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Aluminium - 2.Version - Referat



Aluminium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Al und der Ordnungszahl 13. Im Periodensystem gehört Aluminium zur dritten Hauptgruppe und zur 13.
Aluminium ist das häufigste Metall und das dritthäufigste Element auf der Erde. Es kommt aufgrund seiner großen Sauerstoffaffinität in der Natur nicht alleine, sondern nur in Verbindung vor. Aluminium ist aus unserem täglichen Leben kaum mehr wegzudenken. Das Element wird als Metall für die Konservierung und den Transport von Nahrung und Getränken eingesetzt. Aber auch als Salz wird Aluminium vielseitig verwendet. Obwohl Aluminium und seine Verbindungen weitverbreitete Stoffe sind, sind sich Naturwissenschaftler nicht über die Auswirkungen dieses Elements auf den Körper einig.

Aluminium im Alltag

Vorkommen:
• Verpackungsmaterial
• Lebensmittelzusatzstoffe (Backtriebmittel)
• Lebensmittel allgemein (getrocknete Kräuter und Gewürze)
• Trinkwasser
• Pharmaindustrie (Medikamente)
• Kosmetika (Deo)

Auch in Trinkwasser ist Aluminium von Natur aus enthalten, zusätzlich verwendet man Aluminiumsalze zur Wasseraufbereitung, um organische Verunreinigungen ausflocken zu lassen. Studien in den USA haben ergeben, dass natürliche Wässer in ihren Aluminiumkonzentrationen einen weiten Bereich überspannen und dass die Wasseraufbereitung die Gehalte nicht signifikant verändert. Im Mittel nimmt man auf diesem Weg wohl weniger Aluminium auf als über die Nahrung.

Weit mehr kann es sein, wenn man bestimmte Medikamente nimmt oder mit dem Material arbeitet.
Medikamente, die Aluminiumverbindungen enthalten, sind zum Beispiel Antacida (also Arzneimittel zur Neutralisierung der Magensäure), von denen mehrere Marken das basische Aluminiumhydroxid enthalten. Je nachdem, wie hoch man diese Stoffe dosiert, nimmt man auf diesem Weg etwa ein bis zwei Gramm Aluminiumsalze zu sich.

Wie gelangt Aluminium in den Körper?


Die wichtigste Quelle für Aluminium ist die Nahrung. Aluminium ist eines der häufigsten Elemente der Erdkruste und taucht deswegen in gewissen Mengen in fast allen Lebensmitteln auf, besonders in getrockneten Kräutern und Gewürzen, die im Mittel 145 Mikrogramm Aluminium pro Gramm enthalten, sowie in Schokoladenprodukten mit 33 Mikrogramm pro Gramm. Von der über den Magen-Darm-Trakt aufgenommenen Menge resorbiert man je nach Darreichungsform bis zu etwa einem Prozent, so dass nur ein Bruchteil direkt in den Körper gelangt.

Aluminium in Deos

Viele Verbraucher fürchten vor allem Antitranspirantien auf Aluminiumbasis, Stoffe in Deodorants, die Achselschweiß unterdrücken. Sie enthalten Verbindungen wie Aluminiumchlorid oder Aluminiumchlorhydroxide, die in Wasser gelöst sind. Sie wirken mechanisch, indem sie Eiweiße ausfällen und so einen Stopfen in der Schweißdrüse bilden. Der sich bildende Schweiß gelangt nicht mehr nach draußen; stattdessen saugt die Drüsenwand die gestaute Flüssigkeit auf. Das heißt, das Aluminium wirkt rein äußerlich – trotzdem gelangt ein Teil dabei in den Körper.

Wie viel Aluminium nehmen wir täglich auf?

Mit dem Essen nehmen wir je nach Land und Ernährung nach einer Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA – European Food Safety Authority) zwischen einem und 15 Milligramm Aluminium pro Tag zu uns. Bei Erwachsenen entspricht das bis zu 0,2 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht, bei Kindern und Säuglingen bis zu etwa 0,35 Milligramm.

