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Der Eisbär - Referat



Der Eisbär

Merkmale/Beschreibung

Der Eisbär ( Ursus maritimus) ist der größte auf dem Land lebende Fleischfresser. Darum ist er auch um das ca. 8-fache schwerer als ein erwachsener Mann(also etwa 600-700kg im Normalfall). Jedoch ist die Bärin deutlich leichter (300kg).
ß Ausgewachsene Männchen können bis zu 3m groß werden.
ß Eisbären sind gut an das Leben im Wasser angepasst. Ihr verhältnismäßig kleiner Kopf trägt Augen, Ohren und Nasenöffnungen viel näher an der Oberseite des Kopfes als etwa derjenige des Braunbärs. Dadurch kann der Eisbär auch beim Schwimmen leicht alle wichtigen Sinnesorgane über Wasser halten. 200000 bis 300000 Jahre alt ist die Art der Eisbären. Also viel jünger wie die anderen Bärenarten. Auch wenn dieses Tier manchmal den Jöööö-Effekt auslöst, ist es sehr gefährlich: Jedes Jahr sterben Menschen an einem Eisbären Angriff!!

Lebensraum

Die Eisbären leben rund um den Nordpol. Wenn sie nicht am Schwimmen sind, laufen sie auf den riesigen Schneefeldern herum. Darum erfordert ihr Lebensraum extreme Anpassungen an die dort herrschende Witterung. Denn bei Temperaturen von bis zu minus 70 Grad Celsius und Stürmen mit über 100 Stundenkilometern ist es nicht einfach zu überleben. Für solche Überlebensprüfungen braucht er seinen Pelz. Doch dieser Pelz wärmt nicht nur, sondern produziert auch aktiv Wärme. Seine Haare sind nämlich nicht weiß wie alle denken sondern durchsichtig. Dadurch leiten sie Sonnenlicht bis auf die dunkle Haut, die es in Wärme umwandelt. Weil man auf dem Nordpol das Wasser nicht heizt, können sich die Eisbären nur durch die zehn Zentimeter dicke Fettschicht vor Erfrierungen schützen. Aber die Kälte ist meistens nicht das Problem, im Gegenteil: Sie müssen sich vor einem Hitzeschock schützen. Schon bei einer Laufgeschwindigkeit von nur 7 Stundenkilometern erzeugen die Muskeln genügend Wärme, um im Körper des Tieres Fieber, also eine überhöhte Körpertemperatur über 37 Grad Celsius auszulösen. Die unbehaarten Stellen des Eisbärs dienen dazu, überflüssige Körpertemperatur loszuwerden!

Nahrung/Ernährungsweise/Nahrungsbeschaffung

Eisbären fressen meist Robben aber auch Karibus (eine Art Hirsch), Moschusochsen, Lemminge (Mausart), Fisch und auch gestrandete Wale. Sie haben verschiedene Techniken des Beutefangs der Robben entwickelt. Meist lauern sie den Robben an ihren Luftlöchern auf. Robben müssen beim Schwimmen unter Wasser regelmäßig Luft holen und halten sich zu diesem Zweck im Eis Luftlöcher offen. Am Rande dieser Atemlöcher lauert der Eisbär – manchmal stundenlang. Taucht die Robbe dann unvorsichtig auf, schleudert sie der Bär mit einem mächtigen Prankenhieb aus dem Wasser oder springt sogar hinein und schlägt unter Wasser zu. Oft genügt schon ein einziger Hieb mit der Tatze, um die Robbe zu töten. Danach zieht der Bär sie aufs Eis und verzehrt sie dort. Manchmal ruhen die Robben auch außerhalb des Wassers, am Rande ihrer Atemlöcher. Dann pirscht sich der Eisbär vorsichtig an sie heran. Oft rutscht er sogar auf dem Bauch, hinter Schneeverwehungen und Eisbrüchen Deckung suchend, bis er nahe genug an sie herangekommen ist. Weiter als 20 bis 25 m darf er allerdings nicht entfernt sein, bevor er losspurtet, denn hat die Robbe ihn erst entdeckt, ist sie sehr schnell im Wasser und die Jagd war umsonst. Im Frühjahr legen die Robbenmütter unter Schneeverwehungen ihre Wurfhöhlen an. Von außen sind die Höhlen meist gar nicht sichtbar, da sie von einem Ausstiegsloch im Eis erweitert wurden. Robben bringen dort ihre Jungen zur Welt und lassen sie auch im Schutz der Höhle zurück, um auf Fischfang zu gehen. Der Eisbär kann die Robben unter dem Eis mit seinem außerordentlich feinen Geruchsinn aufspüren. Mit einem kraftvollen Sprung kracht er durch die Eisdecke oder lässt sich mit den Vordertatzen darauf fallen. Meist haben dann die Robben keine Chance mehr.


