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Anne Frank - 2.Version - Referat



Anne Frank wurde am 12.06.1929 als Kind wohlhabender jüdischer Eltern in Frankfurt am Main geboren. 1933 spitzt sich die Lage für die Juden in Deutschland zu. Otto Frank, Annes Vater und Besitzer eines Geschäftes zieht nach Amsterdam. Annes Mutter, Edith Frank, fuhr im September auch nach Holland. Anne und ihre Schwester Margot gingen zu ihrer Großmutter nach Aachen. 1934 kommen Anne und Margot auch nach Amsterdam. Anne bekommt zu ihrem 13. Geburtstag ein Tagebuch geschenkt. Da sie keine Freundin hat, nennt sie es Kitty.
Der 2. Weltkrieg beginnt sich nun auch in den Niederlanden bemerkbar zu machen. Juden dürfen auf einmal kein Auto und keine Straßenbahn mehr fahren, müssen ihre Fahrräder abgeben, dürfen sich nicht mehr mit Christen treffen und müssen außerdem einen gelben Judenstern tragen.
Am 8. Juli 1942 wird die Lage für die Familie Frank unerträglich, da Annes Schwester Margot einen Aufruf von der SS bekommt. Ihr Vater, der sein Geschäft aufgeben musste, hat schon seit langem in seinem ehemaligen Büro ein Versteck vorbereitet. Im Hinterhaus des Büros sollen die Franks und die van Daans nun untertauchen.
Anne berichtet in ihrem Tagebuch über die Flucht ins Hinterhaus in der Prinzengracht.
Im Hinterhaus werden die van Daans und die Franks von den Helfern Viktor Kugler, Miep und Jan Gies, Bep Voskuijl und Johannes Kleimann mit Lebensmittel versorgt.
Am 17. November 1942 kommt das achte Mitglied ins Hinterhaus, der Zahnarzt Albert Dussel.
Im Hinterhaus regelt ein genauer Plan den Tagesablauf der Untergetauchten.

Abends um neun fängt das Ins-Bett-Gehen an. Stühle werden gerückt, Betten herausgeholt, Decken aufgefaltet. Nichts bleibt, wo es tagsüber zu sein hat.
Neun Uhr: Anne geht ins Bad. Zähne putzen, Haare locken, Nägel pflegen, alles in einer halben Stunde.
Halb zehn: Anne räumt auf und eilt aus dem Badezimmer. Meistens wird sie zurückgerufen, weil ihre Haare noch im Waschbecken sind.
Zehn Uhr: Die Fenster werden verdunkelt. Eine Viertelstunde lang hört man noch das Knarren der Betten, dann wird es still.
Halb zwölf: Dussel kommt von seiner Arbeit in Kuglers Büro zurück. In 10 Minuten ist es wieder still.
Ungefähr 3.00 Uhr: Anne steht auf, um ihr Geschäft in eine Dose zu machen. Wieder im Bett horcht sie auf die nächtlichen Geräusche. Dussel hört sich an wie ein Fisch im Trockenen. Er schnappt nach Luft und schmatzt wie verrückt. Manchmal wird auch nachts zwischen 3 und 4 geschossen. Dann rennt Anne zu ihrem Vater ins Bett.
Viertel vor sieben: Oben klingelt der Wecker. Frau van Daan macht ihn aus. Herr van Daan steht auf. Anne geht ins Badezimmer.
Viertel nach sieben: Dussel geht ins Badezimmer. Anne entfernt die Verdunklung. Der neue Tag im Hinterhaus hat begonnen.
...
Die Mittagspause
Halb eins: Die Lagerarbeiter sind nach Hause gegangen. Oben hört man den Staubsauger auf Frau van Daans Teppich. Margot eilt zum Unterricht von Dussel und Anne geht das Badezimmer putzen.
Viertel vor eins: Herr Gies, Herr Kleimann oder Herr Kugler, Bep und manchmal auch Miep kommen zu Besuch.
Ein Uhr: Alle sitzen vorm Radio und hören BBC.
Viertel nach eins: Es gibt Essen. Jeder bekommt einen Teller Suppe. Kleimann erzählt die letzten Neuigkeiten aus der Stadt.
Viertel vor zwei: Jeder geht wieder seiner Beschäftigung nach. Margot und Annes Mutter
machen den Abwasch. Herr und Frau van Daan legen sich auf die Couch, Annes Vater und Dussel auch, Peter geht auf den Dachboden und Anne macht sich an die Arbeit. Nun folgt die ruhigste Stunde. Anne kann arbeiten bis um vier, dann steht Dussel mit der Uhr in der Hand vor ihr, weil sie eine Minute zu spät den Schreibtisch räumt und will arbeiten.

Sie müssen den ganzen Tag über ruhig sein, denn die Nachbarn oder die Lagerarbeiter könnten sie hören. Manchmal darf noch nicht einmal die Toilettenspülung gezogen werden. Vor dem Zugang zum Hinterhaus war außerdem ein Bücherschrank aufgebaut, der den Eingang verdeckte. Von ihren Helfern erfahren die Familien, dass viele ihrer Freunde schon umgebracht wurden.
Jeden Tag hören die Hinterhäusler Radio: BBC oder Oranje, einem niederländischen Sender.
Sie hoffen auf ein baldiges Ende des Krieges, denn die Situation im Hinterhaus wird immer schlimmer. Oft gibt es Streit, und Anne fühlt sich dabei meistens als schwarzes Schaf.
Tagsüber, wenn sich die Bewohner beschäftigen, leben sie immer mit der Angst entdeckt zu werden. Vor allem bei Einbrüchen haben die Hinterhäusler Angst.
Auch das Essen wird immer schlechter. Oft essen sie wochenlang dasselbe und teilweise auch verschimmelte und faule Sachen. Anne berichtet: (Textstelle S.236 unten (3.4.44))
In der Zeit im Hinterhaus verliebt sich Anne in den drei Jahre älteren Peter van Daan.
Der letzte Eintrag von Anne Frank in ihrem Tagebuch ist am 1. August 1944.
Am 4.8.1944 werden die Hinterhäusler von der "Grünen Polizei" entdeckt und kommen für 4 Tage in die Haftanstalt in der Weteringschans in Amsterdam. Am 8.8. wurden sie ins niederländische Judendurchgangslager Westerbork überführt. Am 3.9. beginnt die 3tägige Deportation nach Auschwitz in Polen.
Ende Oktober werden Anne und Margot von ihrer Familie getrennt und mit einem sogenannten Evakuierungstransport in das KZ Bergen-Belsen in der Lüneburger Heide deportiert.
Zwischen Ende Februar und Anfang März stirbt Anne wenige Tage nach ihrer Schwester in Bergen-Belsen wahrscheinlich an Unterernährung und einer Typhusepidemie.
Otto Frank ist der einzige Überlebende. Er kommt nach der Befreiung der Russen mit einem Schiff nach Marseille. Nach dem Krieg kehrt er nach Amsterdam zurück. Dort händigt ihm Miep Gies das ungelesene Tagebuch seiner Tochter aus. Der Vater setzt es sich daraufhin als Lebensaufgabe das Tagebuch seiner Tochter zu veröffentlichen.





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