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Barockmusik - Referat



Die Periode der Barockmusik ist etwa gleich mit der allgemeinen Kunstepoche des Barock vom 17. Jahrhundert bis zur Mitte des 18. Jahrhunderst. Jedoch wird die musikalische Epoche oft mit der Schaffenszeit Monteverdies am Anfang des 17. Jahrhunderts sowie dem Tod Johann Sebastian Bachs 1750 als Beginn- und Endzeitpunkt definiert. Die Musik des Barock folgte auf die Renaissance und wurde von der Klassik abgelöst.

Zu den allgemeinen Merkmalen zählt, dass Menschendarstellung statt Textdarstellung ins Zentrum rückte und der Übergang von der Dominanz der Vokalmusik (bis Renaissance) zur Dominanz der Instrumentalmusik (Klassik). Außerdem zählt die Einführung des Generalbasses in den Kompositionen Claudio Monteverdis und die spätere durchgehende Verwendung des Generalbasses zu den allgemeinen Merkmalen der Barockmusik. Deshalb wird die Periode der Barockmusik auch als Generalbasszeitalter bezeichnet.

Die Barockmusikzeit wird oft in drei weitere zeitliche Abschnitte gegliedert. Diese Gliederung beginnt mit dem Frühbarock (1560 bis 1620) welche von der Mehrchörigkeit, der Verselbständigung der Instrumentalmusik und Ausbildung des konzertierenden Prinzips geprägt ist. Zu den Vertretern des Frühbarocks zählen beispielsweise Orlando di Lasso, Claudio Monteverdi und Johann Hermann Schein. Auf den Frühbarock folgt der Hochbarock (1620 bis 1680) welche von neuen Forme der Oper, des Oratoriums, der Kammermusik oder der Suite geprägt ist. Außerdem zählt der Hochbarock zum Höhepunkt des Konzertierenden Prinzips. Vertreter des Hochbarocks sind zum Beispiel Heinrich Schütz, Samuel Scheidt und Jean-Baptiste Lully.
Den Schluss der Barockmusikzeit bildet der Spätbarock (1680 bis 1740). Dabei ist die Bildung zu allgemein gültigen Typen von Kompositionen wie zum Beispiel Da-capo-Arie, Concerto grosso, Solokonzert; Sonate,Fuge, Suite merkmaltragend. Arcangelo Corelli, Antonio Vivaldi, Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach sind beispielsweise Vertreter des Spätbarocks.

Weitere Merkmale der Barockmusik sind vor allem die bereits genannte Kompositionen in den neuen Musikformen (Oratorium, Oper, Kantate, Menuett, Sonate und Passion), der Einsatz des Generalbasses und die Ablösung der Instrumentalmusik von Gesang.
Dies ermöglichte somit weitere neue Formen. Gleichzeitig verlor der Inhalt der Kompositionen an Bedeutung und das Formale der Musik rückte mit Einsatz der Instrumentalität häufig in den Mittelpunkt (sehr deutlich bei der Gattung der Fuge).Die Mehrstimmigkeit wurde im Barock durch den darunter gelegten Generalbass erweitert. Jedoch war dessen Stimme nur ungenau festgelegt und wurde somit häufig improvisiert.
Verwendet wurden dafür Bassinstrumente wie das Cembalo oder Laute, aber auch Fagott und Cello.
Weitere wichtige Musikinstrumente im Barock sind die Orgel und barocke Versionen der noch heute bekannten Streich- und Holzblasinstrumente. Diese klangen leiser und weicher als die heutigen Formen und entsprachen damit dem vorherrschenden Ideal möglichst ähnlich der menschlichen Stimme zu klingen.

Zum Stil der Barockmusik zählt die Affektenlehre und Rhetorik, das bedeutet es gibt ein feststehendes "Vokabular" aus Motiven, Figuren und Symbolen des musikalischen Ausdrucks. Zum Beispiel ein musikalisches Symbol ist # welche das Kreuz Christi symbolisiert.
Außerdem löste die Dur-Moll-Tonalität mit tonalen Spannungen, harmonischen Zentren und einer gleichschwebend temperierten Stimmung die Kirchentonarten ab.
Zu dem wurden feste Taktarten mit einer regelmäßigen Folge von schwer-leicht Betonung eingeführt.

Heute wird die Barockmusik fast genauso häufig verkauft und aufgeführt wie die Musik aus anderen Epochen. Jedoch wurde die Musik des Barock lange Zeit als veraltet angesehen und wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts wieder entdeckt. Sie zählt heute zur sogenannten Alten Musik. Häufig wird Johann Sebastian Bach als Vollender des musikalischen Barock betrachtet.





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