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Das Herz und Blutgefäße - Referat



Herz-und Blutgefäße

Gliederung:

1. Einleitung
2. Arterien
3. Venen
4. Aufbau der Blutgefäße
5. Aufbau des Herzens
6. Aufgabe des Herzens
7. Herzzyklus




Das Herz ist ein besonderer Hohlmuskel, etwa so groß, wie die Faust des Trägers und liegt etwas nach links verlagert zwischen den Lungenflügel.
Es pumpt das Blut laufend in den Körper: In 24 Stunden passieren ca. 4000 Liter Blut das Herz und im Verlauf der durchschnittlichen Lebensdauer von 70Jahren kontrahiert (zusammenziehen) und relaxiert es sich ungefähr 2,5 Milliarden Mal.

Arterien und Venen stellen das „Kanalsystem“ des Blutkreislaufes dar, in dem das Blut zirkuliert wird:

Arterien:
Sie transportieren das Blut vom Herzen in die Körpergewebe. Alle Arterien transportieren sauerstoffreiches, hellrotes Blut – außer die Lungenarterien, die sauerstoffarmes Blut von der rechten Herzkammer in die Lungen führen. Die größte Arterie ist die Aorta: Mit einem Durchmesser von ungefähr 2,5 cm beginnt sie sich von der linken Herzkammer ausgehend zu teilen und verläuft in Richtung Rücken. Von dort verzweigen sich die großen Arterien, die das Blut zum Kopf und in die arme leiten. Weiter setzt sich die Aorta bis in die Bauchregion fort, wo sie sich in mehrere Äste teilt, die der Versorgung der Nieren, der Leber, des gesamten Darms sowie den unteren Extremitäten dienen. Nach Verzweigungen wird der Durchmesser der Äste immer geringen. Diese kleinen Arterien transportieren das sauerstoffreiche Blut in jede nur erdenkliche Körperregion.

Venen:
Venen transportieren das Blut zum Herzen- außer die Lungenvene: diese transportiert sauerstoffreiches Blut von den Lungen zum rechten Herz. Ansonsten leiten alle Venen sauerstoffarmes, dunkelrotes Blut. Venen sind mit Klappen ausgestattet, die dafür sorgen, dass das Blut nur in Richtung Herz fließen kann. Die Zirkulation der Venen erfolgt über eine Reihe von Gefäßen, bei denen der Durchmesser größer wird. Kapillaren münden in die kleinen Venen, die sich zu größeren Venen erweitern, und schließlich die ins Herz führenden Hauptvenen bilden. Die Hohlvene sammelt das venöse Blut des Rumpfes, die Halsvenen das des Kopfes und die Schlüsselbeinvenen das der Arme.

Aufbau der Blutgefäße
Die Wände aller Arterien und Venen bestehen aus 3 Schichten:
- Die innere Schicht, die Tunica intima, besteht aus Endothelzellen und kleidet die Gefäße aus.
- Die mittlere Schicht, die Tunica media, besteht vor allem aus glatter Muskulatur und elastischen Fasern. Sie kann durch Veränderung ihrer Dehnbarkeit eine Verengung oder Erweiterung der Arterien bewirken und dadurch den Blutkreislauf beeinflussen.
- Die äußere Schicht, Tunica adventitia/ Tunica externa , besteht aus Fasernetzen. Sie führt Gefäßnerven und kleinste Blutgefäße, die zur Blutversorgung der Arterienwand bis in die mittlere Schicht eindringen.
Dieser Wandaufbau ist bei Arterien und Venen gleich. Allerdings ist bei den Venen die Grenze der Wandschichten oft unscharf, bei den Arterien dagegen sind die Schichten deutlich voneinander abgrenzbar. Bei Arterien kann sich zusätzlich zwischen der Media und der Externa eine elastische Membran, die Elastica externa, befinden.

