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Biologie des Menschen - Referat



Die Entwicklung zum Menschen:
Der Mensch ist mit den Affen verwandt. Diese Aussage wird schon seit langem von keinem Biologen mehr bezweifelt, und sie ist im Laufe der letzten hundert Jahre in den allgemeinen Wissenschatz eingegangen. Was aber bedeutet in diesem Zusammenhang Verwandtschaft, und welche Belege gibt es für sie? Die Entwicklung zum Menschen ist ein Experiment der Natur, das vor sehr langer Zeit durchgeführt wurde. Aber dieses Experiment hat Spuren hinterlassen. Spuren im Menschen und Spuren im Gestein.

Evolution:
Die Grundlage für alle heutigen Überlegungen zur Entwicklung von Lebewesen ist die Evolutionslehre, wie sie von Darwin und einigen seiner Zeitgenossen im letzten Jahrhundert entwickelt wurde. Darwin machte sich Gedanken darüber, wie es zu der Vielzahl von verschiedenen Lebewesen kommt, die die Erde bevölkern. Wenn Anpassungen an Lebensbedingungen die Merkmale von Tieren und Pflanzen bestimmen, warum sind dann klimatisch ähnliche, geographisch aber weit entfernte Gebiete, zum Beispiel in Afrika, Australien und Amerika, von so ganz unterschiedliche Arten bewohnt? Darwins Erklärung war: Ursache ist die natürliche Sektion. Eine Population von Lebewesen ist nichts Starres, Individuen werden geboren, andere sterben. Die Population steht in Wechselwirkung mit ihrer Umwelt, die ihrer Vermehrung und Ausbreitung Grenzen setzt. Nahrung ist nicht in beliebiger Menge vorhanden, und Umweltbedingungen wie Niederschlagsmenge, Temperatur und Bodenschaffenheit können in manchen Gebieten ungünstig sein und so eine natürliche Grenze des Standorts einer Art darstellen.

Normalerweise wird der Nachwuchs einer Art in den wesentlichen Merkmalen den Eltern entsprechen: wie Zuchtformen von Haustieren und Nutzplanzen zeigen, ist das aber nicht immer der Fall. Alle unsere Haushundrassen stammen von einer oder wenigen Wildhundarten ab. Es tritt manchmal Nachwuchs auf, der von seinen Eltern abweicht und die Veränderungen an seine Nachkommen weitergibt. Diese Abweichungen mögen zunächst geringfügig sein, über mehrere Generationen können aber immer neue Veränderungen dazukommen, bis eine Form entsteht, die von der Ausgangsart deutlich unterschieden ist. Durch fortlaufende Selektion der abweichenden Formen kann der Züchter eine neue Rasse erzeugen. Genau derselbe Vorgang geschieht in der Natur. Es treten manchmal zufällige vererbliche Abweichungen (Mutationen) in den Nachkommen einer Art auf. Die meisten dieser Mutation werden ihren Trägern einen Überlebensnachteil verschaffen und daher mit ihnen aussterben. Es treten aber auch Veränderungen auf, die (unter den herrschenden Lebensbedingungen) einen Überlebensvorteil bieten. Die Träger solcher Veränderungen haben eine höhere Überlebensrate und erzeugen daher mehr Nachwuchs, der denselben Vorteil wie ihre Eltern genießt. Allmählich wird sich die vorteilhafte Mutation in der gesamten Population durchsetzen, die Art verändert sich.

Ähnlich kann es zur Besiedelung neuer Lebensräume kommen. Es entstehen Individuen, die unter Bedingungen leben können, die am Rand des normalen Ausbreitungsgebiets herrschen und die eine Grenze für die anderen Mitglieder der Population darstellen. Die Besitzer der neu erworbenen Fähigkeit können sich ausbreiten, trennen
sich dadurch von der alten Population, und der Anfang zur Bildung einer neuen Art ist gemacht.

Da die Mutation aber zufällig und ungerichtet auftreten, wird es zu verschiedenen Anpassungen an ähnliche Bedingungen kommen, und die Anpassungen in unabhängigen Gebieten werden von ganz anderen Stammarten ausgehen. Daher findet man auf den verschiedenen Kontinenten der Erde sehr unterschiedliche Tiere und Pflanzen unter den gleichen Standortbedingungen. Die Geschichte der Lebewesen begann mit einfachen Einzellern, und am Ende stehen die Wirbeltiere. An jeder Stufe der Entwicklung steht eine Neuerrungenschaft, die alle Arten der höheren Stufe teilen. Die Verwandtschaft zwischen verschiedenen Organismen lässt sich an Ähnlichkeiten ihres Körperbauplans bestimmen. Je mehr Unterschiede zwischen zwei Arten herrschen, umso entfernter werden sie miteinander verwandt sein. Die Evolution ist der allmähliche Aufstieg von einfachen Formen zu komplexen Organismen, sie sorgt für die Höherentwicklung von Lebewesen. Die neuen Formen sind aber, selbst wenn sie sich im Laufe der Zeit sehr weit von ihren Ahnen entfernt haben, selten so stark verändert, dass sie ihren Ursprung verleugnen könnten. Meist werden bestehende Organe an eine neue Funktion angepasst. Sie verändern dabei ihren Grundaufbau nicht und bleiben dem Ursprungsorgan strukturell ähnlich. Man sagt sie sind ihm homolog. Außer durch Homologien, die an heute lebenden Arten untersucht werden können, kann das Wirken von Evolution auch mithilfe von ausgestorbenen Arten verfolgt werden. Fossilien sind Abdrücke von toten Organismen im Gestein. An ihnen lassen sich oft sowohl anatomische Merkmale von längst ausgestorbenen Pflanzen und Tieren untersuchen als auch Altersbestimmungen durchführen. Man erhält ein Bild vom Aussehen der Organismen, die zu einer bestimmten Zeit der Erdgeschichte gelebt haben.




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