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Ausarbeitung über Handball (Sport) - Referat



Gliederung
Einleitung
Geschichte und Verbreitung
Grundlagen des Handballs
System
Wurftechniken
Ausführung von Würfen
Fouls und Strafen
Quellen

Einleitung
„Ein Handballer ist der perfekte Athlet!“. Handball ist für mich ein Hochleistungssport, bei dem einem Spieler sehr viel abverlangt wird. Er muss schnell, kräftig und ausdauernd sein und zusätzlich ein sehr hohes Maß an Reaktion und richtigem Entscheidungsverhalten besitzen.
Da sehr vielen Handball so gut wie „unbekannt“ ist, möchte ich mit meiner GFS zeigen, was hinter dem Sport steckt und ihnen so ermöglichen, die Regeln und das Spiel allgemein besser zu verstehen.

Geschichte und Verbreitung

Vorläufer des Handballs gab es bereits in der Antike. Auch (ca. 130-200 n. Chr.) wird von einem Ballspiel der Römer namens „Harpaston“ berichtet, dessen Spielidee eine Mischung aus Rugby und Handball war: 75 Schritte hinter der Mittellinie befand sich eine weitere Linie, hinter die der Ball durch schlagen, fangen oder werfen befördert werden musste.
Doch die eigentlichen Vorformen des Handballs entwickelten sich im 19./20. Jahrhundert. Max Heise entwickelte 1915 ein Turnspiel namens „Torball“, welches extra für Frauen und Mädchen entwickelt wurde, damit diese sich austoben konnten, ohne einen körperbetonten Sport, wie z.B. Fußball zu betreiben. Zusätzlich zu „Torball“ gab es auch ein Spiel aus Dänemark, namens „Haandbold“, welches dem Handball sehr ähnlich ist. Die ‘offizielle‘ Geburt des Handballs war im Oktober 1917, als die ersten Regeln durch Max Heise festgelegt wurden. Er benannte sein Turnspiel „Torball“ um zu „Handball“. Max Heises Spiel wurde ab diesem Zeitpunkt immer weiter entwickelt. Es wurde als Feldhandball auf dem Rasen gespielt und erst in den 50er Jahren in die Halle verlegt, als die klimatischen Bedingungen in Europa zu schlecht waren. Doch mit den Regeln des Feldhandballs kam man in der Halle nicht zurecht; so wurde kurzerhand das Spielfeld angepasst und auch die Spielszenen wurden immer trickreicher und abwechslungsreicher. 1936 wurde die Sportart „Handball“ in den Olympiakader aufgenommen (zu diesem Zeitpunkt allerdings noch als Feldhandball) und 1972 wurde bei den olympischen Spielen in München erstmals Hallenhandball gespielt.
Handball ist vor allem in Europa beliebt, da es eine sehr junge Sportart ist und es deswegen in vielen Ländern schon andere Sportarten gibt die dominieren. Zu den Hochburgen des Handballs zählen die skandinavischen Länder und Deutschland, wobei in neuerer Zeit auch Frankreich und Spanien als Hochburgen dazu kamen.
Heute wird neben dem ‘normalen‘ Hallenhandball auch Feld- und Beachhandball gespielt, was sich allerdings mit den Regeln vom Hallenhandball unterscheidet.

Grundlagen des Handballs

Grundsätzliches:
Ziel des Spieles ist, den Ball ohne Regelverstoß über die Torlinie ins Tor zu befördern. Dabei muss der Ball die Torlinie komplett überschreiten.

