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Der Weg der Aale - Referat



Der Aal Weg der Aale

• Die Aale ähneln im Aussehen einer Seeschlange, gehört aber zu den Fischen.
• Auch die Aal besitzen Schuppen, die man von außen kaum zu sehen vermag.
• Sie haben ein langgezogenes Maul mit spitzen Zähnen.
• Die Aale haben eine beeindruckende und rätselhafte Form der Fortpflanzung entwickelt, die sich jedes Jahr in der Sargasso See im Atlantischen Ozean, wo wahrscheinlich jeder europäische Aal seinen Ursprung hat, in 300-1000 Metern Tiefe wiederholt.
• In 400 Metern Tiefe beträgt dort die Wassertemperatur 17̊C, das ist ideal zur Fortpflanzung.
• Ein Weibchen gibt bis zu 1.5mio. Eier ab, die dann bei der Massenpaarung von den Männchen befruchtet werden.
• Nur einmal kann das Weibchen Ablaichen, danach stirbt es. Niemals ist ein erwachsener Aal aus dem Laichgebiet zurückgekehrt, aber nie wurde dort auch nur ein einziger Kadaver gefunden. Eines von vielen Geheimnissen der Aale.
• Die befruchteten Eier werden von Öltropfen in ihrem Inneren daran gehindert zu tief zu sinken. Sie sind zusätzlich mit Dotter gefüllt doch die Junglarven (6mm) schlüpfen auch schon nach zwei Tagen.





• Auf ihrer großen Reise, die schon im Ei beginnt, lassen sich die kleinen Aale mit dem Golfstrom bis vor die Küsten Europas treiben. Das ganze dauert durchschnittlich 3 Jahre. Auf dieser ersten großen Reise machen die Aale ihre erste kleine Veränderung durch: Die Junglarven werden zu Weidenblattlarven von 75mm. Vor den Küsten Europas machen sie im Brackwasser wieder eine Veränderung durch: Innerhalb von 24 Stunden werden sie hier zu kleinen Glasaalen.
• Glasaale wissen wahrscheinlich durch eine Art Ultraschall genau, wann sie in die Flussmündungen Europas eindringen können, nämlich nachts und immer bei Flut. Dieses Wissen haben sich auch die europäischen Aalfischer zu Nutzen gemacht, denn sie werfen jedes Jahr pünktlich gegen März die Netze an den Mündungen von Weser und Elbe aus. Glasaale sind nämlich sehr beliebt bei Gourmets und ein Kilogramm kostet 500 Euro . Früher fing man 100kg auf einmal, heute sind die Aale überfischt und es gibt nur noch weniger Gewinn für die Fischer.
• Die meisten Aale die nicht gefischt werden ziehen weiter Flussaufwärts. Dann gibt es aber auch noch welche die vor den Flüssen im Brackwasser bleiben.
• Wir bleiben bei den Aalen die weiter Flussaufwärts schwimmen.
• Damit die Aale Dämme oder Schleusen passieren können wurden an den meisten Stellen Aaltreppen installiert, das sind grüne Borstenmatten an denen sich die kleinen Glasaale hoch-/runter hangeln können.
• Kurz nach der Ankunft in den Flüssen machen die Aale eine weitere Metamorphose durch: Aus Glas- werden Gelbaale, perfekt an den neuen Süßwasserlebensraum angepasst.
• Forscher sagen, der europäische Aalbestand ist zurückgegangen, er beträgt nach deren Angaben nur noch 1-5% des ursprünglichen Bestandes.
• Das liegt am Fischen, an der Veränderung der ozeanischen Strömungen, an der Ausbauung von Flüssen und an gestiegenen Sterblichkeitsraten der auf Grund von Parasiten.
• Irgendwo weit in den europäischen Flüssen machen die Aale eine weitere Veränderung durch: Aus Gelb- werden Blankaale, die dann die typisch bräunliche Aalfärbung haben.
• Die braunen Flussbette, in den oberen Flussregionen, bieten gute Tarnung vor Feinden und bei der Jagd. Insekten und Krebslarven stehen jetzt auf dem Speiseplan.
• Aale sind Nachtjäger und liegen tagsüber verborgen im Schlamm und zwischen Seegras.
• An manchen Schleusen, Dämmen und Wasserfällen gibt es jedoch keine Aaltreppen, dort warten die Aale auf die Nacht. Dann kommen sie aus dem Wasser und umkriechen durchs
feuchte Gras das Hindernis. ( Aale sollen schon nachts in Erbsenfeldern gesichtet worden sein, wo sie Schnecken fraßen, und das alles 70m vom Fluss entfernt. Den Rückweg finden sie mit Hilfe ihres ausgeprägten Geruchsinnes. Sie wissen anscheinend genau, wo sie wieder in den Fluss eindringen können, welche Rolle dabei die Augen der Aale spielen, weis man nicht. Man sagt, dass sie im Dunklen besonders gut sehen können. Nach dem Landaufenthalt erholen sie sich erst einmal.)
• Fressen ist die Hauptbeschäftigung der Aale. Es ist Teil ihrer Lebensstrategie.
• In den Flüssen Leben gleich mehrere Aalgenerationen nebeneinander: Da sind die Blankaale, die schon einige Zeit dort sind und dann gibt es noch die kleineren Neuankömmlinge, sie sind noch in der Wachstumsfase und heißen Gelbaale, die Wachstumsfase dauert bei Aalen 3-4 Jahre.
• Man weiß immer noch nicht, warum die Aale den beschwerlichen Weg durch die Flüsse nehmen, denn im Gegensatz zu den Lachsen Laichen sie hier nicht.
• Eine Besonderheit ist auch, dass sie keine Schwierigkeiten dabei haben von Salz- in Süßwasser zu wechseln.
• Vielleicht hat Süßwasseraufenthalt mit ihrer Entwicklungsgeschichte zu tun.
• Die Aale sind in den Flüssen immer unterwegs um etwas Fressbares zu finden.
• Manchmal jagen Aale auch zusammen mit anderen Fischen, z.B. Barben, die wahre Meister im Abfischen von Würmern im Flussbett sind.
• Aber es gibt auch kollektive Raubzüge bei Aalen.
• Trotz alle dem hat der Aal auch Feinde: Sein größter Feind ist der Mensch, der ihn mit über 25.000 Privatanglern und unzähligen Binnenfischern jährlich tötet. Dann der Hecht, der ein wahrer Meister der Aaljagd ist und von einem ausgewachsenen Aal eine Woche zehren kann.
• Wenn die Aale einmal z.B. von Deutschland nach Frankreich oder umgekehrt reisen wollen nutzen sie immer den Ärmelkanal.
• Vor ihrer großen Reise zurück in die Sargasso See, fressen sie sich ein Fettpolster an, denn auf ihrer Reise von 6000km mit einer Dauer von sechs Monaten, nehmen sie nicht ein einziges Mal Nahrung zu sich und machen nicht einmal Rast.
• Hier finden sie den Rückweg aus den Flüssen in Richtung Meer wieder mit ihrem Riechorgan. Aale haben ein einzigartiges Riechorgan. Sie können Stoffe im Wasser wahrnehmen, die mio.-fach verdünnt sind. Manche sagen, die Aale könnten sogar einzelne Moleküle riechen.
• Im Brackwasser an der Küste Europas müssen sie sich erst wieder ans Salzwasser gewöhnen, dann machen sie sich auf den langen Rückweg in ihre Heimat - Die Sargasso See.




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