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Aralsee - Referat



THEMA: Die Ökologische Katastrophe am Aralsee

1. Topographie und allgemeine Informationen über den Aralsee (à Atlas S. 87)

- an der Grenze zwischen Kasachstan und Usbekistan
- ursprüngliche Größe: 69000 km² ( ~ Größe Bayerns)
- ursprüngliche Tiefe: 52 m
- viertgrößtes Binnengewässer der Welt (1969)
- Zuflüsse: Syr-Darja (2137 km), Amu-Darja (1437 km)
- 15 m unter dem Meeresspiegel

2. Klimatische Bedingungen am Aralsee

- sehr geringer Niederschlag
- hohe Temperaturen im Sommer (Aridität), hohe JTA (> 30°C)
- maximaler Niederschlag: 200 mm; potentielle Verdunstung: 1040 mm
è kontinentales, trockenes, winterkaltes Klima

3. Jetzige Situation am Aralsee

- Fläche auf die Hälfte geschrumpft. ( ~ 33000 km²)
- Tiefe: 34 m
- Zufluss: 1/3 von Amu-Darja
- Salzgehalt verdreifacht

4. Gründe

- Sowjetunion wollte in den 60er Jahren durch ein Großprojekt maximale Er träge für den Baumwollexport am Aralsee.
à viel Wasser für Bewässerung
è Syr-Darja erreicht Aralsee nicht mehr.
- durch weiteren Ausbau des Bewässerungsanbaus wird der Gesamtzufluss um 94% gesenkt.
- dadurch immer weitere Küstenverschiebung. Frühere Küstenstädte liegen nun mitten in der Wüste
è viele Fischer arbeitslos.
è finden Arbeit in den Baumwollplantagen
è weiterer Anstieg der Bewässerung

5. Sozioökonomische Folgen

- trotz neuer Landwirtschaftsbetriebe (Baumwolle) hohe Arbeitslosigkeit
- Existenzverlust vieler von der Fischereiabhängiger Betriebe (Konserven)
- Nahrungsmittelversorgung fraglich, da die Fischerei zu den Hauptversorgers gezählt hatte.
- Aralsee war Trinkwasserquelle für die Region.
è pestizidverseuchtes Wasser wird weiterhin genutzt.
è hohe Kindersterblichkeit (110/1000) [in D.: 8/1000]




6. Ökologische Folgen

- viele Tierarten ausgestorben (nur noch 4 von früher 24 Fischarten (!))
- Versalzung des Sees
- durch enormen Düngereinsatz Zerstörung der Böden
- Anreicherung des Sees mit Pestiziden und Schadstoffen

7. Versuche zur Lösung des Problems und Abwendung der Katastrophe

7.1. Utopische Lösungsansätze
Auftauen des Eises im Pamirgebirge und Ableitung des Wassers in den Aralsee
Auflösung aller Wüstenstauseen
Umleitung der sibirischen Flüsse nach Süden in den Aralsee
Bau eines Kanals vom Kaspischen Meer zum Aralsee
Umleitung eines Teils der Wolga über den Fluss Ural
Auspumpen des Issyk-Kul-Sees in Kirgisistan (nahe der chinesischen Grenze) zur Wiederauffüllung des Aralsees

7.2. Realistische Lösungsansätze

unrentable, extensiv genutzte landwirtschaftliche Gebiete aufgegeben
mehr als eine Million Hektar Reis- und Baumwollanbaufläche stilllegen (Usbekistan z. B. hat eine Kürzung der Baumwollfelder auf 40 % der Ausgangsgröße angekündigt) oder durch anspruchslosere Pflanzen (Weizen, Hirse) ersetzen
die Qualität und Trassenführung der Bewässerungskanäle optimiert
neue Verfahren der Bewässerung (unterirdisch bzw. Tröpfchenbewässerung) eingeführt
keine neuen, zusätzlichen Bewässerungsprojekte mehr in Angriff genommen werden.

8. Ausblick in die Zukunft

Wenn keine Maßnahmen ergriffen werden wird der Aralsee in den nächsten 20 - 25 Jahren verschwunden sein. Selbst wenn die Maßnahmen teilweise Erfolg haben wird es schwierig die Situation zu retten.

Dieses Referat wurde eingesandt vom User: HotandSweet




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