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Der Vietnamkrieg - Referat



Gliederung:

1. Einleitung

2. Ursachen

3. Die französische Phase

4. Die amerikanische Phase

4.1. Der amerikanische weg in den Krieg
4.2 Die Johnson Regierung
4.3 Öffentliche Meinung
4.4 Die Wende- Krisenjahr 1968
4.5 Die Tet- Offensive
4.6 amerikanische- öffentliche Reaktionen auf Tet
4.7 Der Vietnamkrieg und der Westen
4.8 Vorläufiger Friede

5. Die vietnamesische Phase

5.1 Amerikas Vietnampolitik unter Nixon
5.2 Vietnamisierung
5.3 Invasion Kambodschas
5.4 Die Oster- Offensive 1972
5.5 Das Pariser Abkommen vom Januar 1973:
5.6 Kongress und Watergate

6. Der Krieg nach dem Krieg

7. Der Einsatz von Agent Orange und die Auswirkungen

8. Folgen des Vietnamkriegs

9. Heutiger Zustand

10. Fazit und persönliche Meinung


1. Einleitung:

Der Vietnam ist ein Land geprägt durch jahrelange Kriegszustände. Es könnte bereits durchaus weiterentwickelt sein, wenn nicht der Krieg mit den Amerikanern gewesen wäre und die Kommunisten nicht das Land regiert hätten. Jetzt- nach langer Kriegsführung- weißt der Vietnam die typischen Probleme eines Entwicklungslandes auf: Überbevölkerung, mangelnder Lebensraum, in vielen Gebieten Hunger usw.
Vietnam liegt in Indochina, in Südostasien mit der Hauptstadt Hanoi- im Norden des Landes, grenzt an Laos, Kambodscha, China und an das Südchinesische Meer. Der Vietnam steht an 13.- höchster Stelle der Einwohnerzahlen in der Weltrangliste.

Jeder hat schon oft vom Vietnamkrieg gehört, vor allem in amerikanischen Filmen, wie zum Beispiel in "Forest Gump" (mit Tom Hanks), Serien oder Ähnlichem. Dort fallen oft viele Schlagwörter wie Vietkong, Süd-/ Nordvietnam, Kommunismus u.v.a. Diese Begriffe werden unter anderem auch in diesem Referat erläutert. Doch die wichtigere Frage ist jedoch vielmehr, ....
Worum ging es beim Vietnamkrieg eigentlich?

2. Ursachen des Krieges:

Wie konnte es u diesem Krieg kommen?
Man muss in der Geschichte einen großen Sprung in die Vergangenheit machen um auf den Ursprung des Konflikts zu kommen.
Die allgemeine Unterdrückung des Vietnams durch China endete in der Mitte des 19. Jahrhunderts durch die gewaltsame Annexion Vietnams durch die Franzosen.
Der Vietnam wurde von Frankreich ausgebeutet bis Japan die Macht über den Vietnam an sich riss und das Land weiter ausbeutete. In dieser Zeit kam es zu großen Hungersnöten, was viele Leute veranlasste sich einer Opposition, dem Vietminh anzuschließen.
Nach dem 2. Weltkrieg wollten die Mächte Frankreich und Großbritannien ihre Stellung in Indochina wieder aufnehmen. Das stieß auf Wiederstand in der Bevölkerung und so sorgte der Vietnimh dafür dass die Kolonialgebiete wieder freigegeben werden.
England ließ seine Gebiete auch frei, während Frankreich weiter versuchte mit Waffengewalt seine Stellung im Vietnam zu sichern.
Am 2.9.1954 wurde die demokratische Republik Vietnam in Hanoi gegründet.
Und in Paris wurden 1946 Verhandlungen um den Abzug französischer Gruppen aus Indochina geführt, sie wurden jedoch sabotiert, denn im Endeffekt gab es dann zwar ein unabhängiges Vietnam, aber es war Mitglied der Union- Francaise und französische Truppen wurden im Vietnam stationiert.


Der Vietnamkrieg lässt sich in 3 Phasen unterteilen, die sich auf Grund der Beteiligten unterscheiden. Diese Phasen sind die französische, die amerikanische und die vietnamesische Phase.


