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Aspirin - Referat



Aspirin und seine Wirkung




1. Geschichte von Aspirin:

Die Salicylsäure aus der Weidenrinde war schon länger für ihre fiebersenkenden und schmerzlindernden Wirkungen bekannt. Auch Indianer bestrichen die Stirn mit einem Brei aus Weidenrinde, wenn sie an Kopfschmerzen litten. Sogar bei Tieren wurde bereits die Nutzung der entzündungshemmenden Wirkung der Weide beobachtet. Jagdführer fanden 2001 einen Bären, der sich auf einen entzündeten Zahn ein dickes Paket Weidenrinde gelegt hatte.
Die Nachteile waren jedoch nicht mehr zu übersehen; neben dem bitteren Geschmack reizte sie deutlich die Schleimhäute. Erfolgreich gelang es schließlich Felix Hoffmann durch Acetylierung, das heißt durch die Verbindung von Salicylsäure mit Essigsäure, den Geschmack und die Verträglichkeit zu verbessern. Dabei entstand die Acetylsalicylsäure (ASS), die er nun patentieren lassen konnte. Am 6. März 1899 wurde Aspirin in die Warenzeichenrolle des Kaiserlichen Patentamtes in Berlin aufgenommen und erhielt seinen offiziellen Namen.

‚A’ für Aceytl, einem Bestandteil des Begriffes der Grundsubstanz

‚spir’ Anlehnung an die Spirsäure, die mit Salicylsäure chemisch identisch ist

‚in’ als gebräuchliches Suffix der chemischen Namensgebung dieser Zeit

1899 kam Aspirin auf den Markt und verkaufte sich sehr gut. Bereits im Jahre 1950 wurde Aspirin als meistverkauftes Schmerzmittel ins Guinessbuch der Rekorde aufgenommen.
Erst 1971 wurde der Wirkmechanismus entdeckt und somit waren der Weiterentwicklung keine Grenzen mehr gesetzt. Aspirin gab es nun unter anderem als Brausetablette, Kautablette und andere.
1. Verpackung 1899 2. Verpackung in den 1930ern 3. Werbung von 1952





2. Wirkung


Um die Wirkung von Aspirin zu verstehen, muss zuerst die Entstehung von Schmerz verstanden werden.
Die wichtigste Rolle bei der Entstehung der Schmerzen kommt den Prostaglandinen zu. Diese stellen Botenstoffe im Organismus dar und fördern u.a. Entzündungsprozesse. Direkt nach der Schädigung einer Zelle, beginnt die Synthese des Prostaglandins, was durch das Enzym Cyclooxygenase möglich wird. Allerdings sind einige Prostaglandine wichtig für die Magenschleimhaut, somit erklärt sich die negative Wirkung Aspirins auf
den Magen. Der Aspirin-Wirkstoff Acetylsalicylsäure verhindert die Prostaglandinsynthese. Die Produktion des Schmerzverstärkers Prostaglandin wird also gehemmt, indem das Enzym Cyclooxygenase durch Acetylierung ‚unschädlich’ gemacht wird. Da die Prostaglandin-Synthese ausbleibt, werden die Zahl und auch die Stärke der an das Gehirn weitergeleiteten Reize so drastisch verringert, dass der Schmerz nachlässt.


Erst spät wurde die thrombozytenaggregationshemmende Wirkung von Aspirin entdeckt. Das heißt, dass Aspirin blutverdünnend wirkt, was das Risiko von einem zweiten Herzinfarkt deutlich senkt. Deshalb wird Aspirin Herzinfarktpatienten prophylaktisch verabreicht, man nennt dies Sekundärprävention. Allerdings wird zur Sekundärprävention eine schwächere Dosis eingesetzt. Statt der üblichen 500mg genügen bereits 100mg ASS.
Zur Primärprävention eignet sich ASS allerdings nicht, denn die Zahl der an Magenbluten gestorbenen lag ebenso hoch, wie die Zahl der durch ASS verhinderten Schlaganfälle.


















3. Verwendung

Da die Acetylsalicylsäure sehr vielfältig ist, kann es gegen sehr viele Beschwerden eingesetzt werden;

Kopfschmerzen
Zahnschmerzen
Rheumatische Erkrankungen
Vorbeugung von Thrombosen und Embolien nach Operationen
Nach gefäßchirurgischen Eingriffen
Fieber

Gegenanzeigen:

ASS ist nicht zu empfehlen, wenn der Patient an Magen-Darm-Beschwerden leidet,
die Acetylsalicylsäure stark die Magenwände belastet. Da Aspirin die Blutgerinnung vermindert, muss bei
Dieses Referat wurde eingesandt vom User: jonny.sk8




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