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Demokratie und Glaubwürdigkeit - Referat



Demokratie und Glaubwürdigkeit?

Zur Zeit gibt es eine große Debatte in der Medienwelt. Es wird darüber diskutiert, wie man am besten richtige Informationen an den Bürger weitergibt ohne ihn durch Halbwahrheiten bei der Meinungsbildung zu beeinflussen. Auf der einen Seite will das Volk durch Sendungen wie die Tagesschau in einer kurzen Zeit aktuell informiert werden, doch anderseits lassen sie den Journalisten keine Zeit umfassende Berichte zu erstatten, was wiederum in Wochenzeitschriften möglich wäre. Es gab besonders viele kritische Stimmen zur Tagesschau und einige Erklärungsversuche ihrer Redakteure. Gefährdet die Art und Weise, wie die Tagesschau aktuelle politische Ereignisse darstellt, ihre Glaubwürdigkeit? Oder gar unsere Demokratie?

Als erstes muss man einige Journalisten und ihre Meinungen untersuchen, damit man die verschiedenen Standpunkte nachvollziehen kann. Der Journalist Stefan Niggemeier äußerte sich in der FAS zur Tagesschau. Dabei kritisiert er die "anti-russische Berichterstattung", unkommentierte faschistische Symbole und fehlende Hintergründe, Zusammenhänge sowie Wiedersprüche zu den Berichten. In seinem Kommentar "Die 20-Uhr-Wirklichkeit" kritisiert er den Chefredakteur Kai Gniffke.

Dieser reagiert mit einer Stellungnahme zu den Vorwürfen und versucht Gründe zu nennen, welche die "unvollständige" Berichterstattung rechtfertigen.

Ein weiterer bedeutender Journalist, Harald Martenstein, hat den Kommentar "Über Fehlbarkeit und den Kampf für das Gute" verfasst. Dabei übt er starke Kritik an Stefan Niggemeier aus und wirft ihm vor, übertrieben penibel Fehler in Martensteins Texten zu suchen und diesen schlecht zu reden.

Dieser journalistische Dreieckszwist ist wohl ein Aufhänger, der wie gemacht ist für eine Diskussion über die Glaubwürdigkeit der Presse. Liegt den Journalisten mehr daran, ihre Konkurrenz schlechtzureden, oder ist es für sie von höherer Wichtigkeit, eine möglichst vollständige und neutrale Berichterstattung zu betreiben?

Wie Kai Gniffke schon sagt ist die Tagesschau das meist geschaute Nachrichtenformat in Deutschland. Im Jahr 2014 waren es fast 9 Millionen Zuschauer, diese Zahl ist beachtlich. Doch welche Konsequenzen hat es, wenn sich so viele Menschen auf diese Nachrichten verlassen, obwohl es in letzter Zeit doch einige fragwürdige Berichterstattungen gab. Diese Menschen kommen vermutlich Großteils Abends von der Arbeit und haben einfach den Wille aktuelle Informationen aus Deutschland und der Welt zu bekommen. Doch wenn diese Menschen nun falsch informiert werden oder nur sehr einseitig, hat es die Konsequenz, dass sie sich eine Meinung zu einer Thematik bilden, die durch die vorherige Berichterstattung beeinflusst wird. Daran sieht man, dass Medien und besonders die beliebten Nachrichtenformate die Möglichkeit haben, die Meinung und die Ansichten der Zuschauer zu manipulieren, in dem sie diesen gezielte Denkanstöße geben oder nur sehr einseitig und unvollständig berichten. Könnte das sogar unsere Demokratie gefährden? Das Nachrichten beispielsweise Hass auf bestimmte Menschen und Parteien zeugt oder bestimmte Dinge in ein sehr gutes Licht stellt, um Anhänger zu gewinnen?

Auf ein ganz aktuelles Ereignis bezieht sich Niggemeier mit seiner "20-Uhr- Wirklichkeit". Er wirft besonders der ARD vor, bei ihren Berichten zur Ukraine-Krise nicht vollständig berichtet zu haben. Es wurden Soldaten gezeigt, die vom Zuschauer gar nicht richtig zugeordnet werden könnte, denn diese Soldaten waren Mitglieder eines Freiwilligen-Bataillons, welches von rechtsextremen gegründet wurde und von Nazis unterstützt wird. Der Erste Chefredakteur von ARD-aktuell versucht Stellung zu nehmen und geht darauf ein, dass die Journalisten nicht ausreichend Zeit hätten, auf jedes kleine Detail in der Berichterstattung einzugehen, sondern dass nur die wichtigsten Informationen dargestellt werden können. Das ist der Konflikt zwischen Kurzzeit-/und Qualitätsjournalismus. Der Zuschauer möchte natürlich die möglichst aktuellen Informationen sofort haben und kann diese im Minutentakt im Livetickern abrufen. Dabei ist ganz klar, dass die Journalisten keine Zeit haben zu recherchieren oder Interviews zu machen. Bis kurz vor die Nachrichtensendungen werden die Artikel und Berichte fertig gestellt um dem Bürger umfassend zu informieren. Die Alternative wäre sich einmal pro Woche ein Wochenmagazin zu kaufen und umfassende Berichte mit verschiedenen Sichtweisen zu lesen. Eine aktuelle qualitativ hochwertige Berichterstattung ist somit nicht möglich und das können Formate wie die Tagesschau auch nicht ändern, weil man ihnen keine Zeit lässt.