Die französische Phase
(1946-1954)


Nach dem Rückzug der japanischen Truppen aus Indochina wurde , wie bereits erwähnt, am 2.9.1946 in Hanoi die "Demokratische Republik Vietnam" ausgerufen. Präsident dieser Republik wurde Ho Chi Minh, der meist aber Vietminh genannt wird. Er forderte uneingeschränkte Souveränität über ganz Vietnam, aber diese Forderung hatte einen militärischen Konflikt- Krieg- mit Frankreich zur Folge. Denn Frankreich hatte eigentlich vor, nach dem 2. Weltkrieg seine Kolonialherrschaft im Vietnam fortzusetzen.
Der Krieg begann im November 1946 mit dem Beschuss der Hafenstadt Haiphong durch französische Kriegsschiffe. Am Anfang des Krieges gelang es den Franzosen die vietnamesischen Truppen bis westlich von Hanoi zurückzudrängen.
Ab 1949 erhielt der Vietnam politische und finanzielle Unterstützung von Japan, da dort die Kommunisten den Bürgerkrieg gewonnen hatten. So konnte der Vietminh langsam aber sicher in Vietnam Fuß fassen. Dadurch wurde es für die Vietnamesen möglich die Franzosen langsam aber sicher zurückzudrängen.
Um etwas gegen den ausbreitenden Kommunismus zu tun, entsandten die USA 1950 Hilfe in Form von Militärberatern und Geld an Frankreich. Sie fürchteten nämlich das sich der Kommunismus auch in benachbarte Länder ausbreiten würde.
Aber nicht nur die französischen Truppen wurden unterstützt auch der Nordvietnam konnte auf die Unterstützung der UDSSR, den Ostblockstaaten und China bauen.
Trotz der Hilfe der USA breitete sich der Vietminh bis 1953 über ganz Vietnam aus und dann waren bald wieder die meisten Teil des Landes wieder unter der Kontrolle vietnamesischer Truppen.
Und am 7.5.1954 endete die Schlacht bei Dien Bien Phu mit der entgültigen Niederlage der französischen Truppen.
Daraufhin wurde in der Genfer Konferenz am 21.7.1954 ein Waffenstillstand zwischen Frankreich und dem Vietminh vereinbart und der 17 Breitengrad als Grenze festgelegt.

Frankreich zog sich in den Süden und die Kommunisten in den Norden zurück. Auch war es geplant das Land zu "entmilitarisieren" doch stattdessen wurden beide Teile weiter von ihren "Helfern" unterstützt.


Die amerikanische Phase
(1964-1973)

Die USA hatten 1955 schließlich ihre Unterstützung Frankreichs so stark vertieft, dass sie praktisch die Schutzfunktion Frankreichs in Süd- Vietnam übernommen hatten. Sie stützten das diktatorische Regime Ngo Dinh Diems, der eine starke Armee aufbaute und viele amerikanische Militärarbeiter ins Land holte. Diem verhinderte die Wahlen zu Wiedervereinigung Vietnams und der Vietminh verbreitete sich wiederum, gestützt von der ländlichen Bevölkerung. Der Vietminh hatte, im Vergleich zu Diem, sehr viele Anhänger im Süden.
Gestützt durch Nord- Vietnam begann der Vietcong mit Guerllaakrtionen gegen die Amerikanern und Diems Regime vorzugehen. Nachschub an Waffen bekam der Vietcong durch den Ho- Chi- Minh- Pfad und baute so die "Nationale Befreiungsfront im Süd- Vietnam" auf.
Angesichts der vielen Angriffe des Vietcongs verstärkten die USA bis 1963 ihre Truppen in Vietnam auf 16 200. unter anderem wurde auch ein Freundschafts- und Wirtschaftsvertrag zwischen den USA und dem Süd- Vietnam unterzeichnet.
Nichts desto trotz kontrollierte der Vietcong weiterhin die ländlichen Gebiete und begann sich zu organisieren, bis er 1963 sogar mit einem Militärputsch Diem stürzte und hinrichtet.

Der amerikanische Weg in den Krieg:
Als Reaktion auf die Angriffe der Nationalen Befreiungsbewegung (NLF) begannen die Amerikaner mit der Operation Rolling Thunder (Rollender Donner). Diese Operation war zeitlich unbegrenzt, was aber der Öffentlichkeit verschwiegen wurde. Es hieß, dass Rolling Thunder ein zeitlich begrenzter Vergeltungsschlag sei.
Seit Amtsantritt des neuen amerikanischen Präsidenten Lyndon B. Johnson wurde die amerikanische Finanzhilfe ständig ausgedehnt und es wurden immer mehr Militärberater nach Vietnam entsandt. Bisher wurde der Krieg ohne Einsatz amerikanischer Bodentruppen geführt. Doch die Amerikaner beschlossen 1965 die Entsendung von 40000 Soldaten um die ARVN ( Armee der Republik Vietnam) zu unterstützen.
Die NLF hatte bereits 75 % des südvietnamesischen Territorium unter ihrer Kontrolle.

