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Der Gregorianische Choral - Referat



Der Gregorianische Choral ist ein christlicher, einstimmig gesungener, acapella vorgetragener,mittelalterlicher, frommer/ehrfürchtiger und getragen gesungener Psalm, der von Mönchen gesungen wird. Die Texte vom gregorianischen Choral sind nur aus der Bibel manchmal kommen sie aber auch aus den Apokryphen. Sie bestehen zum meisten Teil aus Psalmversen der Bibel. Er wird in der Messfeier (Liturgie) der katholischen Kirche verwendet.

Er ist nach Papst Gregor dem Ersten, auch Gregor der Große (604 gestorben) benannt, der alle christlichen Lieder ordnen und strukturieren wollte. Die Legende besagt, dass eine weiße Taube (Zeichen des Friedens) auf der Schulter von Papst Gregor ihm die Melodien zugeflüstert hat. Dabei soll die weiße Taube den heiligen Geist darstellen. Um das zu erreichen, müsste man eine Schreibweise finden mit der sie die Musik festhalten konnten.

Früher dürften Frauen ebenso mitsingen bei den Gregorianischen Chorälen, jedoch wurden sie bald durch junge Knaben ersetzt. Diese hatten ebenfalls eine sehr hohe Stimme, weil sie ihren Stimmbruch noch nicht hatten. Die hohe Stimme sollte engelsgleich klingen. Einige Knaben mussten singen, und im Gegenzug wurden sie von Klerikern aufgenommen welche auch für ihren Unterhalt gesorgt haben. Um die gregorianischen Choräle wirklich gut singen zu können, mussten die Möche etwa zehn Jahre lernen, die Melodien richtig zu singen und die Texte auswendig zu lernen. Das Singen der gregorianischen Choräle wurde auch in einige Schulsysteme eingeführt, sodass einige Menschen es sogar in der Schule schon lernen konnten.

Dadurch dass es früher natürlich keine Kopierer gab, mussten die Mönche die Liedtexte immer wieder abschreiben in Form von Büchern, weshalb Bücher auch früher ein Vermögen gekostet haben. Um sich diese schwere, lang dauernde Arbeit zu sparen, haben die Mönche die Liedtexte in ein riesiges Buch geschrieben, dass ganz vorne in der Kirche gestanden hat, sodass alle mitlesen konnten und die Mönche nicht extra für jeden einzelnen Mönch das Buch mit den Liedtexten schreiben musste.
Es wurden immer neue Melodien und Texte komponiert sodass es sogar noch bis zu dem 17. Jahrhundert hinein gregorianische Choräle gab und auch neu komponiert wurden. Der Text der gregorianischen Choräle war immer auf Latein und wird syllabisch vorgetragen, dass heißt das auf jede Note eine Silbe des Textes kommt. Der gregorianische Choral ist die älteste lebendig gebliebene musikalische Form von Kunst in der Geschichte des Abendlandes.
Guido von Arezzo erfand ein Liniensystem, dass die Tonhöhe festhielt.

Der gregorianische Choral hat nicht nur zur Entwicklung der Notenschreiben geführt, sondern auch die cantus firmus gebildet, nämlich das Fundament für Kompositionen, die mehrstimmig sind.




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