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Andreas Mühe (Künstler) - Referat



"Ich setze Menschen ins Verhältnis- Zitat von Andreas Mühe

"Kanzlerfotograf" Andreas Mühe

Leben
- Andreas Mühe (* November 1979 in Karl-Marx-Stadt) ist ein deutscher Fotograf, der in Berlin lebt und arbeitet
- ist ältester Sohn der Intendantin Annegret Hahn & des Schauspielers Ulrich Mühe, Schauspielerin Anna Maria Mühe ist seine Halbschwester
- als Sechzehnjähriger absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Fotolaboranten im PPS-Fotolabor in Berlin
- für die folgenden drei Jahre beim Berliner / Londoner Fotografen Ali Kepenek
- ab 2001 arbeitet er als selbstständiger Fotograf -> in dieser Zeit entstanden zahlreiche Portraits von Prominenten, Musikern, Schauspielern und Künstlern für damalige Magazine -> fand darüber Weg zur Politik & fand Figur des Politikers als Bildthema
- viele Male portraitierte er Angela Merkel auf ihren Reisen -> "Kanzlerfotograf", wirklicher Kanzlerfotograf = Konrad Müller
- seine Fotografie war die Auftragsfotografie, nebenbei arbeitete er an freien Serien in denen Interesse an politischen Themen sichtbar wird
- seine 2009 begonnene Arbeit "Schreibtische" ist ein Beispiel seiner Auseinandersetzung mit dem Thema Macht
- in dieser zeigt der Fotograf die menschenleeren Arbeitsräume einflussreicher, politischer Persönlichkeiten wie Helmut Schmidt, Konrad Adenauer oder Angela Merkel
- für Mühe ist die Aufnahme des Raumes, durch den gewählten Ausschnitt und durch die eingesetzte Lichtführung, gleichzusetzen mit einem Portrait der Person, die in diesen Raum lebt
- als Weiterführung des Themas Macht zählt auch die Werkgruppe "Obersalzberg"
- in den letzten Jahren wurden Andreas Mühes Fotografien auf einer Vielzahl von Ausstellungen gezeigt
- Kunsthalle Rostock ermöglichte dem Fotografen 2011 die erste museale Einzelausstellung mit "A.M. Eine Deutschlandreise" welche um einen Monat verlängert wurde, weil sie so gut besucht war


2. Ausstellungen
- unverkennbare Handschrift, die all seine fotografischen Aufnahmen auszeichnet
- Motive meistens mit seiner Großformatkamera aufgenommenen -> sehr gute technische Qualität und zeigen oft spannungsvolles Verhältnis zwischen leerem Raum und eigentlichem Bildinhalt
- Räume so konzipiert, dass vorkommenden Figuren im Größenvergleich oft klein & ohnmächtig erscheinen -> es entsteht der Eindruck die Protagonisten werden vom Raum eingenommen
- durch Lichtführungen wirkt alles sehr echt und obwohl alles inszeniert wurde, bekommt Betrachter das Gefühl gerade in einer intimen Szene dabei zu sein
- Aufgrund kühlen, blauen Farbigkeit und der daraus erzeugten Stimmung wurden seine Bilder schon vielfach mit den Gemälden von Caspar David Friedrich verglichen
- in seinen Bildern von wildpinkelnden Nazis vor idyllischer Kulisse konfrontiert Mühe den Betrachter mit dem visuellen Mythos dieser Landschaft, der stark durch die nationalsozialistischen Propaganda geprägt wurde

- "Obersalzberg"
- setzt sich die Arbeit mit dem Größenwahns auseinander, der allen Diktaturen des vergangenen Jahrhunderts vorhanden war, aber im Besonderen eben beim Nationalsozialismus
- Provoziert sehr stark, wegen dargestelltem nationalsozialismus und mit seiner Offenheit
seit 1928 war der obersalzberg hitlers Feriendomizil



-"Werkschau 2"
"Das Büro"
- Es ist das Arbeitszimmer Merkels im Kanzleramt, ist nicht da, obgleich nicht auszuschließen ist, dass sie in der nächsten Sekunde ins Zimmer tritt
- Die Sonne lässt das Büro in klarem, weichem Licht erstrahlen
- Ein kräftiges Spotlicht hat Mühe aber auf den Schreibtisch gerichtet - und so dem Bild
ein Zentrum gegeben
- zuvor war Mühe 2 mal da und hat dasLicht beobachtet wie die Sonne dort aufgeht
- sein Lieblingsbild "Empfang Antonio Puri Purini" von 2009
- alles ist inszeniert und doch wirkt das Bild wie ein Schnappschuss
- "Es hat einfach Spaß gemacht, dieses Bild mit diesen Personen so aufzubauen. Ich habe jetzt nicht gesagt, dass Frau Rau die Augen zumachen soll - das war Zufall, aber alle sind von mir in Position gebracht worden und hatten genaue Anweisungen, was sie tun sollten. Es ist alles arrangiert."


-Eine Deutschlandreise..

- Andreas Mühe hat nicht nur mit seiner Serie "Obersalzberg“ für Aufsehen gesorgt, es gelingt ihm auch immer wieder, den Zentren der politischen Macht nahe zu kommen
- Hat überraschenden Perspektivwechsel vorgenommen und Berlin irritiert
- Bilder zeigen eine Reise zu Orten deutscher Geschichte und Kultur, vom Kreidefelsen auf Rügen bis zur Zugspitze, vom Oderbruch bei Küstrin bis hin zum RAF-Gefängnis in Stuttgart-Stammheim
- wir sehen, wie die Kanzlerin auf ihre Heimat blickt, wenn sie in ihrer gepanzerten Limousine unterwegs ist
durch das dicke Sicherheitsglas hindurch= Distanz und Hand an Scheibe sieht aus als ob Barriere
- intime Situation trotz Rückenansicht
- kühle Ausstrahlung durch kühle Farben und Kleidung
- „Mich interessiert Macht. Wie äußert sich Macht, wie wird sie ausgeübt und inszeniert?“, so Andreas Mühe im Monopol-Interview zu seiner Bildstrecke
- Inspiriert hat ihn Lee Friedländer, der große US-Fotograf, der die amerikanischen USA aus einem Auto fotografiert hat


3. Auszeichnungen

-Art Directors Club 2013: Fotografie - Bildjournalismus, USA, 20.56 / Rammstein, Süddeutsche Zeitung Magazin
- LeadAward 2013: Auszeichnung für Deutschland, bleiche Mutter, ART Magazin und Wer zu Lebzeit gut auf Erden, SZ-Magazin
- Deutscher Reporterpreis 2012: USA, 20.56 in der erstmals vergebenen Kategorie Grand Prix, zusammen mit Autor Alexander Gorkow
- Hansel-Mieth-Preis 2010: Die Deutsche Queen, Spiegel
- LeadAward 2010: Porträtfotografie des Jahres
- LeadAward 2008: Foto des Jahres
- LeadAward 2008: Porträtfotografie des Jahres
- Musikvideopreis Sehnsüchte 2008 der HFF Potsdam in der Kategorie Regie




4. Fazit/Meinung

Was denkt ihr über diese Künstler? Mögt ihr seine Werke und seinen Stil?
Auf Zitat zurück kommen: - er spielt mit den Dimensionen von Raum und Zeit
gibt den Leuten eine Handlung, lässt sie durch Position und Haltung etwas erzählen
Arrangement ist so darauf ausgelegt, dass es die in einem Film wirkt




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