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Apartheid - Referat



Apartheid

Gliederung


1. Beginn der Apartheid



2. Der Höhepunkt der Apartheid



3. Die Schwarzen wehren sich



4. Das Ende der Apartheid



5. Gründe für die Apartheid



6. Die heutige Situation, Ausblick
Beginn der Apartheid

1910 wurde die Südafrikanische Union gegründet. Danach wurde ein Bündel von Gesetzen verabschiedet, welche die Rechte der Schwarzen immer weiter reduzierten und damit den Weg für die Apartheid bereiteten. Eines der Gesetze war der “Mines and Works Act” von 1911, welcher die Schwarzen zwang, nur niedere Arbeiten zu verrichten und somit billige Arbeitskräfte garantierte. Ein anderes war der “Native Land Act” von 1913, welcher 7,3% der Fläche Südafrikas zu Reservationen für Schwarze erklärte und ihnen verbot, außerhalb dieser Gebiete Land zu kaufen. Damit begann alles vor über 90 Jahren!

Der Höhepunkt der Apartheid

Da die Weißen durch die Proteste der Schwarzen verunsichert waren, verhalfen sie der rechtskonservativen National Party unter Dr. D.F. Malan, der drastische Maßnahmen gegen die “schwarze Gefahr” versprochen hatte, 1948 zu einem sehr deutlichen Wahlsieg. Malan führte die Apartheid ein. Jetzt wurde auch die Privatsphäre der ´Nicht-Weißen bestimmt und kontrolliert. Ehen zwischen verschiedenen Rassen wurden verboten. In allen öffentlichen Einrichtungen, Behörden, Verkehrsmitteln und sogar auf den Toiletten wurde die Rassentrennung eingeführt.
Nachfolger von D.F. Malan wurde 1954 J.G. Strijdom, der die Apartheidgesetzgebung weiter verschärfte. Ihm folgte 1958 Dr. H.F. Verwoerd, ein brillanter Intellektueller, der die Ideologie der getrennten Rassenentwicklung verfeinerte und theoretisch untermauerte. Er führte eine begrenzte Selbstverwaltung in den schwarzen Reservationen ein. Es entstanden die quasi-unabhängigen Townships wie die Transkei, die Ciskei, KwaZulu,... Die südafrikanische Regierung versuchte so sich der Verantwortung für die vielen Probleme in den Reservationen zu entziehen.





Die Schwarzen wehren sich

Da es wegen eines generellen Wahl- und Streikverbots für Nicht-Weiße keine Möglichkeiten für politischen Protest gab, wurden 1912 der ANC sowie weitere Widerstandsbewegungen gegründet. Sie waren, aber alle zunächst schlecht organisiert und deswegen kaum effektiv. Die Rassentrennung konnte somit fast ungestört weitergehen. Doch sie fingen an sich zu organisieren. Der ANC zum Beispiel arbeitete mehrere Jahrzehnte eng mit der 1921 gegründeten SACP zusammen.
Nach dem 2. Weltkrieg verschärften sich die Konflikte und es gab viele wilde Streiks von schwarzen Arbeitern, die sich in Gesellschaften organisiert hatten. Mittlerweile gab es massenhafte Proteste, welche die Regierung veranlasste sämtliche oppositionellen Gruppen zu verbieten. Das änderte jedoch nichts an der Lage, weil die Organisationen im Untergrund weiterarbeiteten.
1943 wurde die Jugendliga des ANC gegründet, welche der Antiapartheid-Bewegung neue Impulse gab. Die weiße Regierung antwortete mit zunehmender Repression. Mit dem Massaker von Sharpeville 1960, bei dem die Sicherheitskräfte 69 Demonstranten töteten, verschärften sich die Konflikte weiter.
Auch wenn alle Organisationen gegen das weiße Regime zusammen arbeiteten, gab es zeitweilig heftige Auseinandersetzungen über Führung, Ziele und Methoden des Kampfes zwischen ihnen. Besonders die Inkatha-Bewegung der Zulu und der ANC gerieten oft aneinander. Zwischen 1990
und 1994 starben mehr als 13.000 Schwarze bei Auseinandersetzungen zwischen dem ANC und der Inkatha-Bewegung.

Das Ende der Apartheid

Als 1976 in Soweto eine Demonstration tausender Schüler brutal niedergeschossen wurde, griffen die Unruhen auf das ganze Land über. Der ANC militarisierte seinen Kampf und Südafrika wurde mehr und mehr zum Polizeistaat. Es dauerte jedoch noch bis zum Jahre 1989, als der letzte Präsident des alten Südafrikas, Frederik Willen de Klerk, das Scheitern der Apartheid endgültig öffentlich eingestand. Auch der katastrophale Zustand der Wirtschaft, nach vielen Jahren Handelsembargo, war ein Grund für den Zusammenbruch. Damit war der Weg für die ersten allgemeinen Wahlen frei.

Gründe für die Apartheid

1. Rassismus spielte eine sehr wichtige Rolle. Durch ihn entstand die Apartheid.

2. Es gab sehr große Vorteile für die Weißen. Z.B.: Sie hatten mehr Macht, weil alle Politiker weiß waren. Sie hatten einen höheren Lebensstandard, weil sie die gut bezahlten Jobs bekamen.

3. Die Weißen verhinderten somit, dass sie selbst ausgegrenzt wurden, da sie selbst in der Minderheit waren.


Die heutige Situation, Ausblick

Obwohl seit 1995 die Wahrheits- und Versöhnungskommission (TRC) den Auftrag hat, Menschenrechte und Demokratie für alle Menschen durchzusetzen, ist die Situation vieler Schwarzafrikaner immer noch sehr schlecht und die Kluft zwischen Arm und Reich sehr groß. 40 Millionen Schwarzafrikaner leben heute immer noch in Hütten ohne Strom und Wasser. Aufgrund ihrer schlechten Bildung herrscht bei den Schwarzen eine hohe Arbeitslosigkeit, was wiederum zu Gewalt und Kriminalität führt. Leider geben auch heute noch die Medien fast ausschließlich das Meinungsbild der Weißen wieder.
Der Beginn des neuen Jahrtausends könnte auch der Beginn von einer wirklichen Chancengleichheit zwischen Schwarz und Weiß sein. Denn wo soll der angebliche Unterschied zwischen den Menschen sein? Es ist nur die Hautfarbe und die Kultur. Erst wenn sich unsere europäische bzw. die amerikanische Kultur mit der schwarzen Kultur richtig auseinandersetzt und sie versteht, können sich Vorurteile abbauen und solche schrecklichen Ereignisse für die Zukunft vermieden werden. Warum nutzen wir also nicht die Chance?! Denn schon in der Bibel heißt es: "Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst!"

Dieses Referat wurde eingesandt vom User: G-Town Playa




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