Der Kakao wurde kalt getrunken und erst nach den Mahlzeiten serviert.




Der Sport

Bis heute wurden in den mesoamerikanischen Ruinenstädten mehr als 1500 Ballspielplätze entdeckt unter anderem in Copán, Iximche, Monte Albán, Uxmal, Zaculeu und in Chichén Itzá, der heute noch gut erhalten ist. Das Gebäude in Chichén Itzá ist das größte mit einer Breite von 166 Meter und einer Tiefe von 68 Meter. Die Spiele der Azteken hatten kultischen Charakter. Beim Ballspiel wurde deshalb der Platz als Himmel und der Ball als Sonne interpretiert, der deshalb auch nicht mit den Händen berührt werden durfte. Das Ziel des Spieles war es, einen Ball durch einen Ring zu befördern, der sich an der Längsseite des Spielfelds in einer Höhe von 2,5 bis 3,5 m befand. Begrenzt ist das Spielfeld and den Seiten jeweils durch eine Mauer. Manchmal ist diese Mauer nicht senkrecht gebaut sondern in einem Winkel von 75°. Andere Plätze hingegen haben dagegen eine Zweiteilung, aus einem flach ansteigendem Teil, mit einer Steigung von vielleicht 20°, und einer senkrechten Mauer. In die Wand wurden Löcher gehauen als Sitzgelegenheiten für Zuschauer. Während der drei Jahrtausende, in denen das Spiel gespielt wurde, änderten sich die Regeln immer wieder: Die Zahl der teilnehmenden Spieler, die Körperstellen mit denen der Ball berührt werden durfte, die Folgen eines verlorenen Spieles. Auch die gesellschaftliche Bedeutung des Spieles änderte sich. Mit dem Spiel wurden der Ausgang von Kriegen entschieden, spielten Kriegsgefangene ums Überleben, wurde um große Werte gewettet wurde. Oder es war der Mittelpunkt von Volksfesten. Das Gewicht und die Größe des Balls sind von Region zu Region unterschiedlich, von der Größe eines Tennisballs bis zu Bällen, die größer sind als ein Fußball und mehr als 3 kg wiegen. Die Pflanzen, aus denen so ein Ball hergestellt wurde sind in Mexiko der Castillabaum (alquauitl) und der Guayulestrauch (quauitlolli). Beide Wörter bedeuten Ball-Baum.






