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Der Swing - Referat



Der Swing

Inhalt: 1. Entstehung und Entwicklung
2. Stiltypische Merkmale
3. Übergang in den nächsten Stil


Das Wort „Swing“ hat zwei Bedeutungen. Der Name der Jazzstilart wird groß geschrieben. Wird „Swing“ allerdings klein geschrieben, wird eine rhythmische Charaktereigenschaft beschrieben, die in fast jedem Jazzstil zu finden ist.

Der Swing
1. Entstehung und Entwicklung
Am so genannten „Schwarzen Freitag“ im Oktober 1929 fand in New York ein Börsenkrach statt. Dieser führte zu einer Weltwirtschaftskrise mit Armut, Not und einer hohen Arbeitslosigkeit. Davon war auch der Jazz betroffen. Die Plattenindustrie war am Boden. Sehr viele kleinere Jazzlokale mussten schließen und die dort arbeitenden Combos verloren ihre Arbeit. Manche schlossen sich als Big Bands zusammen. Auftrittsmöglichkeiten waren nur noch in Großstädten wie New York, Kansas City oder Chicago zu finden, wo die Bands in riesigen Ballsälen spielen mussten. Um diese Räumlichkeiten besser mit Musik ausfüllen zu können, musste die Band vergrößert werden. So entstanden die Big Bands mit mehrfacher Besetzung der Melodieinstrumente (3-4 Trompeten, 4-5 Saxophone, 2-3 Posaunen. Die Klarinette wurde höchstens solistisch verwendet.), aber mit einfacher Besetzung der Rhythmusinstrumente (Klavier, Gitarre, Schlagzeug, Bass).
Das Publikum der Big Bands bestand hauptsächlich aus wohlhabenden Weißen. Sie wünschten sich eine fröhliche, glatte Tanzmusik. Diese entstandene Musik wurde sehr populär, und war vor allem bei jungen Tanzbegeisterten sehr beliebt. Außerdem verhalf das gerade erfundene Radio weiter zu der Verbreitung des Swings. Es gab spezielle Shows, in denen nur Swing gespielt wurde. Sogar am Broadway und beim Film machte man von dieser Musik gebrauch, und so wurde sie ein großer kommerzieller Erfolg. Die Musik war ein Symbol für Erfolg und Jugend. Aus diesem Grund wurde der Name auch für andere Produkte gebraucht, wie zum Beispiel Zigaretten, Kleidung und Getränke. Um die Musiker der berühmten Big Bands baute sich ein noch nie dagewesener Starkult auf.
In einigen Big Bands (z.B.: Benny Goodman) spielten Schwarze und Weiße zusammen. Der Swing wurde zu einem Symbol der scheinbar gesellschaftlichen Anerkennung der Schwarzen in der amerikanischen Gesellschaft.

2. Stiltypische Merkmale
Den Swing kann man an einigen stiltypischen Merkmalen erkennen.
Die Melodieinstrumente wechselten zwischen Melodie- und Begleitgruppe (beispielsweise spielen die Saxophone die Melodie, Posaunen und Trompeten markieren kurze Einsätze (Kicks)). Durch die Größe der
Big Bands war die Improvisation sehr stark eingeschränkt und nur den Soloinstrumenten erlaubt.
Der Swing unterscheidet sich musikalisch hauptsächlich rhythmisch von den vorherigen Stilen. An Stelle des Two-Beat Jazz (charakteristisch besonders für den New Orleans-Stil) tritt der so genannte Four Jazz, das heißt es werden nicht mehr nur zwei Schläge in einem Takt betont, sondern es ist möglich, dass alle vier Grundschläge in einem Takt durchgeschlagen werden.

3. Übergang in den nächsten Stil
Im Jahre 1943 kam der Swing in eine Krise, da die Aufnahmestudios durch die Musikgewerkschaft boykottiert wurden. Aus wirtschaftlichen Gründen wurden 1945 die meisten Big Bands aufgelöst. Die Swing- Ära war gegen Kriegsende zu Ende, stattdessen wurde jetzt der Bebop populär.
Als Bebop wird die Unzufriedenheit der schwarzen Swing- Musiker bezeichnet. Sie waren unglücklich mit der Musik der Weißen, und sie waren unzufrieden darüber, dass diese in ihren Jazz eingestiegen waren und damit Geld machten. Aus diesem Grund entwickelten sie den Bebop, um es den Weißen so schwer wie nur möglich zu machen.
Bereits anfang der 1940er Jahre löste der Bebop langsam den Swing ab, doch im Jahre 1945 explodierte er richtig. Damit begann eine neue Jazz-Epoche. Im Bebop wagte man immer wieder den Rückgriff auf afro-cubanische Rhythmen, also auf den Afro-Cuban Jazz. Der Bebop bildete den Ausgangspunkt und die Grundlage des gesamten modernen Jazz.

Dieses Referat wurde eingesandt vom User: Sariii



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