Spielfläche:
Ein Spielfeld wird durch die Mittellinie in zwei Hälfte unterteilt. Die Längsseiten dieser Hälften sind die Seitenlinien und die Breitseiten sind die Torauslinien. Die Linien unter der Torlatte, also zwischen den beiden Pfosten, werden Torlinien genannt. Parallel zur Torlinie befindet sich die Torwartgrenzlinie. Das gesamte Spielfeld ist 40m x 20m groß und besitzt eine rechteckige Form. Die Tore sind 2m hoch und 3m breit und müssen in deutlich kontrastierenden Farben gestrichen sein. Jedes Tor muss ein Tornetz besitzen. Vor jedem Tor befindet sich der sogenannte ‘Torraum‘. Dieser wird durch eine Torraumlinie begrenzt. Diese Linie ist ein Halbkreis mit dem Radius 6m um das Tor herum. Die Freiwurflinie ist ein Halbkreis mit einem Radius von 9m um das Tor herum. Diese Linie ist gestrichelt und an ihr werden später im Spiel (wie der Name schon sagt) viele Freiwürfe ausgeführt. Die 7-Meter-Linie ist eine Linie, die parallel zur Torlinie verläuft. Die Auswechsellinie verläuft von der Mittellinie bis zu einem 4,5m entfernten Punkt. Im Spiel dürfen nur in dieser Auswechselzone Spieler ein und ausgewechselt werden.

Spielzeit:
Die offizielle Spielzeit für Spieler ab 16 Jahre beträgt 2 x 30min mit einer 10 minütigen Pause. Die Spielzeit für die jüngeren Spieler wird um 5 bzw. 10min pro Halbzeit gekürzt. Bei Turnieren werden, aufgrund der höheren Belastung, die Spielzeiten verkürzt. Jede Mannschaft kann einmal pro Halbzeit ein Timeout/eine Auszeit nehmen. Diese dauert eine Minute lang und kann nur dann in Anspruch genommen werden, wenn die eigene Mannschaft in Ballbesitz ist.

Jede Mannschaft hat dazu ein grünes Kärtchen mit einem schwarzen „T“ darauf (Bild). Wenn die Mannschaft eine Auszeit nehmen will, legt sie die Karte auf den Tisch des Schiedsgerichts und das Spiel wird sofort durch ein akustisches Signal unterrochen.
Nach einem Timeout wird das Spiel an der Stelle wieder begonnen, an der es unterbrochen wurde. Muss in einem Spiel eine Entscheidung stattfinden (also z.B. in einem Pokal-Spiel Finale) gibt es nach Spielende eine Verlängerung von 5min. Steht bis dahin immer noch kein Gewinner fest folgt eine zweite Verlängerung von 5min. Ist auch nach dieser Verlängerung kein Gewinner festzumachen folgt das 7-Meter-Werfen. Freiwürfe die auf das Spielende folgen, müssen noch ausgeführt werden. Beim Handball gibt es keine Nachspielzeit!

Ball:
Der Spielball besteht aus einer Leder- oder Kunststoffhülle. Die Männer und die männliche Jugend benutzen ab dem Alter von 16 Jahren einen Ball der Größe 3, das heißt einen Ball mit ca. 60cm Umfang. Die Frauen und Mädchen benutzen ab 14 Jahren einen Ball der Größe 2, was einem Umfang von ca. 55cm entspricht. Je nach Alter variiert die Größe des Balles. Es müssen immer zwei Bälle bereitgestellt werden: einen Spielball und einen Reserveball.

Mannschaft:
Eine Mannschaft darf aus höchstens 14 Spielern bestehen. 7 Spieler, also 6 Feldspieler und ein Torwart stehen auf dem Feld und bis zu 7 weitere Spieler können auf den Auswechselplätzen sein.
Die Spieler dürfen den Ball mit allen Körperteilen oberhalb des Knies spielen (Knie eingeschlossen).
Alle Spieler der Mannschaft müssen eine einheitliche Trikotfarbe besitzen, die sich deutlich von der der anderen Mannschaft unterscheiden muss. Auch der Torwart muss sich von den restlichen Spielern durch eine andere Trikotfarbe unterscheiden. Es kann sein, dass es bei einem Spiel kurz vor Spielende Gleichstand steht. Dann kann die Position des Torwarts durch einen Feldspieler ersetzt werden, um eine Überzahl zu erreichen. Dieser Feldspieler muss sich trotzdem von den anderen anhand der Trikotfarbe unterscheiden lassen und seine Nummer muss deutlich erkennbar sein. Jeder Spieler darf so oft er will ein und ausgewechselt werden, so lange nie mehr wie 7 Spieler auf dem Feld sind. Das Ein- und Auswechseln muss über die Wechselzone erfolgen. Wird dies nicht beachtet, wird der einzuwechselnde Spieler hinausgestellt.
Ein Spieler, der blutet oder Blut an seinem Körper trägt muss so lange das Spielfeld verlassen, bis die Blutung gestillt ist. Wenn ein Spieler verletzt ist, dürfen andere Spieler/Arzt/Physiotherapeut erst dann die Spielfläche betreten, wenn es vom Schiedsrichter angezeigt wird.