Aufbau des Herzens

Das Herz ist sowohl funktionell als auch strukturell durch eine Scheidwand getrennt, so dass sich in seinem Inneren eigentlich zwei Pumpen befinden. Die Scheidewand im oberen Bereich wird als interatriale , die im unteren Bereich als interventrikuläre Scheidewand bezeichnet.
Die linke Herzhälfte leitet das mit Sauerstoff angereicherte und von der Lungenvene kommende Blut in die Aorta, von der es in die Körperregionen transportiert wird.
Die rechte Herzhälfte ist für die Weiterleitung des sauerstoffarmen Blutes verantwortlich,
das von den Hohlvenen in die Lungenarterien und schließlich in die Lunge fließt.
Jede Hälfte wird in einen Vorhof und eine Kammer unterteilt, die durch Klappen voneinander getrennt sind. Zwischen dem Vorhof ( Atrium cordis) und der Herzkammer ( Ventriculus cordis) befindet sich auf der rechten Seite die Trikuspidalklappe und auf der linken Seite die Mitralklappe. Ebenfalls befinden sich Klappen zwischen den Kammern und der Hauptschlagader bzw. der Lungenschlagader, die das Blut nur in eine Richtung fließen lassen und einen Rückfluss des Blutes verhindern.


Die Aufgabe des Herzens

Das Herz hat die Funktion Blut in den Körperkreislauf und in den Lungenkreislauf zu pumpen. Über die Muskelschicht wird das Herz kontrahiert. Die Muskelschicht der linken Kammer ist dicker, da diese am meisten Kraft aufbringen muss, um das Blut über die Aorta in den Körperkreislauf zu pumpen. Von der rechten Herzhälfte fließt das Blut in den Lungenkreislauf, wo es mit Sauerstoff angereichert wird.


Der Herzzyklus

Als Herzzyklus bezeichnet man die Aufeinanderfolge aller im Herzen stattfindenden Vorgänge.
Jeder Herzschlag setzt sich aus einer Kontraktionsphase, die als Systole bezeichnet wird und einer Relaxationsphase, die als Diastole bezeichnet wird, in den vier Herzmuskelbereichen zusammen, deren Ablauf exakt aufeinander abgestimmt ist:
1. die entspannten Vorhöfe füllen sich mit Blut
2. der Vorhofdruck steigt während des Füllvorgangs langsam an und die Trikuspidal- und die Mitralklappe öffnen sich
3. die Vorhöfe ziehen sich zusammen und das Blut fließt in die Herzkammern
4. die Herzkammern ziehen sich ebenfalls zusammen, wodurch die beiden Klappen der Vorhöfe geschlossen werden
5. der Druck in den Herzkammern ist nun bedeutend höher als der in den Arterien
6. durch den Druckunterschied öffnen sich die halbmondförmigen Klappen der sich entspannenden Herzkammern und das Blut fließt nun von den Kammern in die Arterien
7. die bereits entspannten Vorhöfe füllen sich von neuem mit Blut und der Zyklus beginnt von vorne

Die Kontraktion der Herzmuskelzellen geschieht spontan: Die beständige und genau abgestimmte Kontraktion der Zellen werden vom so genannten Sinuatrialknoten gesteuert, einer Ansammlung von Herzzellen im oberen Bereich des rechten Vorhofs, die als „Taktgeber“ fungiert. Die dort erzeugte „Erregungswelle“ überträgt sich auf beide Vorhöfe und löst so deren gleichzeitige Kontraktion aus. Wenn diese „Erregungswelle“ den Atrioventrikularknoten im unteren Bereich des rechten Vorhofs erreicht, wird sie gedämpft. Damit wird erreicht, dass die Vorhöfe ihre Kontraktion zu Ende führen, noch bevor die Herzkammern sich zusammenziehen.



Anhang : Bild eines Herzens
Bild eines Blutgefäßes

Quelle(n) für dieses Referat: Wieser Olaf ( 2000), Anatomie: Wunderwerk Mensch. Erstauflage. Kaiser Verlag. Benninghof, Alfred ( 2002), Anatomie 1, 3.Auflage, Urban & Fischer Verlag.




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