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Auguste Renoir - Referat



Pierre Auguste Renoir, ein Künstler aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Mit seinen beeindruckenden Werken war er einer der bedeutendsten französischen Malern des Impressionismus. Er malte etliche Bilder, die in zwei Kategorien aufgeteilt sind. Es gibt die Bilder, die in seiner impressionistischen Phase entstanden und die, die in seiner nachimpessionistischen Lebensphase entstanden sind. Das hier ist ein Selbstbildnis mit weißem Hut, welches er 1910 in Paris malte. Die Größe und die Grenzen seiner Malerei lassen sich als Malkunst als Beglückung, als Fest für das Auge umschreiben. In seinen fast 60 Jahren des Schaffens vollendete Renoir fast 6000 Gemälde, das ist vor Pablo Picasso das umfangreichste malerische Lebenswerk eines Künstlers überhaupt. Mehrere Millionen Euro sind seine Werke noch heute wert. Er wurde am 25. Februar 1841 geboren und mit 13 Jahren, wenn andere noch in ihren Kinderzimmern spielten wurde er schon Porzellanmaler und pinselte Blümchen und Schäferidyllen. Er entwickelte so ein enormes Geschick, dass man ihn viel früher als üblich an besonders schwere Aufgaben hinführen konnte. Während andere Arbeiter ihre Mittagspause genossen und genüsslich ihr Mittagessen verschlungen, ging Renoir in das nahe gelegene Museum, um nach antiken Skulpturen zu zeichnen. Renoir besuchte währenddessen auch noch Abendkurse und beschäftigte sich in dieser Zeit intensiv mit der Ölmalerei. Neben seinen malerischen Kunstwerken erfand er eine Maschine, mit welcher man die Bilder auf Porzellan drucken konnte, was natürlich viele Porzellanmaler überflüssig machte. Renoir besaß eine sehr sichere Hand und als er die Malerei studierte, war er auch immer sehr bemüht die ihm gestellten Aufgaben zu lösen. Seinen allerersten Auftrag bekam er von einem Café Besitzer für eine Wandmalerei und weil das so gut ankam waren es am Ende etwa 20 Cafés in Paris, die er ausgemalt hat. Nach seiner Meinung gab es schon genug unerfreuliche Dinge auf dieser Welt, weshalb Bilder für ihn etwas liebenswertes, etwas hübsches sein müssen. Von seinem Vater hatte er die Begeisterung der Kunst nicht geerbt, da sein Vater ein einfacher Schneider war. Sie hatten, als sein kleiner Bruder auf die Welt kam, so wenig Geld, dass Renoir auf der Arbeitsbank seines Vaters schlafen musste, weil kein Platz und kein Geld für ein weiteres Bett vorhanden war. Diese schwierigen Lebensbedingungen formten diesen verantwortungsbewussten und strebsamen Menschen. Im frühen Kindesalter wurde auch sein Talent im musikalischen Bereich entdeckt, so fiel ihm die letztendlich gewordene Berufswahl gar nicht so einfach. Es gab allerdings auch mal die Situation, dass als 1864 sein erstes Bild vom ,,Salon‘‘ angenommen und aber so wenig Beachtung bekam, dass Renoir es letztendlich selbst vernichtete.
Die neue Malerei 1867-1871

In dieser Zeit rangen die jungen Maler um neue künstlerische Prinzipien. Wenn sie mal in Paris verweilten, trafen sie sich oft abends in einem Cafe und hatten recht stürmische Diskussionen. Renoir, der magere und nervöse Maler, gehörte nicht zu den Wortführern im Gespräch. Er war weder ein Kämpfer noch ein Theoretiker, er war gescheit, humorvoll und lebhaft. Nur das zu malen was man sah und das auch noch so getreu wie möglich war der Grundsatz. Die Helligkeit fehlte jedoch auf denen im Atelier gemalten Bildern. Wenn sie die Natur immer wahrhaftiger wiedergeben wollten, fehlten ihnen der farbige Schatten. Vor allem enthüllte sich Blau als Reichtum von Tönen in den Schatten, beim genaueren hinsehen. Monet und Renoir, welche sich sehr gut anfreundeten, malten deshalb lieber draußen im Freilicht. Als Renoir einmal so wenig Geld hatte und sich rein gar nichts leisten konnte, zog er zu Monet und merkte aber schnell, dass es ihm auch nicht anders ging. Durch seltene Porträtaufträge schafften sie es gerade noch so, sich über Wasser zu halten. In der Zeit als sie dann richtig malen konnten, entdeckten sie welche Farbe sich bei welchem Licht enthüllt. Ich habe dieses Bild hier mit dazu genommen, da es das allererste Meisterstück von Renoir ist. Der Name von diesem ist ,,Lise mit dem Sonnenschirm‘‘ und er malte es im Jahr 1867. Es war seine junge Freundin die er in einer lebensgroßen Standfigur zeigt. Er lernte sie über einen guten Freund kennen und sie war bis 1872 sein bevorzugtes Modell. Die weiße Robe entspricht der damaligen Kleiderordnung für einen Aufenthalt im Freien. Da es hochgeschlossen und mit langen Ärmeln war, schützte es vor Sonnenstrahlen und signalisierte Sittlichkeit. Es heißt, dass Renoir als Zeichen seiner Liebe zu ihr, seine Initialen auf den mächtigen Baumstamm im Hintergrund gesetzt hat. Er malte es 1867 und obwohl es im Realismus war, bezeichnet man es als ein Bild des frühen Impressionismus.

