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Alkohole - 2. Version - Referat



ALKOHOL:
Alkohol wird auch als Ethylalkohol oder Ethanol bezeichnet. Er Wird in großen Mengen mittels zweier Verfahren hergestellt: einerseits über die Vergärung von Zucker und andererseits über die chemische Reaktion von Wasser und Ethylen. Ersteres Produkt wird als „natürlicher“ oder Agrar – Alkohol, letzteres als Industrie Alkohol bezeichnet. Diese beiden Produkte sind vollkommen identisch. Jedoch wird der Alkohol der zum Genuss vorgesehen ist hoch besteuert der Rest wird vergällt.
Für die Agrar - Alkoholherstellung sind stärke - und zuckerhaltige Agrarprodukte wie Kartoffeln, Getreide und Obst geeignet. Die Vergärung selbst wird von Hefepilzen übernommen.
ALKOHOL IM KÖRPER:
Neben Alkohol und Wasser enthalten alkoholische Getränke noch eine Menge anderer Substanzen.
Wenn man ein alkoholisches Getränk aus der Sicht des Lebensmittel Chemikers betrachtet, kann man also einige positive
Seiten daran entdecken. Heute gelten Alkoholika allerdings weder als Nahrungsmittel noch als Medizin, sondern als Genuss- oder Suchtmittel. Unser Körper reagiert darauf wie auf ein Gift. Alkohol wirft viele Probleme oder Fragen auf. Zwei kann die Chemie jedoch beantworten: Warum erzeugt der Genuss von Alkohol zunächst ein gutes, einige Stunden später dann ein umso übleres Gefühl? Warum müssen sich besonders Frauen, Japaner und Indianer beim Genuss von Alkohol eher zurückhalten bzw. warum vertragen sie nicht so viel davon?
Bei den Stoffwechselvorgängen in unserem Körper entsteht eine nahezu unüberschaubare Vielzahl chemischer Stoffe als Zwischen- oder Endprodukte, doch Alkohol ist nicht darunter. Allerdings wird Alkohol in geringen Mengen von den Bakterien und Hefe in unserem Verdauungstrakt erzeugt und gelangt so in unseren Blutkreislauf. Die Leber produziert ein Enzym, die Alkoholhydrogenase(ADH), dass den unerwünschten Alkohol zu Acetaldehyd abbaut. Acetaldehyd seinerseits wird mit Hilfe eines weiteren Enzyms in Essigsäure umgewandelt, welche im so genannten Krebs-Zyklus des Stoffwechsels in einer Kaskade chemischer Reaktionen unter Energiegewinn zu Kohlendioxid abgebaut wird. Auch wenn Alkohol weder zu unseren Stoffwechselprodukten noch von Natur aus zu unserer Nahrung gehört, kann unsere Leber doch mit beträchtlichen Mengen davon fertig werden, nur braucht sie dafür einige Zeit. Allerdings gibt es Grenzen: Bereits 400ml Alkohol können eine tödliche Dosis sein - das entspricht einem Liter einer Spirituose. Unter normalen Bedingungen kann die Leber 10g pro Std. abbauen, dass entspricht ca. einem Glas Wein oder Bier.
Die Wirkung von Alkohol wird von einer Reihe von Umständen beeinflusst, wie z.B. dem Gesundheitszustand oder ob der Alkohol zusammen mit einer Mahlzeit genossen wird.
Sobald wir einen Schluck Alkohol in den Mund nehmen, beginnt er in unseren Blutkreislauf überzugehen. Die größte Menge wird allerdings von Magen und Darm absorbiert. 10% des aufgenommenen Alkohols werden unverändert über Atem, Schweiß und Urin wieder ausgeschieden, während die restlichen 90% von der Leber abgebaut werden müssen. Die typischen Wirkungen des Alkohols werden genau genommen von zwei Chemikalien hervor gerufen, Acetaldehyd und Alkohol selbst, welche die unterschiedlichsten Effekte auf die einzelnen Organe unseres Körpers ausüben.
· Gehirn und ZNS: Beschwingtheit, Fröhlichkeit, Ungehemmtheit, Entspannung, Verlangsamung des ZNS
· Ohren: permanente Falschmeldung des Gleichgewichtsinnes à schwankender Gang
· Haut: durch Zellerweiterung entsteht ein Wärmegefühl oder in der Kopfhaut „Kopfschmerzen“; Alkohol fördert aber den Verlust vom Körperwärme
· Magen und Verdauungstrakt: Männer haben mehr ADH Enzym in ihrem Verdauungstrakt welches den Umwandlungsvorgang katalysiert. Bei Japanern und Indianern liegt der ADH Wert im Körper gleich niedrig wie bei Frauen. