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Analyse und Interpretation zu „Sehnsucht“ - Referat



In dem Gedicht „Sehnsucht“ von Joseph von Eichendorff, 1830 geschrieben, geht es um eine Person die Sehnsucht auf das Leben anderer bzw. Fernweh hat.
Eine Person die an einem Fenster steht und die Natur beobachtet sieht zwei junge Leute an ihm vorbeigehen und hört sie kurze Zeit später singen. Nach dem Lied hat er Sehnsucht nach Ferne bzw. Fernweh.

Das lyrische Ich ist in der Ich-Form (V. 2, 5, 10) und steht am Fenster (V. 2). Es ist einsam und vermittelt Sehnsucht. Es möchte mit den Gesellen draußen wandern und das Leben leben. Dass sich etwas in dem Leben ändern soll wird durch den Tempus-Wechsel von Präteritum zu Präsens unterstrichen (V. 12). Zur Mitte der zweiten Strophe rückt die Natur in den Vordergrund, vor das lyrische Ich. Die Natur wird durch das Lied der Gesellen beschrieben. Dieses wirkt sehr heiter. Durch den Anapäst/Jambus wird die Heiterkeit unterstützt.

Die Sehnsucht in der ersten bzw. dem Anfang der zweiten Strophe wird durch die Waise in Vers 6 („mitreisen könnte“) betont. Das Fernweh wird außerdem mit den beiden Reimen „Sterne“-„Ferne“ und „Fenster“-„Ferne“ unterstützt.

Das Gedicht ist in drei Strophen unterteilt. Die erste hat 7 und die zweite/dritte je 8 Verse. Die Verslänge ist zu Beginn des Gedichts kurz, wird ab Mitte der zweiten Strophe jedoch länger. Auffällig sind besonders Verse der ersten Strophe wie der 4. und 5., wo die Kadenzen gleich sind. Außerdem reimt sich Vers 6 mit keinem anderem (Waise) und von Vers 5-7 ist die Reimform anders.

Die Kadenzen wechseln sich regelmäßig ab, abgesehen von der oben genannten Ausnahme. Dort folgen zwei männliche Kadenzen aufeinander. Das gesamte Gedicht hat drei Hebungen. Die Verse beginnen immer mit einem Auftakt, meist mit einer Silbe, außer in den Versen 7, 20 und 21, dort mit zwei. Es gibt einen Wechsel von Anapäst und Daktylus. Bis auf die Waise in Vers 6 gibt es durchgehend einen Kreuzreim. Dieser beginnt nach einem Bruch in jeder Strophe in Vers 4, 12 und 19.
Joseph von Eichendorff hat auffällig viele Alliterationen genutzt (V. 8, 10, 16, 17…). Außerdem wurde von den hellen Vokalen das i/ie und von den Dunklen a/au betont wiederholt.

Neben diesen Wiederholungen werden ebenso die Wörter „Sommernacht“, „hören“, und „rauschen“ wiederholt. Was an der Gestaltung des Gedichts des Weiteren auffällt ist, dass die Versanfänge groß geschrieben sind.

Das ganze Gedicht ist von Naturbildern geprägt (V. 8/24: „Sommernacht“, V. 10: „Bergeshang“…). Außerdem gibt es einige Personifikationen wie „Quellen stürzen“ (V. 14f) und „Klang erwacht“ (V. 21). Das Gedicht soll Sehnsucht nach Ferne verdeutlichen.




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