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Das Sumangali Prinzip - Referat



1. Das Prinzip

Indische Mädchen werden angeworben.
Dies erledigen sogenannte Brookers, Mädchenhändler.

„Für die Mädchen ist es gut in die Fabrik arbeiten zu gehen. Sie bekommen dort genügend essen und für den Körper ist schichtrbeit sehr erhohlsam. Die Arbeit ist eigentlich wie Gymnastik, in den Fabriken sind die Mädchen glücklicher als zu Hause. Das kann ich Ihnen versprechen“
(Brooker aus dem Film: Die Lohnsklavinnen, Billigmode aus Indien )

Es wird ein Vertrag mit den Eltern abgeschlossen der die Mädchen für 3 oder 4 Jahre verpflichtet. Er wird als einmalige Chance in 3 oder 4 Jahren 1200-1400 euro zu verdienen verkauft. Dieses Geld ist als Mitgift gedacht, um so auch mädchen aus armen Familien eine Heirat zu ermöglichen, denn häufig wird bei einer heirat ein sogenanntes „Mitgift“ verlangt. Zwar ist die Mitgiftforderrung schon seit 1961 gestzlich untersagt, doch ist sie immer noch weitverbreitet.

Die Mädchen werden streng bewacht und müssen unter schlechten Bedingungen arbeiten.

Tiripur, Indien, ist eine Stadt in der es sehr viele Textifabriken gibt. Zum Beispiel produziert „Estman Exports“ in Tirupur und beliefert zahlreiche deutsche und amerikanische Firmen.30 km von Tirupur entfernt liegt eine Baumwollspinnerei in die das Kamerateam von ZDF hineinkommt. Die Mädchen wohnen dort in winzigen Kammern ohne Fenster und ohne Möbel. Sie schlafen zu siebt nebeneinander auf dem blanken Boden und einmal im Monat dürfen ihre Familien sie besuchen. Meist geben die Mädchen den Eltern dann den kleinen Betrag von umgerechnet rund einem euro den sie bekommen haben. Die Mädchen sind auf dem Gelände eingesperrt und dürfen nicht raus. Sie müssen bis zu 16 Stunden am Tag arbeiten. Man nennt sie auch „Sklavinnen der Modernen „, da die Arbeitsbedingungen sklavenähnlich sind und sie dies für die moderne und reiche Gesellschft z.B. europäische Gesellschafft tun.

Wenn die Mädchen krank werden oder sich verletzen, auch wenn es während oder wegen der Arbeit geschieht, werden sie ohne Bezahlung nach Hause geschickt. Sie können sich dann fast immer keinen Arzt, keine Behandlung oder Operation leisten. Viele von Ihnen sterben durch die Folgen der Arbeit !
Ein Beispiel ist Mercy. Nachdem sie währrend der Arbeit, als sie einen Faden, der sich zwischen spulen verklemmt hat , lösen wollte, ging die Nähmaschine an und hackte ihr die halbe Hand ab. Sie bekam 60 cent und man warf sie auf die Straße, ohne das geld, was sie bekommen sollte , wenn sie ihre Arbeitsjahre vollendet hatte.

2009 und 2010 gab es ca. 800 Selbstmordopfer in der Region von Tiripur. Die ist keine Ausnahme.
Im Ramana Hospital in Tirupur gibt es eine Selbstmörderin pro Tag. Die meisten nehmen Gift, da es leicht ist auf dem Land an Pestizide ran zu kommen ist, denn diese werden oft uf den feldern benutzt, viele aber auch verbrennen sich , erhängen sich oder schmeißen sich vor den Zug.

Wer bezieht Ware aus Tiripur?
Durch Ladepapiere von indischen Flughäfen konnte man erkennen, dass Unmengen europäischer und amerikanischer Firmen Ware aus Tiripur, Indien ,einer der größten Textilstandorte der Welt beziehen. Beispiele sind Zara, H&M, Tom Tailor und C&A.