Die Erziehung und die Heirat

Vor dem 12. Lebensjahr wurden die Sprösslinge von ihren Eltern erzogen. Die Väter erzogen ihre Söhne und die Mütter ihre Töchter. Zuerst verrichteten die Jungen nur kleine, praktische Arbeiten und wenn sie dann älter wurden gingen sie fischen und lernten Segeln. Sie wurden besonders streng und oft grausam erzogen. Ab dem achten Lebensjahr war es üblich, Jungen, wenn sie nicht gehorchten mit Dornruten zu schlagen.
Die Erziehung der jungen Azteken stand unter der Kontrolle des Staates. Sie sollten gehorsame Bürger werden. Es gab drei Arten von Schulen, die sich hinsichtlich Alter, Geschlecht und Stand unterschieden. Ab dem 12.Lebensjahr gab es eine allgemeine Schulpflicht. Alle Mädchen und Jungen kamen in die cuicalli, was bedeutet: \\\"Haus des Gesanges\\\". Hier wurden die Kinder mit den Göttern und Zeremonien vertraut gemacht. Außerdem wurde Tanz und Gesang gelehrt. Sie blieben dort bis sie 15 waren. Für die Mädchen hörte die Schule dann meistens auf, es sei denn, sie wollten Priesterin werden. Die Schüler gingen dann entweder in die Priesterschule oder in das Jünglingshaus. Auf der Priesterschule wurden die jungen Leute auf ihre spätere Tätigkeit als priesterliche Würdenträger oder künftige Beamte vorbereitet und deshalb stellte diese Art von Schule auch hohe Anforderungen. Dort wurden die Schüler vor allem in den „heiligen Gesängen“ unterrichtet, aber auch in Sternkunde, Traumdeutung und in der Berechnung der Zeitabschnitte von ihrem Kalender unterrichtet.
Etwas lockerer war dagegen das Jünglingshaus. Hier war alles auf Kriegstüchtigkeit der künftigen Kämpfer ausgerichtet. Die Vorbilder der Jungen waren Krieger, deren Taten sie bewunderten und später nachahmen wollten. Zusätzlich wurden sie auch in öffentlichen Arbeiten mit einbezogen. Zum Beispiel in die Instandsetzung von Kanälen und Dämmen, zum Anbau der Capulli- Äcker..
Frauen wirkten im Haus. Sie sponnen Baumwollfasern und webten. Man sah sie selten als Hebamme oder als Priesterin, wenn sie einer adligen Familie entstammten. Die Frau war in dieser Gesellschaft strengen Normen unterworfen. Als Kind hatte sie den Eltern zu gehorchen und als Frau dem Mann.
Junge Leute konnten nur heiraten, wenn sie von ihrem Lehrer die Bewilligung bekommen hatten, dass sie die Schule verlassen durften. Eine Hochzeit war außerdem nur möglich, wenn die Vorzeichen günstig waren. Das wurde anhand der Geburtsdaten festgestellt. Die Heiratsvermittlerin, die cihuatlanque, vermittelte zwischen den Familien der beiden zukünftigen Ehepartner, da die diese keinen Kontakt zueinander haben durften. Danach stellte die Heiratsvermittlerin den Antrag an die Eltern der Braut, die daraufhin erschreckt tun müssen. Das geht sogar soweit, dass sie ihre Tochter schlecht machen. Dann jedoch versammelt sich die Familie der Braut und man diskutiert der Form halber. Alle Entscheidungen stehen schon von vornherein fest und diese Komödie ist arrangiert. Dann werden die Wahrsager noch mal nach einem günstigen Heiratstag befragt. Zur Hochzeit werden alle Verwandte, die ehemaligen Lehrer, die Freunde und prominente Persönlichkeiten eingeladen. Auf der Hochzeitsfeier gibt es ein Festessen. Der Mann kann neben seiner Ehefrau noch andere Frauen haben, die er aber nicht heiraten darf. Wenn jemand Ehebruch begeht, wird diese Person ermordet: Männer durch zertrümmern des Schädel mit einem Stein und Frau durch erdrosseln.
Die Wissenschaft

Schrift

Die Azteken besaßen kein Schriftsystem, mit dem vollständige Texte wiedergegeben werden konnten. Sie verwendeten für Aufzeichnungen und Monumente eine erzählende Bilderschrift. Die Sachverhalte wurden so gut wie möglich abgebildet. Durch konventionalisierte Darstellungsweisen wurde die Präzision erhöht. Ergänzend wurden auch hieroglyphenartige Zeichen für Namen von Personen und Orten und zur Kennzeichnung von Waren, Maßen und ähnlichem verwendet. Durch diese Zeichen wurden Inhalte dargestellt, aber auch Worte oder deren Teile durch feststehende Zeichen niedergeschrieben. In einigen Handschriften aus der Region von Tetzcoco wurden statt der Zeichen oder als Ergänzung Silbenzeichen verwendet, die aus Zeichen entstanden sind. Die Spanier zerstörten fast alle Dokumente der Azteken (Códices), da sie der Meinung waren, sie beinhalten nur Lügen des Teufels.



Zahlen
Die Azteken zählten und rechneten nach dem Zwanziger-System. Heutzutage rechnen wir hingegen mit dem Zehner-System. In dem Zwanziger-System ist die Zahl 20 die Basis. Zum Beispiel:

Darstellung der Zahl 30 Darstellung der Zahl 400
Azteken (mit Basis 20) 1*20^1 + 10*20^0 = 20 + 10 = 30 1*20^2 + 0*20^1 + 0*20^0 = 400
Wir (mit Basis 10) 3*10^1 + 0*10^0 = 30 4*10^2 + 0*10^1 + 0*^0^0 = 400
Leute, die nicht an dieses System zu zählen und zu rechnen gewöhnt sind, scheint es reichlich kompliziert. Die Basiseinheiten haben eigene Symbole. Das Zeichen für 20 ist beispielsweise eine Fahne.







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