Die Zeit des Impressionismus war mitten im Geschehen und Renoir sagte, dass wenn man ein Kunstwerk erklären muss, sei es kein Kunstwerk. Er erklärte, dass nach seiner Ansicht, die Kunst unbeschreiblich und unnachahmlich sein muss, dass das Bild den Betrachter packen muss,
sich um ihn legen und mit sich fortreißen muss. Der Künstler vermittelt in der Kunst seine Leidenschaft. Nach dem verlorenen Krieg wurden sogar Gemälde der Impressionisten in einigen Fällen für unerwartet hohe Summen verkauft. Paul Durand-Ruel war ein Kunsthändler und machte gute Geschäfte mit dem Verkauf der von den Künstlern gemalten Bildern.
In seiner von Renoirs Notlagen machte er dir Bekanntschaft mit dem bedeutenden Pariser Verleger Charpentier. Der einflussreiche Verleger gehörte zu den wenigen Verehrern der modernen Kunst und er gründete eine Zeitschrift zur Unterstützung und Verteidigung der neuen Malerei. Von der Redaktion dieser Zeitschrift wurden Ausstellungen organisiert und Renoirs Werke waren die ersten Werke, denen man eine Einzelausstellung widmete. Die Familie des Verlags war sogar so beeindruckt von ihm, dass sie ihn für mehrere Porträtaufträge einstellten. Renoir heiratete am 14. April 1890 seine langjährige Lebensgefährtin Aline Charigot, mit der er auch 4 Kinder bekam. Nach einem Fahrradunfall traten die rheumatischen Anfälle seiner Krankheit immer häufiger auf. Nach einer Weile brauchte er schon einen Stock. Als er die Lähmung der Arme und Beine und die Krümmung der Hände immer weiter fortschritt, musste er auch für einige Zeit zum Rollstuhl greifen. Trotz der Versagung seiner Hände wollte er das Malen nicht aufgeben und so ließ er sich die Pinsel an seine Hände binden. Er hatte die seltene Fähigkeit, dass er trotz seines qualvollen Zustandes Bilder malte, die etwas fröhliches ausdrücken. Als trauriger Witwer erkrankte Renoir 1919 an einer Lungenentzündung und malte im Bett weiter. Als er dieses Bild beendete, sagte er: ,,Ich glaube, allmählich verstehe ich etwas davon.‘‘ Er sagte es ohne zu wissen, dass es sein letztes Bild war und ein paar Stunden später starb er an einer Lungenstauung.
Renoir hat wunderschöne Kunstwerke geschaffen. Mit seinen Bildern wollte er Lebensfreude zeigen und auf diese Weise gab er den Menschen eine Fülle von Früchten, Gärten, Blumen, Frauen und Kindern. Wenn man durch die Sammlung seiner Kunstwerke geht, merkt man, dass es seine Leidenschaft war Frauen ohne Kleidung zu malen. Aber nicht nur die Frauen, sondern auch die Landschaften hatten es ihm angetan. Landschaften in verschiedenen Lichtern und Perspektiven und auch aus den verschiedensten Ländern.Ein Zitat von ihm dazu war: ,,Ich liebe Bilder, die in mir den Wunsch erwecken, in ihnen herumzuspazieren, wenn es Landschaften sind, oder sie zu liebkosen, wenn es Frauen sind.‘‘ oder in einem anderen Zitat hat er davon gesprochen, dass wenn es keine Frauen und deren Weiblichkeit gäbe, hätte er wahrscheinlich nie mit dem Malen angefangen.
Seine Liebe zu den Landschaften und verschiedenen Orten sieht man zum Beispiel auf diesem Bild:
Es hat den Namen ,,Sankt-Markusplatz in Venedig‘‘ und diesen zeigt es auch. Die Idee zu diesem Bild kam ihm, als er einen Halt auf seiner Italien Tour in Venedig machte. Dieser war gegen Oktober 1881. Seine Leinwände konzentrieren sich hauptsächlich auf bekannte Stellen. Renoir zeichnete hier die Kuppeln der Kathedrale von San Marco welche in diesem Zeitpunkt mit Sonnenlicht überschüttet wurde. Auf diesem Bild fällt der Blick auf die Tauben, die vielen Menschen und natürlich auf die Kathedrale.
,,Blick auf den Neubau von Sacre-Coeur‘‘ heißt dieses Bild und mit dem Titel wird auch gleich erklärt was man darauf sieht. Als dieses Bild entstand wohnte Renoir ganz in der Nähe dieser Baustelle. Einige Hauswände glänzen im Sonnenlicht in verschiedenen Farbtönen. Sie sind jedoch durch die Bäume und Büsche im Vordergrund etwas versteckt. Wie man sieht versuchte Renoir auf diesem Bild die Ecken und Kanten wegzulassen und malte dieses Bild sehr weich. Es entstand etwa um 1896, was ungefähr in der Mitte der Dauer dieser Baustelle war.




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