Der Einsatz amerikanischer Kampftruppen führte erste nationale und auch internationale Kritik mit sich. Es kam zu einem Verhandlungsangebot der Amerikaner an Hanoi, doch beharrten beide Seiten auf ihre Grundsätze und die Verhandlungen blieben ergebnislos.
Es kam nun zur Eskalation. Die Amerikaner verstärkten ihre Truppen mit weiteren 150000 Mann und die Luftoffensive Rolling Thunder wurde ausgedehnt.
1967 wurden 226000 Tonnen Bomben über Vietnam abgeworfen. Unter anderem wurde auch hochgiftiges Napalm eingesetzt, was zu hohen Verlusten unter der Zivilbevölkerung führte.
,, Das Bild der größten Supermacht der Welt, die wöchentlich 1000 Zivilisten tötet oder schwer verwundet, um ein kleines, zurückgebliebenes Land zum Einlenken zu zwingen für ein höchst umstrittenes Ziel, ist kein schönes", erkannte Verteidigungsminister McNamara im Mai 1967.
Ziel der Luftangriffe war es, die Nordvietnamesen zur Kapitulation zu bewegen. Die Luftangriffe war aber sinnlos, da Nordvietnam über keine großen Industriestrukturen verfügte. Die Hauptstadt Hanoi wurde nicht bombardiert, da dies unter Umständen das Einschreiten Chinas zur Folge gehabt hätte. Die Nordvietnamesen legten ein kompliziertes, 40000 km langes Tunnelsystem an und der Transport von Mensch und Kriegsmaterial erfolgte über den legendären Ho-Chi-Minh Pfad.
Seit die Amerikaner direkt in den Krieg eingegriffen hatten, gelang es ihnen 75 % Süd-Vietnams wieder unter ihre Kontrolle zu bringen. 1967 betrug die Armeegröße bereits 465000 Mann. Die Verluste hielten sich in Grenzen (wenn man das überhaupt so sagen darf!!) und lagen bei 16000 Gefallenen. Mit der Fortdauer des Krieges ließ die Moral der amerikanischen Soldaten zu wünschen übrig. Ursache war das junge Durchschnittsalter der Truppe (19 Jahre).
Das Zitat eines Marineinfanteristen: ,, Bei Nacht ist jeder Vietnamese Feind." Wird von der New York- Times auf eine sehr individuelle Weise interpretiert und sagt so viel aus, dass auf alles geschossen wird, was nicht amerikanisch aussieht.
Die Situation in Süd-Vietnam war verheerend. Die Wirtschaft lag am Boden. 1967 mussten 3 Millionen Menschen zwangsweise umgesiedelt werden. Die Armut wurde immer größer und die Kriminalitätsrate wuchs ins Unermessliche, Korruption wurde zu einem Normalzustand und der Schwarzmarkt blühte.
Die Johnson Regierung:
Johnson konnte keine klare Linie in den Krieg bringen. Seine Generäle forderten immer mehr Soldaten, andere Berater Johnsons bevorzugten jedoch Friedensgespräche.
Indem der Präsident es allen recht zu machen versuchte, ohne den verschiedenen Forderungen zu entsprechen, konnte er auch nichts mehr retten und die Friedensgespräche, die zu dieser Zeit geführt wurden, waren immer ergebnislos. Grund dafür war der fehlende Wille zum Frieden auf beiden Seiten.
Die öffentliche Meinung:
Der Vietnamkrieg war der erste Krieg -laut London Times- "der den Bürgern ins Wohnzimmer serviert wurde." Somit wurde der Fernseher ein wichtiges Propagandamittel für die amerikanischen Militärs, die den Bürgern das Bild eines ,,sauberen Krieges" vermitteln wollten. Weiters sollten die Bürger stolz auf ihre ,,Söhne" sein, die ihr Leben weit weg von Amerika für eine undurchsichtige und mittlerweile doch sehr zweifelhafte Sache riskierten. Am Anfang des Krieges stand die Bevölkerung hinter dem Krieg, doch das nahm mit der Fortdauer des Konflikts stetig ab.

