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Berufsbild - Referat



Berufsbild: Forstwirtschaft



Der Begriff Wald- oder Forstwirtschaft bezieht sich auf das Wirtschaften des Menschen innerhalb des Waldes. Der Wald dient heut zu Tage nicht nur noch als Rohstofflieferant sondern erbringt auch Leistungen, die früher nicht so ernst genommen wurden wie heute. Darunter versteht man zum Beispiel den Schutz- und Erholungsraum.
Der oben genannte Schutzraum ist der so genannte Schutzwald. Schutzwald findet man oberhalb von Dörfern in Bergregionen, wo diese zum Schutz der Talbewohner vor Steinschlägen oder Erdrutschen dienen sollen. Wald als Erholungsraum findet man vor allem in Städten. In Dörfern oder Ländlichen Regionen gehört es mittlerweile zur Standartausstattung dazu, dass es mindestens einen kleinen Wald zur Erholung gibt. Ein guter und gepflegter Wald dient auch als Artenschutz. Nicht nur im Sinne von Pflanzen sondern auch Tieren. Für viele Tiere ist es nötig, einen ruhigen Platz zu haben, wo sie sich zurückziehen können. Dafür ist der Wald bestens geeignet. Weiter wichtige Aspekt für einen guten Wald sind der Klima-, Boden- und Wasserschutz. Es wird deutlich, dass ein Wald nicht nur als Rohstoff Lieferant dient, sonder noch viele andere wichtige, jedoch meist nicht gleich auf den ersten Blick deutlich werdende Fassetten hat.
Ziele der Forstwirtschaft sind von Region zu Region unterschiedlich. Außerdem variieren sie meist über einen längeren Zeitraum. Als vor dem Beginn des 19. Jahrhunderts in Mitteleuropa noch Raubbau betrieben wurde, wird jetzt die Holznutzung viel nachhaltiger betrieben. Es hat sich folglich die nachhaltige Form der Holznutzung in Mitteleuropa zugunsten der Menschheit durchgesetzt.
Mittlerweile ist den Waldbesitzern in Deutschland vorgeschrieben, dass sie ihre Wälder nach dem Bundes- und Landeswaldgesetz „ ordnungsgemäß und nachhaltig “ (§11 Bundeswaldgesetz) bewirtschaften müssen. Dabei müssen die Waldbesitzer darauf achten, dass sie den Wald nicht als Rohstoffquelle betrachten. Sie sind verpflichtet den Wald auch so zu führen, dass Arten-, Boden-, Klima- und Wasserschutz berücksichtigt werden. Die heutige Forstwirtschaft erfordert ein Zusammenspiel von ökonomischen und wirtschaftlichen Interessen. Nur so können die unterschiedlichen Ansprüche an den Wald berücksichtigt werden. Das bedeutet also, dass dieses Zusammenspiel verhindern soll, dass es wieder zu Raubbau oder der gleichen kommt. Ökonomische Aspekte werden also mit den wirtschaftlichen gleichgestellt. Keine der beiden Aspekte ist also wichtiger. Da der Wald mittlerweile eine große wirtschaftliche Einnahmequelle ist, kann man nicht auf das Holz verzichten.
Die deutsche Forstwirtschaft unterscheidet in drei Eigentumsarten von Wald.
1.Der Körperschaftswald gehört meist Körperschaften des öffentlichen Rechts wie Gemeinden und Städten oder Universitäten. Der Körperschaftswald macht 23 % des gesamten Waldes in Deutschland aus.
2.Privatwald befindet sich nicht im Eigentum von Gemeinden, Städten, Kirchen oder in der Hand des Staates. Privatwald ist das Eigentum von juristischen oder natürlichen Personen. In Deutschland macht der Privatwald mit rund 47 % der Waldfläche den höchsten Besitzanteil aus.
3.Wälder im Eigentum des Staates nennt man Staatswälder, nach Zählungen umfasst dieser rund 30 % der Waldfläche in Deutschland.
Durch diese Einteilung wird die Funktion des Waldes gesichert. Jedoch hat jedes Bundesland diese Aufgabe selbst, die Strukturen werden mit Hilfe des Landeswaldgesetzes eingeteilt.
Die Berufe die mit der Forstwirtschaft zu tun haben, eignen sich vor allem für Leute, die technisches Verständnis mitbringen. Es ist wichtig dieses zu haben, um Probleme klären zu können. Technisches Verständnis ist in sofern wichtig, da man verstehen muss wie Maschinen funktionieren. Außerdem sollte man schon Vorwissen im Bereich der Betriebswirtschaft besitzen. Dieses wird benötigt, um im späteren Berufsleben allein handeln zu können. Der Wald ist nämlich wie ein Betrieb. Er dient als Lieferant für Holz und in sofern bringt er auch Geld ein. So kann man als Forstwirtschaftsleiter nicht einfach beschließen, die Hälfte des Waldes zu fällen. Demnach wäre nicht sehr gut gehandelt worden.
