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Cumhuriyet: Der Dorn im Auge der AKP - Referat



Cumhuriyet: Der Dorn im Auge der AKP

Die Cumhuriyet ist eine Türkische überregionale Tageszeitung, die aus den vielen Zeitungen heraussticht da sie eine ganz besondere Qualitätszeitung ist. Bekannt für ihre seriösen und gut Recherchierten Nachrichten ist Cumhuriyet eine der ältesten Zeitungen der Türkei. Der AKP, die seit 2002 regierende Partei, war die Zeitung immer schon ein Dorn im Auge gewesen. Ihre Nachrichten waren so offen, das sie Geheimnisse der Partei aufdeckten und sich so auf ein sehr gefährliches Gebiet wagten. Angefangen bei Politisch motivierten Attentaten an Journalisten der Zeitung steigerte sich die Lage bis zu einem schlechten Punkt. Weiter ging es als die Zeitung sich 2002 über staatlicher Gängelungs- und Repressionsversuche der APK öffentlich beklagte. Doch erst im Jahr 2015 und 2016 eskalierte die Lage erst recht. Die AKP durchsuchte Auslieferungsfahrzeuge der Zeitung ergebnislos. Das Satiremagazin Charlie Hebdo hatte zu der Zeit ein Titelbild veröffentlicht, das gerichtlich verboten wurde. Cumhuriyet hatte Karikaturen und Zeichnungen als Beilage mit veröffentlicht. Es ging am 29. Mai weiter als die Zeitung den Titel „Hier sind die Waffen, die Erdoğan leugnet“ veröffentlichte und somit mehr Aufmerksamkeit der Partei AKP auf sich zog. Die Büros der Zeitung wurden durchsucht und man nahm den Chefredakteur Can Dündar fest und zeigte ihn wegen veröffentlichen von Staatsgeheimnissen an. Als die Anklage an Can Dündar für nicht rechtens erklärt wurde, entließ man ihn aus der Untersuchungshaft. Dennoch wurden Prozesse gegen die Journalisten der Zeitung angesetzt. Viele Journalisten wurden festgenommen und angezeigt. Die AKP unterdrückte die Zeitung Cumhuriyet massiv und missachtete Meinungs- und Pressefreiheit. Der Partei gefiel die Satire die Cumhuriyet darstellte nicht und somit ging sie mit rechtlichen Schritten gegen die Zeitung vor. Bis heute wird die Cumhuriyet streng überwacht. Trotzdem machen viele der Journalisten weiter, um der Regierung entgegenzuwirken.

Putschversuch am 15. Juli 2016:

Der Putschversuch am 15. Juli 2016 lief blutig und voller Gewalt ab. Ausgeführt von Teilen des Militärs wurde versucht, die Regierung (APK) unter Recep Tayyip Erdoğan zu stürzen. Der gescheiterte Versuch kostete viele Menschenleben und verletzte tausende unbeteiligte. Es fing um 22 Uhr an, als man tief fliegende Kampfjets des Militärs über der Stadt Ankara erkennen konnte. Die Bosporus-Brücke wurde mit Panzern und Militär-Fahrzeugen gesperrt. Als das Gebäude des Generalstabs und des Geheimdienstes durch Kampfhubschrauber beschossen wurde, wurde klar, dass es nicht von der Regierung und den türkischen Streitkräften kam. In den Medien liefen durchgehend Berichte, während aus dem Gebäude des Generalstabs Schüsse bis zum Atatürk Flughafen schallten. Einem privaten Sender wurde durch den Ministerpräsidenten mitgeteilt, dass eine Militärgruppe die
Übernahme der Regierung plane. Über einen weiteren Sender wurde eine Verlautbarung der Putschisten verlesen. Auch Erdogan rief über den Sender TRT zum Widerstand auf. Um 1 Uhr morgens gab der Innenminister die Information, dass die Putschisten fast erfolgreich abgewehrt wurden. In den Moscheen wurde ausgerufen sich auf öffentlicher Straße den Putschisten entgegenzustellen. Das Parlament wurde bombardiert und erlitt 3 Treffer. Alles wurde live im Fernsehen ausgestrahlt. Verletze und Parlamentarier blieben innerhalb des Gebäudes und harrten aus. Auch der Sender CNN wurde besetzt. Um 4 Uhr morgens war fast alles vorbei. Erdogan sprach vom Atatürk Flughafen aus zur Bevölkerung. Der Putschversuch war gescheitert.

„Mit anderen Worten, der Staatsanwalt hat uns beschuldigt Journalisten zu sein“

Das Zitat „Mit anderen Worten, der Staatsanwalt hat uns beschuldigt Journalisten zu sein“ kam von einem wieder freigelassenen Journalisten der ein Interview über die Fragen, während einer Gerichtsverhandlung gab. Fragen wie „Warum habt ihr so eine Nachricht gebracht?“ oder „Wieso habt ihr diesen Spot geschrieben?“ wurden vom Staatsanwalt an die festgenommenen Journalisten der Zeitung Cumhurieyt gestellt. Diese Fragen deuten auf eine ganz klare Verstoßung gegen das Gesetz der Meinungsfreiheit an. Ich finde diese Fragen im höchsten Fall unangemessen, da eine Zeitung den Zweck erfüllen sollte die Menschen über das Geschehen, im Parlament und Regierung zu informieren. Meinungsfreiheit und Pressefreiheit sind der Grundstock für eine funktionierende Demokratie und sollten nicht durch die Staatsanwaltschaft verletzt werden.




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