Fortpflanzung/Brutpflege

Bei den Eisbären ist die Paarungszeit im Frühjahr und Sommer. Zu Beginn der Paarungszeit wird die Bärin unruhig und dehnt ihre Streifzüge immer weiter aus. Wenn ein männlicher Bär auf ihre Kot- und Urinmarken stößt, erkennt er am Geruch, dass das Weibchen paarungsbereit ist, und nimmt ihre Spur auf. Bei den ersten Begegnungen zeigt sich die Bärin noch spröde und weist ihn brummend oder mit einem Tatzenhieb zurück. Aber der Bär folgt ihr hartnäckig, und allmählich lässt ihn das Weibchen immer näher an sich heran. Schließlich kommt es, über ein bis zwei Tage hinweg, immer wieder zur Paarung. Eine zeitlang bleiben die Bären noch zusammen. Sie sind dann oft sehr verspielt und tollen gemeinsam umher. Nach einigen Tagen, manchmal auch erst nach Wochen, trennen sich ihre Wege wieder.

Sind mehrere Eisbärenmännchen der Spur einer paarungsbereiten Bärin gefolgt, dann entscheiden Größe und Selbstsicherheit darüber, welcher Bär das Rennen macht. Durch Aufrichten auf die Hinterbeine, Tatzenheben und lautes Grollen zeigen die Männchen, was in ihnen steckt. Ernsthafte Auseinandersetzungen gibt es allerdings selten, denn die Eisbären eines Gebiets kennen sich untereinander und die Rangordnung steht meist von vornherein fest. Kommt es jedoch einmal zum Kampf, etwa, weil ein fremder Bär ins Revier eingedrungen
ist, können sich Eisbärenmännchen schwere Verletzungen zufügen.