Es wurde eine Antikriegsbewegung aufgebaut, deren Anführer Pazifisten waren. So wurden seit dem Sommer 1964 ,,teach-ins" und ,,sit-ins" an zahlreichen Universitäten veranstaltet, um die junge Generation auf den Krieg in Vietnam aufmerksam zu machen.

Eine weitere Galionsfigur der Antikriegsbewegung war Martin Luther King (I have a dream). Höhepunkt der Antikriegsbewegung war eine Demonstration in New York, an der über 400000 Menschen teilnahmen. Nun nahm auch die Anzahl der Wehrdienstverweigerer zu, manche setzten sich sogar nach Kanada oder Schweden ab, um dem Kriegseinsatz zu entgehen. Präsident Johnson schaltete das FBI ein, um Kriegsgegner zu bespitzeln und Antikriegsorganisationen zu sabotieren.



Die Wende: Krisenjahr 1968
Die Tet-Offensive:
Am 31.01.1968 begann die Tet (Neujahr) -Offensive. Sie war die entscheidende Schlacht im Vietnamkrieg und sollte die Wende markieren. Ziel der NLF war es, den Krieg in die Städte zu tragen. Landesweite wurden 80000 Guerillas in Bewegung gesetzt, unterstützt von regulären nordvietnamesischen Truppen. Um die Amerikaner vom eigentlichen Ziel, den Krieg in die Städte zu tragen, abzulenken wurde die amerikanische Basis in Khe Sanh angegriffen. Khe Sanh wurde aber auf Biegen und Brechen verteidigt und die NLF konnte zurückgeschlagen werden. Auch in den Städten gelang es Amerikanern und der ARVN nach anfänglichen Misserfolgen die NLF zu besiegen. Zu einem grauenvollen Ereignis kam es in My Lai, wo eine amerikanische Einheit über 200 Dorfbewohner, darunter viele Frauen und Kinder, tötete. Militärisch hatte die NLF, eine empfindliche nie wieder wettgemachte Niederlage einstecken müssen. Politisch hingegen war die Tet-Offensive ein durchschlagender Erfolg. Sie markierte den Wendepunkt des Krieges.
Amerikanische- öffentliche Reaktionen auf Tet:
Die amerikanische Bevölkerung war geschockt von den Bildern aus dem Vietnam. Außerdem wurde die Glaubwürdigkeit Johnsons schwer erschüttert, da er im Herbst vor der Tet-Offensive noch behauptete, ein Sieg über die Kommunisten stünde unmittelbar bevor.
Der Vietnamkrieg hatte auch massive negative Auswirkungen auf die Wirtschaftsmacht USA, die Amerikaner verzeichneten zum ersten Mal seit langem ein Zahlungsbilanzdefizit.
Am 31.3.1968 hielt Präsident Johnson eine Rede an die Nation, bei der er einen teilweisen Stopp der Bombardierungen bekannt gab und Hanoi bedingungslose Friedensgespräche anbot. Weiters erklärte Johnson, dass er zur nächsten Präsidentschaftswahl nicht mehr antreten werde, was einem vorgezogenen Rücktritt gleichkam.
Hanoi reagierte positiv auf das Angebot von Friedensgesprächen, welche dann zwei Monate später in Paris begannen, doch beide Seiten waren noch nicht wirklich an einem Verhandlungsfrieden interessiert.
Die Präsidentschaftswahlen im November gewann Richard Nixon mit 0.7 % Vorsprung auf seinen demokratischen Gegner Hubert Humphrey. Nixon behauptete im Wahlkampf, dass er einen geheimen Plan habe, den Vietnamkrieg zu beenden. Dadurch war es ihm möglich die Wahlen zu gewinnen. (Sein genauer Plan wird noch später in meinem Referat erläutert- siehe später Seite 7, Seitenanfang)
Der Vietnamkrieg und der Westen:
Die USA verfügen weltweit über sehr viele Verbündete und sind wichtige Mitglieder in der NATO ( North Atlantic Treaty Organization ) und der SEATO (South East Asian Treaty
Organization).
Die Vereinigten Staaten forderten von ihren Verbündeten militärische Unterstützung. Aber nur Südkorea ( ca. 50000 Mann), Australien ( 8000 Mann) beteiligten sich direkt am Krieg, Thailand und die Philippinen beteiligten sich eher symbolisch bzw. so gut wie gar nicht. Und Deutschland war es aufgrund von Verträgen verboten direkt einzugreifen, gewährten Süd-Vietnam jedoch Finanzhilfe. Besonders enttäuscht war Johnson von den Briten, die auch nicht bereit waren in Vietnam militärisch einzugreifen. Die Franzosen unter Charles de Gaulles waren von Beginn des Krieges an gegen die amerikanische Vietnampolitik, da sie aus ihren Fehlern im Indochinakrieg gelernt haben und sie es nicht für möglich hielten, dass es die Amerikaner besser machen könnten.
Vorläufiger Frieden:
Am 27. Januar 1973 wurde in Paris ein Waffenstillstandsabkommen zwischen Kissinger, dem amerikanischen Außenminister und Le Duc Tho, dem Außenminister der DRV unterzeichnet. Dieser wurden international bestätigt und garantierte eine totale Kontrolle über den Vietnam. Folgend, obwohl die USA ihre Verbündeten im Stich ließen, und somit dem Kommunisten auslieferten, erhielt Henry Kissinger den Friedensnobelpreis.
Der Waffenstillstandsvertrag entpuppte sich jedoch in vielen Punkten als undurchführbar oder zu unpräzise formuliert. Für Präsident Nixon hingegen erwies sich der Vertrag als Glücksfall. Ihm bot sich die Möglichkeit, seine Streitkräfte aus Vietnam zurückzuziehen, ohne dabei das Gesicht zu verlieren.
Die vietnamesische Phase
(1969-1973)