Die EFSA geht davon aus, dass eine wöchentlichen Aufnahme von bis zu einem Milligramm Aluminium pro Kilogramm Körpergewicht unbedenklich wäre, also 0,143 Milligramm pro Kilogramm und Tag – das bedeutet, ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung überschreitet diesen Grenzwert schon durch die Aufnahme über die Nahrungsmittel. Das muss aber nicht heißen, dass diese Menschen davon krank werden. Tierversuche haben gezeigt, dass man für eine chronische Vergiftung über lange Zeiträume jeden Tag mehr als 50 bis 100 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht aufnehmen müsste.

Nach Angaben der EFSA nehmen Arbeiter in der Aluminium verarbeitenden Industrie etwa
40 Milligramm pro Arbeitstag auf.

Folgen für den Körper

Alzheimer

Zumindest eine schwere Form der Demenzerkrankung steht offensichtlich im Zusammenhang mit Aluminium. An ihr erkrankten einige Patienten, die wegen eines Nierenschadens auf eine Blutwäsche angewiesen waren. Dialyseflüssigkeiten enthielten lange Zeit große Mengen Aluminiumsalze, um dem Körper überschüssiges Phosphat zu entziehen, wobei einiges von dem Metall in den Blutkreislauf gelangte. Die Patienten entwickelten voranschreitende Hirnschäden, die bis zur schweren Demenz reichten.
Der genaue Mechanismus ist aber nicht geklärt. Die plausibelste Hypothese ist, dass das Aluminium den Kalziumhaushalt der Nervenzellen durcheinanderbringt. Belegt ist all das aber bis heute nicht endgültig. Inzwischen enthalten Dialyseflüssigkeiten aber meist keine Aluminiumsalze mehr.

Aluminium kann das Gehirn also erfahrungsgemäß schädigen – jedoch treten derartige Effekte nach Meinung der meisten Forscher nur unter extremen Bedingungen auf, nicht jedoch bei den Mengen, die wir unter normalen Umständen über die Nahrung oder die Haut aufnehmen. Die Idee, dass es einen Zusammenhang zwischen Alzheimer und Aluminium geben könnte, basiert einerseits auf der bekannten neurotoxischen Wirkung des Metalls und andererseits darauf, dass einige Forscher erhöhte Aluminiumkonzentrationen in den Gehirnen von Alzheimerpatienten sowie in den für die Krankheit typischen Bündeln aus Tau-Proteinen gefunden haben.

Brustkrebs

Die Vermutung, Aluminium habe etwas mit Brustkrebs zu tun, gründet sich auf der Beobachtung, dass Tumoren der Brust etwas häufiger außen sitzen – also zur Achselhöhle gewandt. Eben dort finden auch die aluminiumhaltigen Antitranspirantien Verwendung.

Dahinter stecken zwei Grundideen: zum einen die These mit dem aufgestauten Schweiß würden schädliche Substanzen nicht mehr abgeführt und ins Gewebe zurückmischen. Dagegen steht die Tatsache, dass Schweiß fast ausschließlich Wasser, Salz und Proteine enthält. Zum anderen vermuten einige Forscher, das Aluminium könnte selbst aufgrund seiner Giftwirkung zum Krebs beitragen.

Die meisten Studien untermauern diesen Verdacht nicht . Zwei Untersuchungen aus den Jahren 2002 und 2006 fanden keinen Zusammenhang zwischen Brustkrebs und Antiperspirantien, lediglich eine weitere Studie von 2003 zeigte früheres Auftreten von Brustkrebs bei Frauen, die Aluminium ausgesetzt waren, aber keine höheren absoluten Krebsraten – ein kurioses Ergebnis, das möglicherweise auf einen statistischen Ausreißer zurückgeht. Bekannte Brustkrebsrisiken zeigen diese Studien zuverlässig an – ein Zeichen dafür, dass deren Bedeutung weitaus höher ist. Allerdings ist auch in dieser Sache das letzte Wort noch nicht gesprochen.




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