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Bakterien - 6.Version - Referat



1. Was sind Bakterien

Bakterien sind kleine Lebewesen, Mikroorganismen, welche nur aus einer Zelle bestehen. Sie sind so klein, dass sie für das menschliche Auge nur mit einem Mikroskop sichtbar gemacht werden können. Es gibt verschiedene Stämme und sie können nach unterschiedlichen Erscheinungsformen unterschieden werden. Die häufigsten Vorkommnisse haben kugelförmige, stäbchenförmige und spiralförmige Bakterien. Außerdem unterscheiden sich diese Mikroorganismen in ihrer Größe von durchschnittlich 1-10 Mikrometer Bakterien können sich sehr schnell durch Zellteilung, asexuell, vermehren. Bei guten Verhältnissen verdoppeln sie sich schon innerhalb von 20 Minuten. Von diesen spricht man bei 20-40°C, aber es gibt auch Spezialisten, welche unter extremen Situationen überleben.

Kommt ein Bakterium in eine ungünstige Lebensbedingung, können einige unter ihnen Sporen bilden. In dieser Form ist es sehr widerstandsfähig und inaktiv, da kein Stoffwechsel stattfindet. Bei günstiger Milieuveränderung wird das Bakterium wieder aktiv und beginnt mit der Teilung.

2. Entdeckung von Bakterien

Anthony van Leewenhoek war der erste Mensch, welcher Bakterien entdeckte. Er lebte von 1632 bis 1729. Mit Hilfe eines Mikroskops entdeckte er schon 1678 Bakterien in Regenwasser, welches er zuvor mit Pfeffer versetzt hatte.

Außerdem entdeckte Louis Pasteur, dass Bakterien nicht hitzebeständig sind. Daraus entwickelte er den Prozess des Pasteurisierens. Das meint, dass er Lebensmittel, wie z. B. Wein und Essig, auf 55°C erhitzte, wodurch die Bakterien abstarben und die Haltbarkeit der Lebensmittel sich verlängerte.

3. Aufbau eines Bakteriums

Bakterien bestehen aus verschiedenen Bestandteilen. Jede Bakterie hat eine Erbsubstanz in dieser ist die DNA enthalten. Dann gibt es noch die Zelleinschlüsse wie Vesikel und Granula. Ein Vesikel schließt Teilchen ein die aus der Zelle hinaus geschleudert werden sollen und das Granula dient als Speicherdepot. Die Speicherstoffe gehören zu den Einschlüssen. Plasmide sind in Bakterien vorkommende kleine, ringförmige DNA-Moleküle. Im Zellplasma schwimmen wichtige Bestandteile. Die Geißeln sorgen für den Antrieb der Bakterien. Die Zellwand schützt die Bakterie. Das Zellmembran ist eine Hülle für eine Bakterie und es ist dafür verantwortlich welche Stoffe rein und raus dürfen. Zur Zellatmung ist die Membraneinstülpung vorhanden

4. Gute und böse Bakterien

Bakterien können in solche mit schädlicher und nützlicher Wirkung für den Menschen unterschieden werden.

Es gibt verschiedene bakterielle Prozesse, die genutzt werden für die Herstellung von Lebensmitteln und Medikamenten, in Kläranlagen oder im Verdauungstrakt.
Im Darm sind Bakterien angesiedelt, welche sich um die menschliche Verdauung kümmern und deswegen wichtig für die Gesundheit sind. Sie sind auf der gesamten Darmflora verteilt und halten den Stoffwechsel in Takt. Dies funktioniert, indem die Bakterien selbst ihren Stoffwechsel mit den hier vorhandenen Substanzen betreiben. Die so genannten Milchsäurebakterien werden beispielsweise für die Produktion von Joghurt, Quark oder Sauerkraut genutzt. Der Käse erhält seine Löcher durch Gase, welche während dem Reifungsprozess gebildet werden. Das bekannteste Beispiel für die Erzeugung von Medikamenten mit Hilfe von Bakterien ist Insulin. Es ist ein Hormon und wird für die Behandlung von Diabetes gebraucht.
Genetisch veränderte Bakterien produzieren dabei Insulin, welches Menschen einnehmen können. Ihre Hauptaufgabe in der Natur ist der Abbau toter Substanzen. Unter Substanzen versteht man die Bestandteile von etwas, Stoffe. Deswegen sind diese Mikroorganismen auch für den Einsatz in Kläranlagen geeignet. Sie helfen bei der Reinigung, indem sie Stoffe umwandeln und abbauen.

5. Kampf gegen Bakterien

Es gibt aber auch Bakterien, welche nicht gut für den menschlichen Körper sind. Diese nennt man auch Krankheitserreger, da sie Krankheiten und Infektionen auslösen können. Einige dieser sind: Tetanus, Keuchhusten, Syphilis, die Lebensmittelvergiftung und Tuberkulose.

Tetanus beispielsweise bezeichnet die Erkrankung, bei der eine Wunde durch Kontakt mit Dreck mit Bakterien infiziert wird. Diese geben einen Stoff ab, der zu starken Muskelkrämpfen führt. Wenn nichts dagegen unternommen wird, ist Tetanus nach kurzer Zeit tödlich. Heutzutage gibt es gegen diese Infektion eine Impfung.

Bakterielle Krankheiten oder Infektionen können außerdem mit Antibiotika behandelt werden. Heute sind verschiedene Antibiotika bekannt, welche unterschiedlich am Bakterium wirken, indem sie es töten oder die Zellteilung hemmen. Das erste Antibiotikum, Penicillin, wurde von Alexander Fleming entdeckt. Es wurde von einem Schimmelpilz gewonnen, welcher es selbst als Abwehr gegen Bakterien verwendet. Nebenwirkungen bei der Einnahme sind, dass das Antibiotikum auch die nützlichen Bakterien im Darm abtötet. Außerdem werden immer mehr Bakterien gegen Antibiotika resistent. Deswegen werden Impfungen gegen bakterielle Krankheiten/Infektionen immer wichtiger. Bei Kinderlähmung, Masern und Pocken ist dies beispielsweise möglich.




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