Amerikas Vietnampolitik unter Nixon:
Richard Nixon war ein Politiker mit langjähriger Erfahrung und war ein Befürworter des Vietnamkrieges. Als Sicherheitsberater ernannte er Henry Kissinger der über hervorragende außenpolitische Kontakte verfügte. Die restliche Regierungsmannschaft wurde mit loyalen Personen besetzt, die als ,,Befehlsempfänger" arbeiteten, aber kein eigenes Profil entwickelten. Nun waren es praktisch nur Nixon und Kissinger, welche die amerikanische Politik zu dieser Zeit bestimmten.
Erstes Ziel Nixons war es, das amerikanische Volk darauf vorzubereiten, dass ein militärischer Sieg immer unwahrscheinlicher wird.
Nun begann Nixons Zweifronenkrieg. Er ordnete die Bombardierung von Teilen Kambodschas an, die den Nordvietnamese als Rückzugsgebiete dienten. Diese Operation war so geheim, dass nicht einmal der Chef der Luftwaffe von ihr wusste. Folge der Bombenangriffe war, dass die Nordvietnamesen weiter ins Landesinnere Kambodschas auswichen.
Die Popularität Nixons erhöhte sich schlagartig als er den Abzug von 85000 Mann aus Vietnam anordnete. Die öffentliche Zustimmung für seine Politik lag nun bei ca. 70%.
Vietnamisierung:
Die Amerikaner planten nun weiter Soldaten abzuziehen und begannen die ARVN massiv aufzurüsten. Es wurde eine Landreform durchgeführt um die Bevölkerung zufrieden zu stimmen. Die ARVN sollte soweit aufgerüstet werden um den Krieg ohne amerikanische Bodentruppen führen zu können, jedoch war es zum Beispiel für die ARVN-Soldaten nicht möglich komplizierte amerikanische Waffensystem zu bedienen. Außerdem konnte das Hauptproblem der Saigoner Regierung nicht gelöst werden, die hohe Korruptionsrate.
Die Invasion Kambodschas:
Auf Anraten seiner Militärs, aber gegen den Willen seines Verteidigungsminister genehmigte Nixon den Einmarsch von US-Soldaten in Kambodscha um die dort vermuteten Rückzugsbasen der NLF zu zerstören. Die militärische Wirkung blieb aber begrenzt. Doch im Inland führte die Invasion zu Massenprotesten, die durch die Erschießung von vier Demonstranten ausgelöst wurde.
Die Kriegsmüdigkeit nahm in Amerika laufend zu, 66 % der amerikanischen Bevölkerung bezeichnet den Einsatz der USA in Vietnam als Fehler. Der Rückzug der US-Truppen wurde fortgesetzt. 1970 befanden sich noch 334000 Soldaten in Vietnam, 1971 lag die Truppenstärke bei 157000 Mann.
Ein weiteres Problem stellten die Veteranen dar. Normalerweise wurden Kriegshelden gefeiert, doch diese Heimkehrer wurden als Werkzeug der Regierung bezeichnet und sie hätten für eine schlechte Sache gekämpft. Viele der Veteranen waren nach ihrer Heimkehr aus Vietnam drogenabhängig und viele litten stark an psychischen Spätfolgen des Krieges.
Die Oster-Offensive 1972:
Im März 1972 drangen 120000 mit sowjetischen Panzern ausgerüstete nordvietnamesische Soldaten in Südvietnam ein. Da nur mehr wenige amerikanische Kampftruppen in Südvietnam stationiert waren, war ARVN auf sich allein gestellt und somit chancenlos. Nixon war nicht bereit, in einem Wahljahr, eine militärische Niederlage einzustecken. Nixon ordnete eine Seeblockade Nordvietnams, die Verminung des Hafens von Haiphong und Wiederaufnahme der Luftangriffe an. Durch die nun verbesserten Beziehungen der USA zu China und der UDSSR kamen Nordvietnam die zwei wichtigsten Verbündeten abhanden.
Die Luftangriffe wurden mit bis dahin unbekannter Vehemenz geführt und so erlitten die nordvietnamesischen Verbände hohe Verluste. Sie mussten bis zum Sommer an die 100000 Tote beklagen und es gelang der ARVN sie wieder in den Norden zurückzuschlagen.
Aufgrund des innenpolitischen Drucks in den USA und die Erschöpfung in Nordvietnam boten nun die wesentlichen Vorraussetzungen für Friedensverhandlungen.