Torwart:
Der Torwart darf den Ball mit allen Körperteilen abwehren. Er darf den Torraum ohne Ball verlassen, aber nicht mit dem gerade unter Kontrolle gebrachten Ball. Wenn der Ball nicht unter Kontrolle gebracht wurde, darf der Torwart den Torraum verlassen und den Ball im Spielfeld weiterspielen. Wenn ein Ball im Spielfeld liegt oder rollt, darf dieser nicht vom Torwart aufgenommen oder berührt werden. Pässe an den Torwart sind verboten, sie werden mit einem Freiwurf für die gegnerische Mannschaft geahndet. Bei einem 7 Meter darf der Torwart die Torwartgrenzlinie nicht überschreiten.

Torraum:
Die Feldspieler dürfen den Torraum (Bild: rote Fläche) nicht betreten. Wenn ein Spieler der Abwehrmannschaft den Torraum betritt, um sich einen Vorteil zu verschaffen, wird dies mit einem Freiwurf für die gegnerische Mannschaft geahndet. Wenn sie ihn als Angriffsspieler betreten wird dies als Abwurf für die gegnerische Mannschaft geahndet. Ein Abwurf wird immer vom Torwart aus dem Torraum hinaus ausgeführt. Die Spieler dürfen den Torraum aber ‘in der Luft‘ betreten, sie müssen aber den Ball weggeschossen haben, bevor sie mit ihrem Körper den Boden berühren.
Wenn ein Ball im Torraum rollt oder liegt, darf dieser nur vom Torwart aufgenommen werden. Der Ball darf von den Feldspielern nur dann aufgenommen werden, wenn er im Torraum springt. Der Ball darf so lange weiter gespielt werden, wie er nicht Torlinie, Torauslinie oder Seitenlinie überschreitet.

Passives Spiel:
Der Spieler darf den Ball nicht länger als 3 Sekunden in der Hand halten. Er darf mit dem Ball in der Hand höchstens 3 Schritte laufen. Läuft er mehr wird dies als ‘Schritte‘ mit einem Freiwurf für die gegnerische Mannschaft geahndet. Der Spieler darf auch nicht nach dem Aufnehmen des Balles weiterdribbeln, das wird als ‘Zweimal‘ bezeichnet.
Ist beim Angriffsspiel kein Zug zum Tor erkennbar und es scheint so als will die eingreifende Mannschaft kein Tor erzielen, so wird erst durch ein Handzeichen gewarnt (Bild) und nach ca. 5 Sekunden vom Schiedsrichter mit einem Freiwurf abgepfiffen.

