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Details über die Baumwolle - Referat



Die Baumwolle (engl. „Cotton“, abgeleitet von arabisch „Katon“) ist aufgrund der Summe ihrer positiven Eigenschaften seit Jahrtausenden für die Textilverarbeitung quantitativ wie qualitativ eine wichtige pflanzliche Naturfaser. Erste schriftliche Quellen zu ihrer Verwendung stammen von 1500 v. Chr. in Indien. Die Baumwollpflanze ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Malvengewächse.

Anbaugebiete:
Angebaut wird die Baumwolle geographisch gesehen zwischen den 43° nördlicher und 36° südlicher Breite-– dem sog. Baumwollgürtel. Als wesentliche Anbaugebiete gelten: China mit über 33%, Indien mit 22%, die USA mit 12% und Pakistan mit 8%. In Europa wird Baumwolle nur in nennenswerten Mengen in der Türkei (ca. 2%) und Griechenland (unter 1%) erzeugt.

Gewinnung:
Ca. vier bis 6 Monate nach der Aussaat beginnt die Ernte. Bei der Ernte mit der Pflückmaschine werden riesige Mengen auf einmal geerntet, hierzu wird vorher ein Entlaubungsmittel gesprüht, um die Verunreinigung durch Blätter so gering wie möglich zu halten. Die fertig gepflückte Baumwolle wird mit der Presse zu einem großen Ballen gepresst. Anschließend wird die Baumwollfaser in der Entkörnungsmaschine mittels Stahlkämmen von Kapselresten getrennt. Danach wird die fertig gekämmte Baumwolle wieder zu Ballen geformt und in die Spinnerei transportiert. In der Spinnerei werden die Ballen zerpflückt und nochmals gereinigt, bevor Sie in die Kardierungsmaschine kommen. In der Kardierungsmaschine werden die einzelnen Fasern geordnet und zu Kardierbändern zusammengefasst. In der Spinnmaschine wird dann aus den Baumwollfasern Garn gezwirnt. Dann wird das Garn gefärbt um anschließend auf dem Webstuhl zu fertigen Stoffen gewebt zu werden.

Bio Baumwolle:
Einige Baumwollbauern setzen auf ökologischen Anbau, so dass es heute auch Bio-Baumwollprodukte auf dem Markt gibt. Bio-Baumwolle wird nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus produziert. Im Gegensatz zum konventionellen Baumwollanbau ist der Einsatz von chemischen Pestiziden und Düngemitteln verboten. Bio-Baumwolle wird abwechselnd mit anderen Pflanzenarten angebaut. Diese vielfältigen Fruchtfolgen tragen dazu bei, die natürliche Bodenfruchtbarkeit zu erhalten. Damit wird gleichzeitig die Anfälligkeit für Pflanzenkrankheiten und -schädlinge reduziert. Auch die gleichzeitige Aussaat anderer Pflanzen vermeidet unnötigen Spritzmitteleinsatz. Statt Kunstdünger verwenden die Bauern Mist und Kompost. Dadurch erhöht sich der Humusanteil des Bodens, der so mehr Wasser und CO2 speichern kann.  
Eigenschaften:
Baumwolle besteht zu 90% aus Zellulose. Ihre Molekulare Struktur macht die Faser sehr zugstark, strapazierfähig, reißfest und äußerst widerstandsfähig gegen Hitze und Laugen. Baumwolle ist damit
auch bei starker Benutzung und häufiger Reinigung besonders langlebig. Die Baumwolle ist auch eine sehr weiche und kühle Faser. In der Regel ist sie auch eine sehr luftdurchlässige Faser

Verwendung:
Der Hauptanwendungsbereich für Baumwolle ist eindeutig die Textilindustrie. Mit einem Mengenanteil von etwa 33 Prozent an der weltweiten Produktion von Textilfasern (einschließlich anderer Naturfasern und Chemiefasern) und einem Mengenanteil von etwa 75 Prozent an den Naturfasern ist Baumwolle die mit Abstand am häufigsten eingesetzte Naturfaser für Heim- und Bekleidungstextilien. Außer in der Textilindustrie finden Baumwollfasern aber auch in vielen anderen Bereichen Verwendung, beispielsweise als Verbandsmaterial in der Medizin sowie bei Kosmetik und Hygiene als Watte oder Wattestäbchen.

Veredelung:
Weil die Menschen mit dem Tragekomfort, den ihnen die "unbehandelte" Baumwolle liefert, nicht auskommen, wird sie in umfangreichen Verfahren an die Ansprüche, auch die der Mode, angepasst. Sie wird "antimikrobiell ausgerüstet", gegen Verschmutzung geschützt, gebleicht, desodoriert, gefärbt, filzfrei gemacht usw. Alle diese Maßnahmen zusammengenommen nennt man "veredeln".

Für die Veredelung von Baumwolle ist ein hoher Einsatz von Chemikalien und Wasser notwendig. Für die Veredelung von nur einem Kilogramm Baumwollstoff werden neben den vielen Chemikalien außerdem noch 150 Liter Wasser verbraucht.





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