Das Pariser Abkommen vom Januar 1973:
Die Verhandlungen gestalteten sich äußerst schwer, da die Kriegsgegner anfangs auf ihre Standpunkte beharrten und von diesen nicht abweichen wollten. Am 10.10.1972 wurde dann ein Kompromiss gefunden. Es sollte in Südvietnam ein ,,Nationaler Rat der Versöhnung und Einheit" in dem die NLF und das Saigoner Regime vertreten sind, eingerichtet werden. Dieser Rat sollte in erster Linie allgemeine Wahlen in Süd-Vietnam vorbereiten. Die amerikanischen Truppen sollten binnen 60 Tagen abgezogen werden und ein Waffenstillstand wurde vereinbart. Durch seine Wahlsieg gestärkt wollte Nixon die Bedingungen für Saigon erleichtern und konfrontierte Nordvietnam mit neuen Forderungen. Er ordnete Luftangriffe an die vom 18 bis 29 Dezember andauerten. Sie wurden von der restlichen Welt schärfstens verurteilt. Doch die Luftangriffe zeigten Wirkung und der Friedensvertrag wurde am 27.1.1973 von den USA, der NLF, von Nordvietnam, von Südvietnam und von der Provisorischen Volksregierung unterzeichnet.
Auf die Frage wie lange sich Saigon behaupten wird können antwortete Kissinger: ,,Ich glaube, wenn sie Glück haben, werden sie sich anderthalb Jahre halten können."
Kongress und Watergate:
Nach der Rückkehr der letzten Soldaten aus Saigon schwand die Bereitschaft der USA Süd-Vietnam weiter zu unterstützen. Außerdem wurde ein Gesetz verabschiedet, dass die Macht des Präsidenten bei einer Militärintervention stark einschränkt. Die Regierung Nixons war zu diesem Zeitpunkt aufgrund des Watergateskandals mehr oder weniger machtlos und ihr Rücktritt war nur mehr eine Frage der Zeit.
Der Krieg nach dem Krieg:
Der Waffenstillstand wurden immer wieder von beiden Seiten gebrochen. Die ARVN griff immer wieder Dörfer an und erweiterte somit ihren Machtbereich. Jedoch durch den amerikanischen Abzug war die südvietnamesische Wirtschaft stark geschwächt. Die Arbeitslosigkeit lag bei 40%. Durch die Reduzierung der amerikanischen Militärhilfe wurde die Schlagkraft der ARVN stark geschwächt, weiters sank die Moral der Truppe und 1974 desertierten 240000 Mann.
Im März 1975 begann Nordvietnam mit einer entscheidenden Offensive. Der neue Präsident Ford verweigerte aber eine für die Süd-Vietnamesen wichtige militärische Unterstützung. Durch die geschwächte ARVN war Süd-Vietnam chancenlos. Am 1.1.1975 zogen die Truppen Hanois in Saigon ein und somit war der 30 jährige Vietnamkrieg zu Ende. Die USA waren überrascht von der Schlussoffensive, konnten aber trotzdem 9000 amerikanische Staatsbürger und 150000 Vietnamesen ausfliegen. Zur gleichen Zeit übernahmen Verbündete Nordvietnams, die Roten Khmer unter Führung Pol Pots die Macht. Millionen von Menschen sollten noch unter dieser Schreckensherrschaft sterben. Auch in Laos nutzten die Kommunisten die Gunst der Stunde und ergriffen die Macht. Durch den Einmarsch der Nordvietnamesen in Saigon wurde die Niederlage der USA besiegelt. Es handelt sich hier um die bis jetzt einzige militärische Niederlage der USA. Von den Folgen des Krieges hat sich Vietnam bis heute noch nicht erholt. Immer noch sind viele Gebiete Vietnams durch die Angriffe der Amerikaner unbewohnbar.
,,Vietnam gewann den Krieg und Verlor den Frieden" kein anderer Satz kann das Schicksals Vietnams genauer treffen.