Den Herbst verbringt die Bärin damit, sich ein Fettpolster für den Winter anzufressen. Eisbären halten einen Winterschlaf. Wenn der erste Schnee fällt, zieht sie sich zur Winterruhe in die Höhle zurück. Dort kommen im Januar oder Februar die Jungen zur Welt. Gemessen an der Körpergröße ihrer Eltern sind Eisbärenkinder bei der Geburt geradezu winzig, auch im Vergleich mit anderen Säugetierjungen. Selbst die Jungen einer bis zu 300kg schweren Eisbärin wiegen gerade einmal 500 Gramm – etwa soviel wie ein Meerschweinchen. Grund dafür ist die Winterruhe. Alle Stoffwechselprozesse im Körper der Bärin laufen jetzt verlangsamt ab, und sie scheidet weder Kot noch Urin aus. Würden die Jungen im Mutterleib rasch heran wachsen, würden die fehlenden Entgiftungs- und Ausscheidungsprozesse den Organismus der Mutter schädigen. Sind die Jungen aber sehr klein, dann belasten sie den Körper der Bärin nur wenig. Nach der Geburt müssen die kleinen Bären aber rasch Gewicht zulegen. Deshalb ist Bärenmilch ausgesprochen gehaltvoll. Mit bis zu 50% Fettgehalt und wenig Zucker liefert sie mehr als dreimal so viel Energie wie Kuhmilch oder Muttermilch beim Menschen. Die energiereiche Milch sorgt nicht nur für schnelles Wachsen, sondern hilft den Bärenjungen auch, die nötige Wärme zu produzieren, damit ihre kleinen Körper nicht auskühlen. Wenn die jungen Bären nach zwei bis drei Monaten erstmals die Höhle verlassen, bleiben sie immer dicht neben ihrer Mutter. In dieser Zeit isst die Mutter nichts, sondern zehrt an ihren eigenen Fettvorräten. Dabei kann sie locker die Hälfte ihres Gewichts verlieren. Also statt 300kg-130kg. Bei langen Wanderungen reiten die kleinen Eisbären auf dem Rücken ihrer Mutter. Auf ihren Ausflügen mit der Mutter lernen die Jungtiere allmählich die Wege und das Streifgebiet der Bärin kennen. Die Mutter lernt jetzt dem jungen Eisbär, wo man am besten Nahrung findet und welche Schlafplätze für den Winter geeignet sind. Auch das Verhalten gegenüber Artgenossen und anderen Tieren hängt von der Mutter ab. Der Neugeborene rennt sogar bei Angriffen der Mutter hinterher. So kann er auch lernen wie er Tiere angreifen und sich verteidigen muss. Das Verhalten der Eisbärenmütter ist gegenüber dem Nachwuchs sehr unterschiedlich. Manche betreuen ihre Kleinen intensiv, manche eher weniger. Andere wiederum fressen den Kleinen ihr Essen weg oder geben ihnen einen Tatzenhieb wenn sie zu übermütig sind. Nach etwa 2 Jahren läuft der kleine Eisbär weg oder die Mutter verscheucht ihn. In dieser Zeit ist es für die Jungen ein wenig kritisch, aber wenn sie das 4. Lebensjahr überstanden haben, haben sie gute Chancen, ein hohes Alter zu erreichen.


Verhalten/Lebensweise

Eisbären sind ruppige Einzelgänger. Nur zur Paarungszeit suchen sie andere Eisbären auf. Mit größeren Gruppen geben sie sich nur ab, wenn für alle genügend Futter da ist. Sie wollen damit Konflikte vermeiden.


Besonderes/Gefährdung

Na, was denkt ihr? Haben Eisbären Feinde?
Eisbären sind so wehrhaft, dass ihnen kein anderes Raubtier gefährlich werden kann. Von Bären weiß man aber, dass sie durchaus Artgenossen töten können, zum Beispiel bei Revier- oder Rangkämpfen, manchmal aber auch als Beute. Auch andere Arten werden hin und wieder als Beute betrachtet: Schwarzbären fallen ab und zu Grizzlys oder Eisbären zum Opfer. Die eigentliche Bedrohung für den Eisbär ist die bevorstehende Klimaveränderung. Jede Luftverschmutzung bewirkt, dass es immer wärmer auf unserem Planeten wird. Und wenn es zu warm wird, schmelzen die vielen Inseln (Nordpol). Den der Nordpol hat ja keinen festen Boden. Sie sind noch nicht jetzt Gefährdet aber es wird vielleicht in ein paar Jahren so herauskommen.
Besonderes:
Wenn im Sommer viel Eis wegschmilzt, hat es zu wenig Platz für die vielen Eisbären die zurückgedrängt wurden. Darum flüchten einige immer wieder aufs Festland. Dort ernähren sie sich meist von Lemmingen. Eisbären können Strecken über 170km mühelos bewältigen. Aber der Eisbär ist nicht nur ein guter Schwimmer sondern auch ein schneller Sprinter: Wenn er angreift kann er bis zu 40km/h rennen. Da ist fliehen kaum möglich!





Dieses Referat wurde eingesandt vom User: Dieni



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