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Biodiesel aus Rapsöl - Referat





Biodiesel aus Rapsöl
Der Text „Biodiesel aus Rapsöl“ von Dieter Bockey und Wolfgang Jantzen, aus dem Jahre 1995 beschäftigt sich mit dem Thema, nachwachsende Rohstoffe, insbesondere am Beispiel des Raps als Energielieferant.

Durch die Krise in der europäischen Landwirtschaft, ökologischen Probleme und der Verteuerung von Energie und nicht erneuerbaren Rohstoffen, wird die Landwirtschaft (?) heutzutage immer stärker dazu gezwungen über Alternativen (als Energielieferante) nachzudenken.

In einigen Gebieten der Erde, beispielsweise in Russland, China und Kanada spielt der Raps als ölliefernde Kulturpflanze bereits eine sehr wichtige Rolle.
Aber auch in Deutschland nimmt die Bedeutung des Raps als einer der nachwachsender Rohstoff immer mehr zu.
Für Landwirte lohnt sich der Anbau von Raps auf Stilllegungsflächen deshalb besonders, da sie hier gleich doppelt verdienen können: ein Landwirt bekommt für die Stillegung einer Ackerfläche gewisse Ausgleichszahlungen, um so den Verlust, den er durch die Stillegung der Flächen macht beheben zu können. Für ihn besteht aber zusätzlich die Möglichkeit, auf diesen Flächen z.b. Raps anzubauen, welchen er dann wiederum an die Industrie verkaufen könnte und somit weitere Einnahmen zu machen.
Weitere Vorteile des Rapsanbaus sind seine positiven Auswirkungen auf den Standort, da er den Boden schon im Herbst große Mengen Stickstoff entziehen kann. Raps durchdringt mit seinen besonders tief im Boden verankerten Wurzeln den verdichteten Boden, welches zu einer Auflockerung und somit zu einer Durchlüftung des Bodens führt.
Die Abtragung von lockeren Bodenteilen der Erdoberfläche durch Wind oder Wasser wird verhindert, da der Raps fast das ganze Jahr (11 Monate) den Boden bedeckt.
Der Anbau von Raps hilft außerdem bei der Drosselung von landwirtschaftlichen Überschussprodukten. Er bietet eine gute Alternative zur Flächenstillegung.

Dass sich Raps züchterisch und gentechnisch sehr leicht verändern lässt, ist ein weiterer Vorteil gegenüber anderen Energielieferanten. Als nachwachsender Rohstoff steht Raps somit in direkter Konkurrenz zu Mineralöl- und Pflanzenölimporten.

Zwar bietet Raps viele Vorteile sowohl im Anbau, als auch im Verbrauch, (Biodiesel, welches aus dem Rapsöl hergestellt wird, ist beispielsweise viel umweltfreundlicher und besser recyclebar als herkömmliches Mineralöl) allerdings sind die hohen Herstellungskosten, sowie Absatzprobleme für angepasste Motoren z.b. beim Einsatz von Biodiesel in Heizkraftwerken und Pflanzenölmotoren ein Problem.

Auch wären durch den Einsatz von Rapsdiesel nicht die zentralen Probleme gelöst, sondern lediglich minimal
vermindert. Rapsdiesel könnte nur ca. 5% des Dieselkraftstoffverbrauchs der BRD ersetzen, und würde somit den CO2 Ausstoß in Deutschland nur um 1,4% senken. (Bei einer Fläche von einer Million Hektar Ackerland. Es müssten also riesige Flächen Raps angebaut werden um daraus einen Nutzen ziehen zu können. Diese Flächen wiederum bräuchten einen besonderen Schutz vor Schädlingen, welcher nur durch den Einsatz von großen Mengen an Pestiziden gewährleistet wäre. Eine so riesige Menge an Pestiziden würde allerdings eine große Gefahr für Grund- und Trinkwasser darstellen.

Ein daraus hervorgehender weiterer Vorteil, wäre die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen und einer Perspektive für die Gesellschaft, vor allen in den ländlichen Räumen. Doch wird bemängelt, dass der großflächige Rapsanbau insbesondere in den neuen Bundesländern zu einer Verarmung der Agrarlandschaft und einer deutlichen Veränderung des Landschaftsbildes.

Abschließend bleibt zu sagen, dass die Nutzung von Biodiesel zwar in vielerlei Hinsicht Vorteile gegenüber der von Mineralöl bietet, der Einsatz und die Herstellung aber heute meist noch sehr teuer ist. Man würde deshalb zur Zeit einen größeren Nutzen daraus ziehen in verbesserte Autokonstruktionen (Motoren) und Öfen zu investieren um so den CO2 Ausstoß zu senken, als riesige Flächen mit ölliefernden Pflanzen zu bebauen.


Dieses Referat wurde eingesandt vom User: SoneX




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