Unter der im Vietnamkrieg total zerstörten Wirtschaft und Infrastruktur werden die Vietnamesen noch Jahrzehnte zu leiden haben. Trotz des Wirtschaftsaufschwungs der späten 80er Jahren in Asien, gilt Vietnam weiterhin als eines der ärmsten Länder der Welt. Durch den Einsatz von Napalm und dem Entlaubungsmittel ,,Agent Orange" wurden zum Teil irreparable ökologische Schäden angerichtet. Bis heute ist kommen in Vietnam jährlich mehrere Tausend Kinder als Missgeburten zur Welt und die Krebserkrankungen sind in fast keinem anderen Land der Welt so hoch.Für die USA endete der Konflikt mit der ersten militärischen Niederlage ihrer Geschichte. Das ,,Vietnam-Syndrom" und die ,,Dolchstosslegende" prägen die Außenpolitik der USA bis heute. Der Krieg beeinflusste die Einstellung vieler Amerikaner zu ihrem Land und führte zu einer Kritischen Überprüfung der amerikanischen Überzeugung, dass die Nation der Einwanderer anderen Staaten und Völkern ein Vorbild sein muss.
Der Einsatz von Agent Orange und die Auswirkungen
Unter Codenamen wie "Agent White" oder "Agent Blue" ließ Washington in der anfangs streng geheim gehaltenen Operation ,,Ranch Hand" zwischen 1962 und 1971 mehr als 72 Millionen Liter Herbizide über die vermuteten Aufmarschgebiete des Vietcong in Südvietnam sprühen. Gut 44 Millionen Liter bestanden aus dem Entlaubungsmittel Agent Orange benannt nach der orangefarbenen Markierung auf den Giftfässern. Von den Vietnamessen wurde das Gas ,,Mau-da-cam" - das Gift mit der Farbe Orange genannt.
Das Dioxin, das in Agent Orange enthalten war, wird von den Chemiker als ,,Ultragift" bezeichnen. Es gilt als eines der gefährlichsten Gifte der Welt.
Nach Schätzungen gingen 170 Kilogramm Dioxin auf Vietnam nieder.
18 Prozent des Südens waren betroffen. 2,2 Millionen Hektar Waldland und ein Fünftel landwirtschaftlichen des Landes wurden zerstört.
17 Millionen Menschen, sagte die Regierung in Hanoi, seien dem Supergift ausgesetzt gewesen, mehr als eine Million durch Dioxin erkrankt und 100.000 Kinder hätten schwere Geburtsschäden davongetragen. Sie seien mit halben Gliedmassen, Ballenköpfen oder Zyklopenaugen zur Welt gekommen. In Ho-Tschi-Minh-Stadt seien zwischen 1990 und 1995, 30 siamesische Zwillinge zur Welt gekommen, obwohl statistisch in ganz Vietnam nur ein einziger Fall gewesen wäre.
Vietnamesische Wissenschaftler schätzten, dass in dem Krieg, der über zehn Jahre dauerte, 1,5 Millionen Vietnamesen und 56000 Amerikaner umkamen.
Von der amerikanischen Chemieindustrie werden die verheerenden Spätfolgen jedoch immer noch heruntergespielt um Entschädigungszahlungen zu vermeiden. Dabei litten selbst amerikanische GIs, die aus Vietnam zurück kamen, unter dem Einsatz des Giftgases. Sie litten an Diabetes, starben an Krebs und zeugten überdurchschnittlich viele schwerstbehinderte Kinder.
Seit 1993 nahm das auf Dioxin-Verseuchung spezialisierte Team Bodenproben, untersuchte Pflanzen auf chemische Rückstände, analysierte Muttermilch und sezierte Tiere. Die Studie brachte das schockierende Ergebnis das 2,9 Prozent aller Kinder an Geburtsschäden leiden und das die Dioxin-Durchseuchung den in Kanada üblichen Grenzwert von 9000 Prozent übersteigt. Um das Katastrophengebiet zu reinigen müsste man es großflächig abtragen und verbrennen. Dies würde jedoch mehrere Milliarden Dollar kosten, die der vietnamesischen Regierung nicht zu Verfügung stehen.
Folgen des Vietnamkriegs:

