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Cognitive Load Theory - Referat



Die Cognitive Load Theory (CLT) weist dem menschlichen Arbeitsgedächtnis die zentrale Bedeutung der bewussten Informationsverarbeitung im Kontext einer Lernumgebung zu. Basierend auf dem Speichersystemmodell von Atkinson und Shiffrin (1968), ist das Arbeitsgedächtnis ein natürliches Informationssystem in der kognitiven Struktur des Menschen, dass das Ziel verfolgt, Informationen zu übertragen. Zur Erzeugung von Wissen, werden Informationen ins Arbeitsgedächtnis aufgenommen, ehe sie auf unbestimmte Zeit im Langzeitgedächtnis abgespeichert und für spätere Lernprozesse wiederverwendet werden. Gemäß der CLT durchlaufen Lernende bei der Betrachtung von Lernmaterialien verschiedene Prozesse: Rezeption des Lernstoffs, Aussortierung lernirrelevanter Informationen, Kodierung lernrelevanter Informationen und Ausbildung von Wissensstrukturen (o.a. Schemata). All diese Prozesse sind nach Annahme der CLT nötig, um einen erfolgreichen Informationsübertragungsprozess zwischen Arbeits- und Langzeitgedächtnis zu gewährleisten.

In diesem Prozess sind jedoch die unterschiedlichen Formen kognitiver Belastung und die zeitlichen sowie räumlichen Begrenzungen des Arbeitsgedächtnisses zu berücksichtigen. Kalyuga und Singh (2016) unterscheiden die lernrelevante intrinsische und lernirrelevante extrinsische kognitive Belastung, die im Lernprozess aufkommen können. Die intrinsische kognitive Belastung setzt sich aus der Menge der zu lernenden Einzelelemente und dem Grad der Wechselwirkung zwischen diesen Elementen zusammen (= Elementinteraktivität). Entscheidend für die intrinsische kognitive Belastung ist auch, über wie viel Vorwissen der Lernende im spezifischen Lernbereich bereits verfügt – Je höher das Vorwissen, desto geringer die intrinsischer kognitive Belastung. Die intrinsische kognitive Belastung bezieht sich also auf das Lernmaterial selbst. Die extrinsische kognitive Belastung ist dagegen von der Art der Darbietung des Lernstoffs abhängig. Je nach Darbietungsart können lernbezogene Informationen leicht oder schwer verständlich sein, weshalb es das Ziel sein sollte, das Ausmaß an extrinsisch kognitiver Belastung, bedingt durch redundante oder lernirrelevante Informationen, zu reduzieren. Da das Arbeitsgedächtnis bei der Informationsverarbeitung hinsichtlich der Anzahl speicherbarer Elemente sowie zeitlich begrenzt ist, kann eine Überschreitung der kognitiven Ressourcen zur Überlastung des Lernenden führen, was den Lernprozess beeinträchtigt. Für die Gestaltung von Lernmaterialien ist es daher wichtig, dass sie in ihrem Belastungsgrad überwacht (z.B. Berücksichtigung der Elementinteraktivität und des Vorwissens der Lernenden) und extrinsische kognitive Belastungen minimiert werden (z.B. Ausschluss von lernirrelevanten Informationen).

Literatur:
Atkinson, R. C. & Shiffrin, R. M. (1968). Human memory: A proposed system and its control processes. Psychology of Learning and Motivation, 2, 89-195.
Kalyuga, S. & Singh, A. M. (2016). Rethinking the boundaries of cognitive load theory in complex learning. Educational Psychology Review, 28, 831-852.




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