System

Angriff und Abwehr stehen sozusagen ‘um den Kreis herum‘. Die Bezeichnung der einzelnen Spieler im Angriff lautet (von links nach rechts/siehe Bild):
Linksaußen (LA)
Rückraumlinks/Halblinks (RL)
Rückraummitte/Mitte (RM)
Rückraumrechts/Halbrechts (RR)
Rechtsaußen (RA)
Kreismitte/Kreis (KM)
/> Diese Aufstellung wird immer von dem eigenen Torwart aus beschrieben. Die Aufgabe der Rückraummitte ist die Übersicht über das Spiel zu behalten. Der Spieler dieser Position sagt Spielzüge an. Die beiden Außenpositionen haben die Aufgabe bei einem Tempogegenstoß (wenn der Ball der gegnerischen Mannschaft nicht hinter die Torlinie/Torauslinie kommt) schnell nach vorne zu laufen.
Der Kreis verwirrt die Abwehr, in dem er hinter ihnen am Kreis läuft. So entstehen entweder Lücken für andere Spieler oder der Kreis ist frei anspielbar. Die Halb Positionen müssen Druck auf die Abwehr machen. Es wird so schnell und verwirrend gespielt, dass sich die Abwehr nicht mehr verständigen kann und eine Lücke in der Abwehr entsteht. Deswegen ist es wichtig, dass immer Bewegung im Spiel ist. Deswegen stößt jeder Angriffsspieler in die Lücke vor sich, das heißt er läuft mit Ball in die Lücke zwischen den zwei Abwehrspielern vor sich. Das bewirkt, dass diese zusammen rücken und dadurch wo anders eine Lücke entsteht. Wenn man in eine Lücke „stößt“ ‘tut‘ man so als will man werfen. Passt der Spieler nach dem Stoßen schnell genug weiter entsteht eine Lücke in der Abwehr.
Alle Feldspieler bewegen sich bei einem Angriff in der Hälfte der verteigenden Mannschaft. Wenn die Abwehr Mannschaft einen Ball z.B. durch Abfangen eines Passes gewinnt wir die erste Welle gespielt, also ein Tempogegenstoß, mit dem versucht wird die gegnerische Mannschaft durch nach einem erfolglosen Angriff auszukontern. Bei der zweiten Welle wird der Ball schnell nach vorne transportiert, in der Hoffnung, dass noch nicht alle Spieler der abwehrenden Mannschaft auf ihren Positionen sind und um so eine Überzahlsituation zu schaffen. Die dritte Welle ist ein ganz normaler, standardisierter Angriffsvorgang.

Abwehr:
Die einfachsten Abwehraufstellungen sind die 6:0 und die 5:1 (auf dem Bild abgebildet) Abwehr. Daneben wird vor allem das 3:2:1 Abwehrsystem verwendet, welches (wenn man es gut beherrscht) eines der besten Deckungssysteme ist.
Dabei gibt die vordere Zahl an, wie viele Spieler am Kreis stehen (also defensiv sind) und die hintere Zahl gibt an wie viele Spieler ein paar Schritte vom Kreis entfernt sind (offensiv sind). Bei der 6:0 Abwehr sind also alle Spieler defensiv. Bei der 5:1 Abwehr ist, wie auf dem Bild zu sehen ist, die Mitte vorgezogen und kann so Pässe von den Halb Positionen an die Mitte verhindern. Die Abwehr ist immer Ball orientiert, was dazu führt, dass sich die Abwehrspieler immer ein wenig nach rechts/links bewegen müssen, immer je nach dem wo sich der Ball gerade befindet. Jeder Abwehrspieler steht einem Angriffsspieler gegenüber, das heißt jeder hat einen ‘zugehörigen‘ Spieler, aber trotzdem wird nicht Spieler-, sondern Zonenorientiert abgewehrt. Also ist die Abwehr im Handball eine Zonendeckung mit Zuordnung von Abwehr- und Angriffsspieler. Ziel des Angriffs ist es dann, die Zuordnung zu den Spielern zu stören und so einen Spieler in eine günstige Wurfposition zu bringen. Ziel der Abwehr ist es den Angriff ohne Regelverstoß zu unterbrechen. So muss sich der Angriff noch einmal neu formatieren und das Spiel neu aufbauen. Die wichtigsten Aspekte der richtigen Abwehrhaltung sind:
mit einem Bein immer in Schrittstellung direkt in Richtung Wurfarm des Gegenspielers stehen
den Körperkontakt suchen
gegen Rechtshänder linkes Bein in Schrittstellung und linken Arm zum Blockieren des Wurfarms des Gegenspielers benutzen (gegen Linkshänder entsprechend rechtes Bein und rechten Arm)
den Gegenspieler versuchen nach dem Körperkontakt zu sich herzuziehen, damit dieser nicht umfallen kann und der Schiedsrichter so keine härtere Strafe geben kann
Übung:
Man verteilt sich auf die Positionen (nur Angriff). Auch die dazu gehörigen Abwehrpositionen stellen sich auf (wenn zu wenig Spieler, wird ohne Außenpositionen gespielt). Der Angriff versucht Druck auf die Abwehr zu machen und so Lücken zu bekommen.