Um die Gesetze im Bundeswaldgesetz verstehen zu können, muss man ein juristisches Wissen haben. Es ist nicht sehr einfach Gesetze zu verstehen und danach zu handeln. Dafür zu sorgen, dass nicht wieder Raubbau betrieben wird, sind kaufmännische Fähigkeiten gefordert. Kaufmännische Fähigkeiten dienen zum einen dafür, dass man versteht, wie man gut handelt und dafür sorgt, dass ein Betrieb nicht in den Bankrott geht. Da viele Jobs der Forstwirtschaft auch mit Verwaltung zu tun haben, ist es von Vorteil, umfangreiche Kenntnisse in diesem Bereich zu haben.
Forstwirtschaft und die dazu gehörigen anderen Tätigkeiten kann man an einer Universität oder einer Fachhochschule studieren. Im Studium an einer Universität ist das Berufsfeld danach eher theoretisch veranlagt. Nach dem Studium können die Akademiker einer Universität als Forstwissenschaftler arbeiten. Meist sind diese Personen an Universitäten in Forschergruppen oder in Naturparks wieder zu finden. Nach einer Referendarszeit die zwei Jahre beträgt, können sie in den höheren Forstdienst eintreten. Die meisten Studenten einer Universität übernehmen meist eine leitende Position in Forstämtern oder in der Verwaltung.
Im Bachelor - Studiengang der Forstwirtschaft gibt es viele Inhaltliche Punkte die bearbeitet werden. Zu allererst werden die Grundlagen der Biologie, Mathematik und Physik übermittelt. Die Steuerung eines Forstbetriebes bedeutet, wie man dafür sorgt, dass ein Wald nach den oben benannten Kriterien bewirtschaftet wird. Im Wald dafür zu sorgen, dass der Wald nicht verschwindet weil nicht für genügend nachwachsende Bäume gesorgt ist lernt man ebenfalls das Produkt- und Ressourcenmanagement. Viele etwas kleinere Themen machen das Studium sehr umfangreich. Die Standortlehre hilft einem dabei zu entscheiden wo ein Wald unbedingt nötig ist. Wie zum Beispiel an den Hängen eines Berges in der Nähe einer besiedelten Gegend. Außerdem ist es wichtig zu wissen, wo kranke Stücke eines Waldes beseitigt werden können. Um sich im Wald mit den unterschiedlichsten Pflanzen und Bäumen auseinander setzen zu können, ist die Forstbotanik ein weiters Thema des Studienganges. Klimatologie und Forstmeteorologie befassen sich mit dem Thema Klima und der Auswirkung des Wetters
auf den Wald. Die typische Inventur wie man sie auch aus Geschäften kennt gibt es auch im Wald. Wie solch eine organisiert, durchführt und auswertet ist ebenfalls ein Bestandteil des Studiums. Diese laufen meist nach Schätzungen ab und heißen Waldinventuren. Tiere im Wald sind völlig normal. Also muss man diese kennen lernen und sie verstehen können. In dem Bereich Zoologie ist dieses sehr gut möglich. Tiere können wie Menschen krank werden. Es gibt viele tödliche, ansteckende Krankheiten die vor der Ausbreitung behindert werden müssen. Die Jagkunde gibt einen guten Überblick über dieses komplexe Thema und erklärt einem wann und wie viele Tiere getötet werden dürfen. Das letzte Thema des Studiums ist das Forstrecht. Man soll verstehen können, warum diese Gesetze gibt und wie man sie im Wald berücksichtigt. Die Dauer des Studienganges beträgt acht Semester.
Im Bereich der Forstwirtschaft gibt es auch einige Masterstudienangebote. Man kann sich nach dem Bachelor – Studiengang für weitere Themen entscheiden. Forst- und Kommunalwirtschaft, Geografische Informationssysteme, Landschaftsmanagement, Tropische Forstwirtschaft, Internationaler Holzhandel.
In Deutschland gibt es an verschiedenen Standorten die Möglichkeit Forstwirtschaft zu studieren. Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Georg-August-Universität Göttingen, Technische Universität München in Freising und an der Technischen Universität Dresden in Tharandt bei Dresden.
