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Der jüdische Alltag - Referat



Das Judentum

Glaube an Jahwe (= der Seiende)

Gottesdienst
Beim Gottesdienst wird mit einem sogenannten ,,Jad‘‘ aus der Thora gelesen, diese ist vergleichbar mit dem im Christentum bekannten Alten Testament, und fest formulierte Gebete werden gesprochen. Der ,,Jad‘‘ ist auch unter Thorazeiger oder Thorafinger bekannt, er wird bei der Thoralesung verwendet, da die Thora als sehr heilig gilt und nicht berührt werden darf.
Die Thora ist in insgesamt 54 Teile geteilt, die dann jede Woche vorgelesen werden.

Sabbat
Am siebten Tag der Woche ist Tag der Ruhe und der Erneuerung, d.h. man darf nicht arbeiten gehen oder sich anstrengen. Der Sabbat beginnt am Freitagabend mit einem Gebet des Hausherren, also meist dem Ältesten im Haus, er spricht einen Segen über die Familie und im Anschluss gibt es Gebete und Lieder. Samstag und Sonntag gibt es abends immer ein Festessen und die Tage an sich verlaufen sehr ruhig und entspannt, auch hier gibt es viele Gebete, die gesprochen werden und Lieder, die gesungen werden. Der Sabbat wird mit der Verabschiedung des Hausherrn in Form eines Gebets beendet am Sonntagabend.

Speisevorschriften
Erlaubtes wird im ,,koscher‘‘ genannt, das kann man mit tauglich oder passend übersetzen. Bei Tieren wird zwischen rein und unrein unterschieden, hier sind Dinge, die für andere eher als Kleinigkeiten gelten, sehr wichtig, z.B. wird darauf geachtet, ob das Säugertier gespaltene Hufen hatte, wenn nein, ist es nicht koscher und darf nicht verspeist werden. Es gibt sehr viele Dinge auf die geachtet werden müssen, auch dürfen Milch und Fleisch nur im Abstand von sechs Stunden gegessen werden. Nicht in jeder Tradition ist es gleich, von Familie zu Familie kann es etwas variieren.

Beschneidung
Bei Jungen wird traditionell acht Tage nach der Geburt die Vorhaut operativ entfernt, bei der Operation sind nur Männer anwesend. Dies ist ein Zeichen für den Bund mit Abraham. Bei den meisten Familien gibt es dann ein Festessen mit der Familie.

Bar Mizwah
Sobald ein jüdischer Junge 13 Jahre alt wird, wird er beim ersten Sabbat nach seinem Geburtstag in der Synagoge zum Lesen aus der Thora aufgerufen und wird somit mitverantwortlich für die Gemeinde .

Bat Mizwah
Wenn Mädchen zwölf Jahre alt werden, gibt es die sogenannt Bat Mizwah. Nun leben sie nach der Thora und es gibt eine große Familienfeier.

Tod und Beerdigung
Angehörige und Frauen aus dem jüdischen Frauenverein besuchen Sterbenden und sprechen Sterbegebete. Nach dem Ableben werden Tote gereinigt und angekleidet mit weißen Leinen. Im Sarg befindet sich Erde aus Israel unterm Kopf.
Bei der Beerdigung spricht der Rabbiner Psalmen, Gebete und den Kaddisch, sozusagen die Würdigung der Toten. Es gibt eine Trauerwoche bei den Angehörigen und nach einem Jahr besuchen sie gemeinsam den Grabstein.




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