Wurftechniken
Es gibt drei grundlegende Wurftechniken:
Schlagwurf
Sprungwurf
Fallwurf

Schlagwurf (Rechtshänder):
Der Spieler steht in der Schrittstellung. Dabei ist das linke Bein vorne. Der Ball wird mit der rechten Hand so nach hinten geführt, dass der Ellenbogen des Wurfarms nahezu gestreckt ist. Die linke Schulter geht nach vorne und der Spieler befindet sich ein wenig im Hohlkreuz. Der Spieler lässt den Ball nach vorne schnellen und löst so die Bogenspannung. Diese Wurftechnik wird beim 7-Meter angewendet.
Sprungwurf:
Der Sprungwurf ist eigentlich ein Schlagwurf in der Luft. Man nimmt den Ball auf, wenn man gerade mit dem linken Fuß auf dem Boden ist. Dann läuft man drei Schritte (also links-rechts-links). Auf dem linken Bein springt man dann ab, nimmt die Position des Schlagwurfs ein. Das rechte Bein wandert als Schwungbein in den rechten Winkel nach vorne. Man wirft bevor der Körper den Boden wieder berührt. Der Sprungwurf ist die am meisten verwendete Wurftechnik im Handball.

Fallwurf:
Der Fallwurf wird meistens nahe des Kreises ausgeführt, damit der Spieler dem Tor noch näher kommt. Dieser Wurf ist eigentlich ein Schlagwurf in der Fallbewegung.
Es wird die normale Schlagwurf-Haltung eingenommen, aber beim Zurücknehmen des Wurfarms beginnt man sich fallen zu lassen. Die Beine werden gestreckt und man springt nach vorne ab. Bevor man den Torraum berührt, muss man den Ball geworfen haben. Dieser Fallwurf findet entweder, wie beschrieben, frontal statt, oder auch aus einer Körperdrehung heraus.
Weitere Wurftechniken:
Dreher
Heber
Kempa-Trick
Hüftwurf

Ausführung von Würfen

Anwurf:
Der Anwurf wird nach Anpfiff in der Mitte des Spieles ausgeführt. Bei einem Anwurf muss mindestens ein Fuß die Mittellinie berühren. Erst nach dem Anpfiff dürfen die Spieler der angreifenden Mannschaft die Hälfte des Gegners betreten. Der Anwurf findet am Anfang jeder Halbzeit und nach einem Torerfolg statt.

Abwurf:
Der Abwurf wird vom Torwart aus dem Torraum heraus ausgeführt.

Einwurf:
Bei einem Einwurf muss ein Fuß die Seitenlinie berühren. Die Gegenspieler müssen mindestens 3 Meter Abstand halten.

Freiwurf:
Wenn das Foul nicht mehr als 9 Meter vom Tor weg stattgefunden hat, wird der Freiwurf an der Freiwurflinie ausgeführt, aber an der Position, an der das Foul stattgefunden hat. War es mehr als 9 Meter vom Tor entfernt, wird der Freiwurf direkt am Ort des Vergehens aufgeführt.

