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Beethoven und seine 9. Sinfonie - Referat



Er ist 1770 in eine Musikerfamilie hineingeboren und dadurch fing der kleine Beethoven schon mit 4 Jahren, aufgrund seines Vaters an Klavier, Violine und Orgel zu spielen. 3 Jahre darauf hielt er sein erstes Konzert und mit 12 Jahren hatte er auch schon seine erste eigene Komposition mit dem Künstlernamen „Louis van Beethoven“ veröffentlicht. Da sein Vater nicht sehr fürsorglich genug war, weil er an Alkoholsucht litt, musste Beethoven schon mit 12 Jahren anfangen Geld zu verdienen. Mit 17 Jahren reist er nach Wien um dort ein Studium anzufangen, was er jedoch abbrechen muss, weil seine Mutter genau in der Zeit stirbt. Aus dem Grund muss er wieder zurück nach Bonn, um für die Familie mit den zwei anderen Kindern zu sorgen, da der Vater nicht mit im Stande ist, die Familie zu führen. In dieser Zeit kommt er mit einer reichen Witwe in Kontakt, deren Kinder er unterrichten kann. Dadurch bekommt er die Aufmerksamkeit des Joseph Haydn, der ihn dann 1792 zu sich nach Wien einlädt, was Beethoven dann auch annimmt. Zu seinem Glück starb 1791 Mozart, wodurch sich für ihn die Chance stellte, ein neuer, großer und beliebter Idol der Stadt zu werden, welches er sich auch nicht entgehen hat lassen. Für sein außergewöhnliches Talent wurde er reichlich bezahlt. Bis er jedoch merkte, dass etwas mit seinem Gehör nicht mehr stimmt. Die Antwort vieler Ärzte war dieselbe: Die Krankheit ist unheilbar und es wird bis zum ganzen Hörverlust gehen. Dies machte aus Beethoven einen anderen Menschen. Er wurde mürrisch, argwöhnisch und bekam immer mehr unerklärliche Zornesausbrüche, bis es ihn 1802 bis zum Selbstmord rückte, was aber scheiterte.

Aufgrund einer Empfehlung seiner Ärzte, zog er sich 1802 für ein halbes Jahr in Heiligenstädte, welches ein kleines Winzerdorf war, zurück. Als er kurz darauf dann jedoch merkte, dass so ein isoliertes Leben, nichts bei seiner Taubheit nützt, kehrte er zurück. In dieser Zeit schrieb er Briefe an seine zwei Brüder, beschrieb seine Qualen und seine Verzweiflung. Die Briefe wurden jedoch niemals abgeschickt, und erst nach seinem Tode gefunden.

Das Heiligenstädter Testament
Auf einem Bogen mit vier Seiten, mit der deutschen Fraktur-Schreibschrift.

In dem Testament stehen Beethovens Gefühle klar und deutlich da. Er schreibt, dass er mehr Verständnis und mehr Hilfe von den Mitmenschen gewollt hätte, und dass sie auch keine Vorurteile über ihn hätten fällen sollen, weil es schwer für ihn war alles zu verkraften. Die Ärzte gaben ihm Hoffnungen, dass sich sein Zustand verbessern würde, und betrogen ihn somit. Er erzählt auch, dass er schlecht den Menschen sagen könnte, dass sie lauter sprechen, sogar schreien sollten. Aus dem Grund, weil er taub war und egal ob er will oder nicht will, es so annehmen musste. Er fühlte sich allein, weil er nicht mehr ein Teil der Gesellschaft sein konnte, sagt sogar, dass er wie ein Verbannter leben musste. Wegen alledem war er am Verzweifeln und wollte sich das Leben nehmen. Was ihn davon abhielt, war nichts außer die Kunst.
Seine zwei Brüdern Karl und Johann bittet er Professor Schmidt zu sagen, er solle dieses Testament veröffentlichen, damit sich die Welt nach seinem Tod wieder mit ihm versöhnen könne. Auch sagt er beiden, dass sie das ganze Geld was von ihm übrig bleibt, untereinander aufteilen sollen.
Ein Wunsch von ihm war, dass die Instrumente des Fürst Lichnowsky bei einem von den Brüdern bleiben soll. Doch erläutert er, wenn es einem von beiden auch nützen könnte, sollten sie es verkaufen.

Ein Jahr nachdem er sein letztes Werk veröffentlichte, also 1826 starb er an Leberzirrhose. An dem Tag seiner Beerdigung wurden an den Schulen Schulfrei erteilt und es kamen um die 20.000 Menschen.

Werke

Seine Werke umfassen über 650 Kompositionen. Er hat Orchestermusik geschrieben, Konzerte mit Klavier oder Violinen, Kammermusik, in denen die 32 Klaviersonaten beeinhaltet werden. Er hat eigene Klaviermusik geschrieben, für 2 und 4 Hände. Auch hatte er Geistliche Musik, Bühnenwerke, wie Oper oder Schauspielmusik und übrige Vokalmusik, wie Gesangswerke mit Orchesterbegleitung.