Was tun Firmen dagegen ?
Bei Nachfrage verweist H&M auf den strengen Verhaltenskodex, den sie ihren Lieferanten und deren Sublieferanten vorschreibt.
Tom Tailor führt bindende Gründesätze an, wozu z.B. zählt:
„…das Verbot von mißbräuchlicher Kinderrbeit, sichere und menschenwürdige Arbeitsbedingungen, wenigstens ( eine ) Entlohnung aus der gesetzlichen Grundlage, geregelte Arbeitsbedingungen…“

2.Gründe für Eltern ihr Kind in die Fabrik zu schicken

• Die Familien sind meist
sehr arm und hoffen somit ein wenig Geld zu bekommen und ihre Familie ernähren zu können.
• Die Eltern wissen nicht, wie es in einer solchen Fabrik zugeht und denken ihrer Tochter geht es dort gut
• Sie möchten, dass ihre Tochter einmal heiraten kann und brauchen das Geld für Mitgiftforderungen
• Sie denken, dass ihre Tochter dort wie versprochen eine bequeme Unterkunft, drei gesunde Mahlzeiten am Tag und Freizeit- und Weiterbildungsaktivitäten bekommt.

3. Li Chunmei

Li Chunmei war ein Mädchen aus China. Sie arbeitete in einer Spielzeugfabrik in Soonggang (China) als „Läuferin“, das bedeutet, dass sie die Stofftiere von einer zur nächsten Arbeitsstation bringen musste. Läufer ist der schlecht bezahlteste Job dort.
" Wir schlafen wenig. Vor Mitternacht kommen wir nicht in unsere Schlafräume. Es gibt nur zwei Bäder und manchmal müssen wir bis zu drei Stunden warten um zu duschen. Manchmal gibt es auch kein Wasser, dann können wir nicht einmal das Gesicht waschen oder die Zähne putzen. Wir sind immer erschöpft. Wir bekommen höchstens einen halben Tag frei, nur ganz selten einen ganzen Tag. Dann dürfen wir aber nicht im Schlafsaal bleiben, wir müssen ins Freie gehen und irgendwo unter einem Baum schlafen".
(http://web49.srv14.ffm.wunited.de/index2.php?option=com_content&do_pdf=1&id=27, Wenn Barbie sprechen könnte, Z. 3-5 )

Diese Aussage einer Arbeiterin aus einer Spielzeugfabrik in Guandong ( China) , zeigt die Arbeitsbedingungen unter denen auch Li Chunmei arbeiten musste. Für einen Minilohn arbeitete Li unter unmenschlichen Bedingungen.

Die 19-jährige Li Chunmei starb nach einer 16-Stunden Schicht. Sie war von 8 Uhr morgens bis Mitternacht auf den Beinen und erledigte ihren kräftezehrenden Job als Läuferin. Als sie in der Nacht auf ihrem Bett lag klagte sie, dass sie sich ausgelaugt fühle, ihre Beine schmerzten und dass sie Hunger hätte- das Essen in der Firma war so wenig, dass man sich fühlte als ob man nichts gegessen hätte, außerdem habe sie gehustet, so ihre Zimmergenossinnen. Ihre Zimmergenossinnen fanden sie leise jammernd und blutend aus Mund und Nase Stunden nachdem sie eingeschlafen waren und Li angefangen hatte Blut zu spucken. Die gerufene Hilfe kam zu spät, als Li bereits tot war.
Li Chunmeis Tod ist kein Einzelfall und steht für viele andere Todesfälle aus dem Gleichen Grund: Überarbeitung.
Es wird vermutet dass noch sehr viele andere Arbeiter und Arbeiterrinnen an Überarbeitung gestorben sind, aber die Todesursachen wurden nie untersucht. Die Arbeitsbedingungen und der Druck, der in diesen Fabriken herrscht ist unmenschlich und führt zu Toten. So finde ich kann man sagen: Es wird über Leichen gegangen um unsere Kleidung so billig verkaufen zu können.



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