Siebenmeter:
Ein Siebenmeter gibt es, wenn der Angreifer zwar den Ball geworfen hat, aber durch ein Foul des Mitspielers nicht zum Torerfolg kam. So soll der Siebenmeter die Torchance wiederherstellen. Bei dem Wurf steht der werfende Spieler an der 7 Meter Linie. Sein Fuß darf diese Linie nicht überschreiten oder berühren. Die anderen Feldspieler dürfen die Freiwurflinie so lange nicht überschreiten, bis der Ball die Hand des Werfers verlassen hat.

Fouls und Strafen
Beim Handball steht, wie bei vielen Sportarten, zuallererst der Spielfluss im Vordergrund. Deswegen gibt es den Vorteilsgedanken, das heißt, dass nicht bei allen kleinen Regelverstößen, sondern es wird erst abgewartet ob sich trotzdem eine Torgelegenheit für die Angreifer ergibt. Wenn nicht, können immer noch im nachhinein Strafen gegeben werden.
Die Schiedsrichter müssen bei den Fouls bewerten können, wie stark sie waren. Die Strafen sollen aufeinander aufbauen. Zuallererst sollte eine Verwarnung ausgesprochen werden, jedoch muss immer die Stärke des Fouls bei den Strafen berücksichtigt werden.
Verwarnung:
Sie wird durch eine gelbe Karte angezeigt. Mit einer Verwarnung werden Fouls bestraft die mehr gegen den Körper als gegen den Ball sind, also z.B. am Trikot eines Spielers ziehen oder einen Spieler ohne Ball festhalten. Theoretisch sollen bis zu 3 Verwarnungen in einer Mannschaft ausgesprochen werden, bis die nächste ‘Stufe‘ der Strafen folgt:

Hinausstellung:
Die Hinausstellung wird meistens als „Zwei-Minuten“ bezeichnet, weil der Spieler, der gefoult hat, für zwei Minuten das Spielfeld verlassen muss. Dieser Spieler darf auch nicht ersetzt werden, das heißt es muss in Unterzahl weitergespielt werden.
Die Hinausstellung wird entweder ausgesprochen, wenn die 3 Verwarnungen ‘verbraucht‘ sind oder wenn der Spieler, der gefoult hat, eine Gefährdung des Gegenspielers in Kauf nimmt oder gegen eine Schiedsrichterentscheidung protestiert. Sie wird vom Schiedsrichter durch zwei gehobene Finger angezeigt. Ein Spieler kann bis zu 3x eine Hinausstellung bekommen, beim 3. Mal folgt die letzte Stufe:

Disqualifikation:
Die Disqualifikation wird durch eine rote Karte angezeigt. Man muss unterscheiden zwischen einer „direkten“ und einer „indirekten“ roten Karte. Eine direkte rote Karte wird gegeben bei grob unsportlichem Verhalten oder gesundheitsgefährdenden Angriffen. Dies ist z.B. ein rücksichtsloses Verhalten bei einem schweren Foul. Bei einer direkten roten Karte folgt eine Sperre des Spielers für 2 Spiele. Die Mannschaft wird 2 Minuten lang um einen Spieler reduziert, danach kann ein anderer Spieler die Position des hinausgestellten Spielers ersetzten. Eine „indirekte“ rote Karte wird bei der 3. Hinausstellung gegeben: Erst zeigt der Schiedsrichter zwei Minuten an und dann die rote Karte. Das bedeutet dann also die letzte Stufe der Strafen ist erreicht. Bei einer indirekten roten Karte darf der Spieler das restliche Spiel nicht mehr spielen, aber es folgt keine Sperren. Dennoch wird die Mannschaft 2 Minuten lang um einen Spieler reduziert.

Quellen

Text:
http://webneu.druckfrisch.ch/handball/informationen/geschichte-des-handball.html
http://hi.haspo-bayreuth.de/urzeit.htm
http://dhb.de/fileadmin/downloads/satzungen_ordnungen/IHF-Regeln_DHB-Fassung_1-7-2013.pdf
http://de.wikipedia.org/wiki/Handballregeln
DVD Projekt Gold
Bilder:
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Handballfeld.svg
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/74/5-1-Deckung.png/300px-5-1-Deckung.png
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