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Der Ameisenigel - Referat



Der Ameisenigel gehört zur Familie der eierlegenden Säugetiere. Der Ameisenigel und das Schnabeltier sind die letzten Säugetiere die ihre Jungen nicht lebend gebären.
Die Ameisenigel werden unterteilt es gibt Kurzschnabeligel und Langschnabeligel.

Verbreitung
Der Langschnabeligel ist in Neuguinea heimisch. Der Kurzschnabeligel in Australien und Tasmanien.

Beschreibung
Das Aussehen des Ameisenigels erinnert schon an unseren herkömmlichen Igel. Beide haben Stacheln, wobei der Ameisenigel sogar an den Seiten welche hat. Trotzdem sind die beiden nicht miteinander verwandt.
Die Stacheln des Ameisenigels sind innen hohl und ca. 60 mm lang und in der Regel haben sie eine gelbliche Färbung. Eine schwarze Färbung hat den Spitzen ist durchaus möglich.
Das übrige Fell des Ameisenigels ist braun oder schwarz gefärbt. Er hat zusätzlich zu den Stacheln Haare, die sogar so lang sein können, dass sie die Stacheln unter sich verbergen.
Die Haarlänge hängt vom vorherrschenden Klima in seinem Lebensraum ab. In den kälteren Regionen sind die Haare länger als in wärmeren.
Vergleicht man Kurzschnabel- mit Langschnabeligeln wird man feststellen, dass die Langschnabeligel weniger Stacheln haben. Hinzu kommt das sie auch kürzer und stumpfer sind als bei seinem Artgenossen den Kurzschnabeligeln.
Im Gegenzug stellt man auch fest, dass der Kurzschnabeligel kleiner ist als sein Artgenosse. Der Kurzschnabeligel hat eine Länge von 35 bis 53 cm und kann zwischen 2,5 und 7 Kilogramm auf die Waage bringen. Dagegen hat der Langschnabeligel eine Länge von 45 bis zu 77 cm und kann bis zu 16 Kilogramm schwer werden.

Gliedmaßen
Ameisenigel haben einen stämmigen Körperbau. An ihren Pfoten haben sie 5 Zehen, wobei die Kurzschnabeligel alle Zehen mit Grabnägel versehen sind, sind es beim Langschnabeligel nur 3. Die zweite Zehe der Hinterläufe ist verlängert, weil sie zur Fellpflege benötigt wird.
Die meisten männlichen Igel aber auch manche weibliche haben hinten an den Läufen einen Stachel. Aber die meisten von ihnen verlieren den im Laufe der Zeit.

Kopf
Die Ameisenigel haben einen sehr kleinen Kopf und eine bis zu 18 Zentimeter lange klebrige Zunge. Sie besitzen keine Zähne stattdessen sind hinten an der Zunge Hornplatten angebracht. Mit Hilfe dieser Platten zermahlen sie ihre Nahrung.

Lebensraum
Was den Lebensraum betrifft, sind die Ameisenigel fast anspruchslose Wesen. Sie können überall leben ob in der Wüste oder im Waldgebiet.

Fortbewegung
Ameisenigel können langsam laufen und gut schwimmen.

Aktivitätszeiten und Sozialverhalten
Die Ameisenigel werden am ehesten in der Dämmerung aktiv also vor Sonnenaufgang und bei Sonnenuntergang. Sie sind keine ausgesprochenen nachtaktiven Tiere, sondern passen sich mit ihrem Verhalten den Temperaturen in ihrem Lebensraum an.
Die Ameisenigel fallen in eine Kältestarre, die jedoch nicht von den Außentemperaturen abhängt, sondern vom Nahrungsangebot. Solange sie noch Nahrung finden, bleibt die Starre aus.
Ameisenigel leben vereinzelt sind aber standorttreu. Sie kennen kein Revierverhalten, sie leben auf großen Flächen.

Ernährung
Ameisenigel sind Fleischfresser. Sie haben aber nur eine kleine Maulöffnung, so dass die Nahrungstiere sich auf Ameisen, Termiten und Regenwürmer beschränkt.
Ihren Schnabel benutzen sie zum Aufwühlen von Laub, oder zum Wühlen in Ameisenhügeln oder zum Stochern in Felsspalten.
Manchmal benutzen sie auch ihre Pfoten um Termitenhaufen aufzubrechen.
Ihre Nahrungsaufnahme folgt über ihre lange und klebrige Zunge, mit deren Hilfe die Beute ins Maul befördert wird.
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Feinde des Ameisenigels
Wenn Ameisenigel sich bedroht fühlen, buddeln sie sich relativ schnell in den Boden ein, bis nur noch ihre Stacheln sichtbar sind. Mit ihren relativ starken Gliedmaßen verkeilen sie sich in der Erde.
Wenn der Boden zu hart ist, rollen sie sich zu einem Igelball zusammen.
Die Abwehrmechanismen funktionieren so gut, dass der Ameisenigel nur sehr wenig Fressfeinde hat.

Fortpflanzung
Paarungsverhalten
Die Paarungszeit ist von Juli bis August.
Das Paarungsverhalten der Ameisenigel ist sehr außergewöhnlich:
Es beginnt damit das sie eine Karawane bilden, an deren Spitze ein Weibchen, gefolgt von bis zu 10 Männchen, läuft. Immer mal wieder wird das Weibchen von dem ein oder anderen Männchen angestupst. Diese Karawane kann mehrere Tage unterwegs sein.
Wenn das Weibchen bereit ist, legt es sich flach auf den Bauch, wobei es den Kopf ins Gebüsch steckt. Dann beginnt das Paarungsgraben der Männchen, rechts und links fangen sie an zu graben. Wenn viele Männchen beteiligt sind, kann auch ein Kreis um das Weibchen entstehen. Dann fangen die Männchen an sich gegenseitig aus dem Graben zu drängen bis nur noch einer übrig bleibt.
Das Männchen legt sich dann neben das Weibchen und fängt mit dem Vorspiel an. Für den eigentlichen Geschlechtsakt muss das Männchen das Weibchen von hinten hochheben um dann in ihr eindringen zu können. Der Geschlechtsakt an sich dauert 3 Minuten dann gehen beide wieder ihrer Wege.

Eiablage und Jungenaufzucht
Drei bis vier Wochen nach der Paarung kommt das Jungtier auf die Welt. Vor der Geburt hat sich bei der Mutter eine Art Beutel am Bauch gebildet. Dort kommt das weintraubengroße Ei rein und dort wird es für 10 Tage gebrütet.
In den Beutel der Mutter befinden sich Milchdrüsen, die Milch abgeben, wenn der Schlüpfling über das Milchfeld leckt. Das Jungtier bleibt 8 Wochen im Beutel, dann beginnen seine Stacheln zu wachsen und er muss den Beutel verlassen. Die Mutter legt ihn an einen geschützten Platz und kommt nur noch alle paar Tagen zum Säugen zurück.
Nach 10 Wochen öffnen sich beim Neugeborenen die Augen, nach ca. 6 Monaten verlässt er das erste Mal seinen geschützten Platz und nach 7 Monaten wird er entwöhnt. Mit einem Jahr verlässt er seine Mutter und mit 2 Jahren ist er bereits Geschlechtsreif.

Lebenserwartung
Ameisenigel habe eine hohe Lebenserwartung. Die Forschung hat ergeben, dass in freier Wildbahn ein Exemplar 20 alt werden kann.




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