Sinfonie
Ist seit dem 17. Jahrhundert als Instrumentalmusik bekannt

Eine Sinfonie, griechisch zusammenklingend, harmonisch, besteht aus unterschiedlichen Sätzen die von einem Orchester gespielt werden. Es wird auch ein mehrstimmiges Orchester genannt. Meistens besteht eine Sinfonie aus 4 Teilen, die man Sätze nennt.
Der 1. Satz, oft auch Kopfsatz genannt, ist die Sonatensatzform. Das Tempo
ist schnell, wie zum Beispiel das Allegro und sie spielt in der Grundtonart.
Der 2. Satz ist die Lied Form und sie spielt langsam, zum Beispiel Andante. Die Tonart ist Dominant, Subdominant, Durparallel oder Mollparallel.
Der 3. Satz wird Menuett oder Scherzo genannt. Mittelschnell oder schnell bis sehr schnell kann es gespielt werden. Tanzartig kann man schon sagen. Die Tonart ist genau wie bei dem ersten Satz in der Grundtonart.
Der 4. Satz ist das Finale, man kann es auch Variationen Form nennen. Das Tempo ist sehr schnell und in der Grundtonart geschrieben.

9. Sinfonie
Bei der 9. Sinfonie handelt es sich um die Vertonung eines Gedichtes von Schiller, welches Beethoven sehr geliebt hatte. Insgesamt soll es 6 Jahre gedauert haben, da er immer alles perfekt haben wollte und es somit immer wieder durchgegangen und verbessert hat.

Aufbau
Die 9. Sinfonie hat eine Länge von 70 Minuten und ist in 4 Sätze eingeteilt. Der 1. Satz ist 18, der zweite 12, der dritte 20 und der letzte 25 Minuten lang.
Der 1. Satz hat gar keine richtige Melodie und keinen andauernden Rhythmus, sondern Beethoven benutzt alle Klangfarben und Register eines Orchesters und spielt mit denen. Das Orchester wird mal laut, mal langsam, mal steigert es sich oder ist ganz sanft, aber dann hat es auch mal einen harten Klang.
Der kürzeste Satz, ist der 2. Satz. Hier stehen die Geigen im Vordergrund, die so klingen als würden sie sich streiten und in Schimpfkanonaden hineinsteigern.
Der 3. Satz hat einen total anderen Stil, da hier das Orchester zu schweben scheint. Die Trommler kommen gar nicht zum Einsatz und die Melodie besteht aus lang gezogenen Tönen, indem alle Töne ineinander fließen.
Der Entscheidende Satz war der 4. durch den die 9. Sinfonie erst so weltberühmt wurde. Bis dahin war die Sinfonie ein einfaches Klangerlebnis, dass alle Funktionen eines Orchesters ausnutzte.
Am Anfang werden noch kurz paar Motive von den anderen Sätzen eingesetzt, die dann jedoch gleich wieder aufhören. Dann fängt langsam, aber sicher die Tonfolge von ‚Freude schöner Götterfunken‘ an, welches dann in ständig zunehmender Besetzung wiederholt wird.
Nach 7 Minuten bringt Beethoven auch Einzelstimmen mit ein und eine weitere Klangfarbe mit dem Chor, dass sich dann zum Ende zu einem gewaltigen Ganzen steigert.
Schwierigkeiten
Man sollte bedenken, dass er während er die 9. Sinfonie geschrieben hat, völlig taub war. Beethoven soll schon in seinen jungen Jahren so ein exzellentes Gehör haben sollen, dass er gleich alle Töne verstehen und aufschreiben konnte.
Bei der Aufführung seines Werkes, konnte er nicht einmal den Applaus wahrnehmen, bis ihm eine Sängerin ein Zeichen gab, sich umzudrehen und es genießen zu sollen.

Wirkung von dem Publikum
Die Aufführung hatte anscheinend viele Spielfehler, die das Publikum jedoch sehr enthusiastisch entgegen genommen hat. Sein Werk ging um die ganze Welt und war sogar in China oder Russland keine Seltenheit mehr.
Kein Werk, außer das von Beethoven, hat in der Weltgeschichte so eine große Wirkung erreicht. Seit dem ersten Tag der Veröffentlichung hat es seine gute Botschaft an die Menschen vermittelt, was sich auch nach dem 2. Weltkrieg deutlich gezeigt hat. Denn da hat Bernstein das Wort ‚Freude‘ in Freude schöner Götterfunken, mit dem Wort ‚Freiheit‘ ersetzt, welches er mal im Osten und mal im Westen aufführte. Kein anderes Werk kam zu der Zeit sinnvoller vor, als die 9. Sinfonie von Beethoven.




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