Nach einem Studium an einer Fachhochschule stehen einem die gleichen Möglichkeiten offen. Nachdem das Studium absolviert und bestanden hat kann man nach einer einjährigen Anwärterzeit die Laufbahnprüfung für den gehobenen Forstdienst ablegen. Im höheren Forstdienst hat man mehrere Möglichkeiten und ein besseres Einkommen. Das Fachhochschulstudium ist viel praxisorientierter. Somit übernehmen einige die Leitung eines Forstreviers oder gehen den verwaltungstechnischen Tätigkeiten nach. Der gesamt Studiengang an einer Fachhochschule konzentriert sich viel mehr auf die praktische Waldbewirtschaftung und die betriebstechnische Durchführung forstliche Maßnahmen.
Die Inhalte eines Forstwirtschaftsstudiums sind fast identisch mit denen des Universitätsstudiums. Es kommt die Wildökologie dazu die sich mit den Beziehungen von dem Jagdrecht unterliegenden Säugetieren und Vögeln mit ihrer Umwelt beschäftigt. Die Boden- und Holzartenkunde sollen helfen, sich auch ohne Bestimmungsbuch oder der gleichen durch den Wald zu begeben. Da das Studium praxisorientierter ist wird auch der Arbeitsschutz vertieft. Bei de Arbeit im Wald mit Maschinen sind nämlich wichtige Vorkehrungen zu treffen.
Auch nach Fachhochschulstudium gibt es die Möglichkeit sich in weitern Themen zu vertiefen. Waldbautechnik, Waldmanagement, Betriebsführung, Waldökologie sind einige Beispiele. Fachhochschulen gibt es in Deutschland ebenfalls an verschiedenen wie zum Beispiel die Hochschule Weihenstephan - Triesdorf in Freising, Fachhochschule Eberswalde, Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg, Fachhochschule Erfurt, Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, FH Hildesheim/Holzminden/Göttingen in Göttingen (Fakultät Ressourcenmanagement).
Nach dem Studiengang an der Universität und der Fachhochschule gibt es verschiedene Möglichkeiten mit der Arbeit anzufangen. Man kann als Forsttechniker, Forstwirt/Forstwart, Forstfacharbeiter, Forstwissenschaftler, im gehobenen Forstdienst oder im Bereich der Papier- und Holzindustrie anfangen.
Die Beruflichen Chancen sind im öffentlichen Bereich wie der Verwaltung in Förstereien, der Holz- und Papierindustrie, im Umweltschutz, in der Forschung an Universitäten oder Naturparks gegeben. Zurzeit ist der Arbeitsmarkt in Niedersachsen jedoch nicht so gut.
Auch in dieser Branche gibt es gute Aufstiegsmöglichkeiten. Während ein Forstwirt zwischen 1200 und 2500€ verdient ist der Forstwirtmeister mit einem Gehalt zwischen 2200 und 3300€ schon recht gut bezahlt. Ein Forstwirttechniker hat das höchste Einkommen. Er verdient zwischen 2200 und 3500€ (alle Angaben in brutto).
Es gibt einige Aspekte, die für die Wahl des Studiengangs sprechen aber auch einige die dagegen sprechen. Vorteile sind zum Beispiel, dass man der Natur bei vielen Dingen hilft. Außerdem ermöglicht dieser Studiengang einem viele Wege danach. Es ist folglich möglich in vielen Brachen anzufangen da auch Personal gesucht wird.
Der zwang einen Jagdschein zu besitzen bringt einen Automatisch zum Tiere töten. Dieser wird zwar in vielen der Berufe nicht mehr nötig sein aber im Studium angefordert. Außerdem ist die Arbeitsplatzzahl in Niedersachsen nicht sehr gut.
Auslandsaufenthalte sind gut möglich. In anderen Ländern mit viel Wald, also vor allem im Norden, werden qualifizierte Mitarbeiter gesucht. Wie man weiß, nehmen Firmen im Ausland sehr gerne deutsche Studenten „ made in Germany “.
Um auf die Chancen der Männer und Frauen einzugehen lässt sich sagen, dass sie gleichberechtigt behandelt werden. Es wird also niemand bevorzugt. Die körperliche Arbeit die auf einem zukommt spricht jedoch ehr für Männer. Frauen setzen sich aber immer mehr durch. Sowie in anderen Handwerklichen Berufen auch.

Zum Abschluss lässt sich sagen, dass der Studiengang Forstwirtschaft vor allem für Personen geeignet ist, die gerne in der Natur tätig sind und sich für alles was mit dem Wald zu tun hat interessieren. Man sollte keine scheu vor körperlicher Arbeit haben. Außerdem sollte man eher praktisch veranlagt sein.












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