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Arabische Welt und Kennzeichen des Islams - Referat



Die Arabische Welt
&
Die Kennzeichen des Islams

Im Altertum ist Arabien ein Raum der durch relativ große ethnische und kulturelle Konstanz gekennzeichnet ist . Ein Raum der vor allem im Süden und in der Mitte der Halbinsel eigenständige Hochkulturentwicklung außerhalb der mesopotamisch, ägyptisch und später iranisch und hellenistisch geprägten Kulturräume der Antike ist . Ursprünglich, wahrscheinlich von Nordafrika aus von einer semitisch-sprachigen Bevölkerung besiedelt, bleibt es zumeist außerhalb der Völkerbewegungen des 2. und 1. vorchristlichen und der ersten Jahrhunderte des ersten nachchristlichen Jahrtausends. Von der arabischen Halbinsel gehen aber mehrfach größere Eroberungs- und Besiedlungsbewegungen in die Gebiete des 'Fruchtbaren Halbmonds' aus:
· die 'kanaanäische' Einwanderungswelle seit dem Ende des 3. Jts. v. Chr.,
· die 'aramäische' Einwanderunsgwelle seit dem 13. Jht. v. Chr.
· die 'arabische', die mit der Ausbreitung des Islam seit dem 7. Jht. n. Chr. einhergeht.
Während sich im Südwesten der Halbinsel spätestens seit Beginn des 1. Jt. v. Chr. auf Bewässerungsfeldbau basierende städtische Zivilisationen mit Hochkulturcharakter ausprägen ist sonst in den Wüstengebieten Arabiens nur eine Oasenlandwirtschaft oder eine nomadisch-beduinische Wirtschaftsweise zu finden.
Im Nordosten und Nordwesten grenzen die nur beschränkt nutzbaren arabischen Gebiete an die bäuerlich bewirtschafteten und in die Reichsbildungen des 'Fruchtbaren Halbmonds' einbezogenen an. Diese werden von den dortigen Hochkulturbildungen stets direkt mitgeformt. Indirekt machen sich die alten Einflüsse Ägyptens, Palästinas, Mesopotamiens und des Iran, später die neueren des Hellenismus und des Römischen Reiches im südlicheren Arabien bemerkbar. Hin und wieder werden größere Teile der Halbinsel in militärische Expeditionen oder etwas längere politische Abhängigkeiten einbezogen. Im Hinblick auf die der späteren, nachantiken Entwicklung zugrundeliegenden Reorganisationsmöglichkeiten für die Herrschaftsverhältnisse im Nahen Osten ist die dem dritten und beginnenenden vierten Jahrhundert n. Chr. zugehörende, zeitweilig weit ausgreifende Sondderreichsbildung von Palmyra.
Die religiösen Verhältnisse Arabiens in vorislamischer Zeit werden einerseits bestimmt
· durch die einheimischen altsemitischen lokalen Natur- und generellen Gestirnsgötter-Traditionen mit ihren Heiligtümern
· durch einen Einfluß des persischen Zoroastrismus
· durch einen relativ großen Einfluß des Judentums seit hellenistischer Zeit
· durch das Christentum
Die verschiedenen Einflüsse schlagen sich in den ersten Jahrhunderten des 1. Jahrtausends nach Chr. in einer Anzahl neuer Religionsbildungen nieder. Das Jht. vor dem Wirken Mohammeds ist voll von religiösen Glaubensauseinandersetzungen und religiösem Prophetismus in den Stämmen, Heiligtümern und Städten der arabischen Halbinsel.
Die hochkulturelle Prägung der nomadischen arabischen Stämme beginnt lange vor Mohammed auch durch die dauernden Kontakte der nordwestlichen und nordöstlichen arabischen Stämme mit dem römischen bzw. byzantinischen und dem parthischen bzw. sassanidischen Reich. Dazu gehören einerseits so etwas wie Normen und Vorbilder bildend-künstlerischer und sprachlich-literarischer Bildung, andrerseits auch die Aneignung militärischer Techniken und Organisationsformen, die - ähnlich wie etwa bei den germanischen Völkerschaften- in Föderatendiensten für einen mächtigen Nachbarn erworben
werde.
Es gibt fünf Säulen des Islam.
· Bekenntnis zum Glauben in die Einheit Gottes; und in die göttliche Botschaftertätigkeit von Muhammad
· feststehende, tägliche Gebete
· Fasten während des Fastenmonats Ramadan
· feststehende Almosenspenden und milde Gaben
· eine einmalige Pilgerfahrt während des eigenen Lebens zu dem Heiligtum in Mekka, vorausgesetzt die Umstände erlauben es
Glauben an sich ist unzureichend, es sei denn, er wird in Handlungen verwandelt. Ein Muslim glaubt an seine eigene, persönliche Verantwortlichkeit für seine Tätigkeit während dieses Lebens und dem „Leben danach“, d.h. nach dem Tode. Jeder muss seine eigene Bürde tragen, und niemand kann die Sünden anderer büßen.
Einige der ausgeprägten Kennzeichen des Islams:
· Befreiung der Frau durch die Erreichung der Gleichberechtigung der Geschlechter, Sicherstellung ihrer Rechte und Freiheiten und Verbesserung ihres Ranges.
· Absolute Absage an den Gebrauch von berauschenden Getränken und lebenszerstörenden Drogen.
· Lösung der wirtschaftlichen Probleme.
· Die Versorgung der Menschheit mit großmütigster, praktischer Moral.
· Die Förderung von Wissenschaft und Bildung.
Nach dem Islam ist das Leben nach dem Tode eine Fortsetzung des Lebens auf der Erde. Himmel und Hölle beginnen bereits in diesem Leben. Himmel ist ewig und immer, während Hölle nur vorübergehend empfunden wird. Hölle ist, bildlich gesprochen, das Krankenhaus der Seele, die medizinische Hilfe benötigt. Sobald die Seele geheilt ist, geht sie über in das Stadium des Himmels. Himmel ist die Erlangung eines Lebens von immerwährendem Fortschritt und vollständiger Freude und Glückseligkeit durch die Vereinigung mit Gott, und durch die Entwicklung der edlen, geistigen Eigenschaften und den unbegrenzten Fähigkeiten, die dem Menschen eingeprägt wurden. Der Zustand nach dem Tode ist ein Abbild des geistigen Zustandes in diesem Leben.




Ass. Samara 5a

Dieses Referat wurde eingesandt vom User: sam1989



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