- Fakten:
knapp 3 Mio. Tote (90 % Zivilisten), davon 57 000 Amerikaner
500 000 Verletzte, davon mehr als 50 000 Amerikaner

7 Mio. Tonnen Bomben sind gefallen und haben die Infrastruktur total zerstört
Pestizide hatten starke Auswirkungen auf die nächste Generation: 50000 verkrüppelte Kinder wurden geboren
24 000 km = 10 % der Anbaufläche durch Napalmangriffe zerstört
Ideologischer Schaden: USA galt nicht mehr als unbesiegbar

Die extrem brutale Vorgehensweise der USA hat weltweit für Aufsehen gesorgt. Man fragte sich mit welcher Berechtigung die USA überhaupt in diesen Krieg eingegriffen hat. Doch auch in den USA selbst wurde der Protest sehr laut.
Am 15.3.1968 demonstrierten 350 000 Menschen unter Martin Luther Kings Führung gegen den Vietnamkrieg und seine Folgen für Menschen und Umwelt
Der Vietnamkrieg war eine der Hauptursachen für das Entstehen der Hippiebewegung. Eine neue Ideologie wurde geboren. Die Jugendlichen begannen sich gegen alles Konservative zu wenden. So lebte man z.b. nicht mehr in Familien, sondern bevorzugt in Kommunen, also in lockeren Gemeinschaften.
Trotz aller Lockerheit waren die Hippies sehr interessiert am politischen Geschehen und bemühten sich aktiv daran beteiligt zu sein z.b. mit Sit-ins, Demonstrationen, Lichterketten u.ä.
Die Hippiebewegung gipfelte im legendären Woodstock-Festival 1969.
Der Krieg in Vietnam war die längste militärische Auseinandersetzung des 20. Jahrhunderts. Er hat Hunderttausende von Opfern gefordert, die amerikanische Nation gespalten und der Supermacht USA die erste Niederlage ihrer Geschichte bereitet.
Der Grund, warum ich mich zu diesem Referatsthema entschlossen habe ist, dass viele Menschen nicht einmal wissen, warum der Vietnamkrieg überhaupt entstanden ist und wie viele unschuldige Zivilisten und auch Soldaten unterschiedlichster Nationalitäten gefallen sind. Denn Vietnam war bist zum entgültigen Frieden ein von Unruhen geprägtes Land.

Heutiger Zustand:
Heute heißt der Vietnam, "Sozialistische Republik Vietnam", was bedeutet, dass der Vietnam noch immer unter dem Einfluss der Kommunisten, oder Sozialisten, lebt. Das momentane Staatsoberhaupt ist seit 1992 Le Duc Anh. Seit der Kapitulation des Südvietnams lebt das wiedervereinigte Vietnam in Frieden- aber nicht ohne Probleme. Viele Reformen wurden schon durchgeführt. Seit 1986 wirkt die Reform "doi moi", was soviel wie Erneuerung bedeutet und diese hat das Land zu einerrelativ guten Entwicklung gebracht.
Fazit: Persönlich Meinung
Von vielen Menschen wird der Vietnamkrieg, wegen seiner unmenschlichen Brutalität, als schmutziger Krieg der Amerikaner bezeichnet. Er warf ein dunkles Licht auf die US- Regierung und ließ beim Volk, nach der Veröffentlichung der Pentagon- Papiere, eine große Vertrauenslücke entstehen.
Die USA mussten einsehen, dass trotz ihrer materiellen und technischen Überlegenheit und selbst dem Einsatz der unmenschlichsten Waffen (Agent Orange) nicht jeder Krieg zu gewinnen ist.





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