Nun noch mal auf die Bürger welche jeden Abend 20 Uhr ihre Nachrichten schauen. Es ist sehr riskant wenn sich diese Menschen ausschließlich so einseitig informieren. Sie verlassen sich komplett auf teilweise noch nicht einmal bestätigte Informationen und bilden sich eine Meinung zum Konflikt. Die Medien nutzen ihre meinungsbildende Funktion aus und sorgen beim Zuschauer für gezielte Gedanken für oder gegen etwas, wodurch unsere Demokratie gefährdet werden kann.

Die Nachrichtenformate müssen natürlich auch immer stark bemüht sein, den Bürger bei der Informationsübermittlung zu informieren. Wenn sie den Bürger nicht ausreichend "Entertainen" und damit langweilen, fallen ihre Zuschauerquoten und ihre allgemeine Beliebtheit. Somit sind sie stets bemüht, die Informationen auch noch mit ordentlicher Unterhaltung zu kombinieren. Wenn man sich überlegt, dass nur Informationen vorgelesen werden
würden ohne irgendwelche unterhaltenden Elemente, wäre es zu langweilig und man würde umschalten. Außerdem könnte man sich die ganzen Informationen gar nicht merken in der kurzen Zeit. Durch das "Infotainment" wird das unterstützt und man bekommt zu den Nachrichten noch originelle Berichterstattungen, durch die man sich unterhalten fühlt und die Informationen besser aufnimmt.

Wie Kai Gniffke schon sagt ist die Tagesschau das meist geschaute Nachrichtenformat in Deutschland. Im Jahr 2014 waren es fast 9 Millionen Zuschauer, diese Zahl ist beachtlich. Doch welche Konsequenzen hat es, wenn sich so viele Menschen auf diese Nachrichten verlassen, obwohl es in letzter Zeit doch einige fragwürdige Berichterstattungen gab? Diese Menschen kommen vermutlich großteils abends von der Arbeit und wollen lediglich aktuelle Informationen aus Deutschland und der Welt bekommen. Doch wenn sie nun falsch informiert werden oder nur sehr einseitig, hat das die Konsequenz, dass sie sich eine Meinung zu einer Thematik bilden, die durch die vorherige Berichterstattung beeinflusst wird. Daran sieht man, dass Medien und besonders die beliebten Nachrichtenformate die Möglichkeit haben, die Meinungen der Zuschauer zu manipulieren, indem sie diesen gezielte Denkanstöße geben oder nur sehr einseitig und unvollständig berichten. Könnte das sogar unsere Demokratie gefährden? Dass Nachrichten beispielsweise Hass auf bestimmte Menschen und Parteien erzeugt oder bestimmte Dinge in ein sehr gutes Licht stellt, um Anhänger zu gewinnen?

Auf ein ganz aktuelles Ereignis bezieht sich Niggemeier mit seiner "20-Uhr- Wirklichkeit". Er wirft besonders der ARD vor, bei ihren Beiträgen zur Ukraine-Krise nicht vollständig berichtet zu haben. Es wurden Soldaten gezeigt, die vom Zuschauer gar nicht richtig zugeordnet werden konnten, denn diese Soldaten waren Mitglieder eines Freiwilligen-Bataillons, welches von Rechtsextremen gegründet wurde und von Nazis unterstützt wird. Der Erste Chefredakteur von ARD-aktuell versuchte dazu Stellung zu nehmen und ging darauf ein, dass die Journalisten nicht ausreichend Zeit haben, auf jedes kleine Detail in der Berichterstattung einzugehen, sondern dass nur die wichtigsten Informationen dargestellt werden können. Das ist der Konflikt zwischen Kurzzeit-/und Qualitätsjournalismus. Der Zuschauer möchte natürlich die möglichst aktuellen Informationen sofort haben und kann diese im Minutentakt in Livetickern abrufen. Dabei ist ganz klar, dass die Journalisten keine Zeit haben zu recherchieren oder Interviews zu machen. Bis kurz vor den Ausstrahlungen von Nachrichtensendungen werden Artikel und Berichte fertig gestellt, um den Bürger umfassend zu informieren. Die Alternative wäre sich einmal pro Woche ein Wochenmagazin zu kaufen und umfassende Berichte mit verschiedenen Sichtweisen zu lesen. Eine aktuelle und qualitativ hochwertige Berichterstattung ist somit nicht möglich und das können Formate wie die Tagesschau auch nicht ändern, weil man ihnen keine Zeit lässt.

Um damit auf die Bürger zurückzukommen, welche jeden Abend 20 Uhr ihre Nachrichten schauen: Es ist sehr riskant, sich ausschließlich so einseitig zu informieren. Diejenigen verlassen sich komplett auf teilweise noch nicht einmal bestätigte Informationen und bilden sich auf dieser Grundlage eine Meinung zum Konflikt. Die Medien nutzen ihre meinungsbildende Funktion aus und sorgen beim Zuschauer für gezielte Gedanken für oder gegen etwas, wodurch unsere Demokratie gefährdet werden kann.
Die Nachrichtenformate müssen natürlich auch immer stark bemüht sein, den Bürger bei der Informationsübermittlung zu informieren. Wenn sie den Bürger nicht ausreichend "entertainen" und ihn langweilen, sinken ihre Zuschauerquoten und ihre allgemeine Beliebtheit. Somit sind sie stets bemüht, die Informationen auch noch mit ordentlicher Unterhaltung zu kombinieren. Wenn man sich überlegt, dass nur Informationen vorgelesen werden würden ohne irgendwelche unterhaltenden Elemente, wäre es zu langweilig und man würde umschalten. Außerdem könnte man sich die ganzen Informationen gar nicht merken in der kurzen Zeit. Durch das "Infotainment" wird das unterstützt und man bekommt zu den Nachrichten noch originelle Berichterstattungen, durch die man sich unterhalten fühlt und die Informationen besser aufnimmt.




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