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Beate Uhse Biografie - Referat



Beate Uhse:

Beate Uhse-Köstlin (* 25. Oktober 1919 in Cranz, Ostpreußen, † 16. Juli 2001 in St. Gallen, Schweiz) war eine deutsche Pilotin und Unternehmerin. Die erste und einzige Stunt-Pilotin Deutschlands in den 1930er Jahren gründete nach dem Zweiten Weltkrieg den ersten Sex-Shop der Welt. Heute ist die börsennotierte Beate Uhse AG der weltweite Marktführer im erotischen „Zubehörhandel“. Nach ihr wurde auch ein Erotikkanal von Premiere benannt, Beate UhseTV.
Beate Uhse war das jüngste von drei Kindern des Landwirts Otto Köstlin und der Ärztin Margarete Köstlin (eine der fünf ersten Ärztinnen Deutschlands).
Nach ihrer Karriere als Pilotin, stieg sie ins Geschäftsleben ein. Die junge Witwe musste einen Weg finden sich und ihren Sohn zu ernähren. Erst schlägt sie sich mit Schwarzmarktgeschäften durch. Ihre Produkte verkauft sie von Tür zu Tür und lernt dabei viele Hausfrauen und ihre Schwierigkeiten kennen: Die Kriegsrückkehrer wie ihre Frauen haben ein Bedürfnis nach Sexualität. Doch die Frauen hatten Angst Kinder zu bekommen, da nach dem Krieg kein Einkommen und keine Wohnung bestand. Beate Uhse suchte deshalb, Informationen über die Verhütungsmethode nach Knaus-Ogino und gab kurz darauf eine Broschüre heraus, die beschrieb, wie Frauen ihre frucht- und unfruchtbaren Tage berechnen konnten.
1951 gründete sie gemeinsam mit vier Angestellten das „Versandhaus Beate Uhse“. Im Angebot sind Kondome und Bücher zum Thema „Ehehygiene“. Bereits 2 Jahre später hat die kleine Firma 14 Angestellte.
1962 eröffnete sie in Flensburg ihr „Fachgeschäft für Ehehygiene“ – den ersten Sex-Shop der Welt. Auf Anraten ihres Anwaltes eröffnet sie das Geschäft zu Weihnachten; ihr Anwalt hatte argumentiert, dass zur Weihnachtszeit empörte Bürger keine Übergriffe durchführen würden, und nach der Weihnachtszeit werde sich die Empörung abgekühlt haben - ein Kalkül, das aufging. In ihrem Geschäft und im Katalog bietete sie immer mehr „Artikel für die Ehehygiene“ an. Es dauerte nicht lange und die Polizei machte auf Anzeige besorgter Bürger Jagd auf diejenigen ihrer Artikel, die „der unnatürlichen, gegen Zucht und Sitte verstoßenden Aufpeitschung und Befriedigung geschlechtlicher Reize“ dienen. Über 2000 Anzeigen
wurden bis 1992 gegen ihr Geschäft eingereicht. Auch anderweitig erlebte Beate Uhse wegen ihres Geschäfts Benachteiligungen: Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels verweigerte ihrem Stephenson Verlag den Eintritt „wegen sittlicher Bedenken“ und der Flensburger Tennisclub wolltesie wegen „allgemeiner Bedenken“ nicht als Mitglied akzeptieren.
1996 macht sie ihren langjährigen Traum wahr und eröffnet mitten in Berlin das Beate-Uhse-Erotikmuseum. Drei Jahre später, 1999, geht die Beate-Uhse-AG an die Börse, was die Finanzwelt mit großem Interesse quittiert. Die Aktie wird 64-fach überzeichnet. Begehrt sind wegen der Abbildung zweier fast nackter Frauen auch die effektiven Stücke der Aktien.
Beate Uhse stirbt im Juli 2001 in einer Schweizer Klinik an den Folgen einer schweren Lungenentzündung.
Neben Oswalt Kolle ist Beate Uhse eine der wichtigsten Personen der sexuellen Aufklärung im deutschsprachigen Raum. Sie erhält 1989 das Bundesverdienstkreuz, 1999 wird sie zur Ehrenbürgerin der Stadt Flensburg ernannt.

Dieses Referat wurde eingesandt vom User: Barti




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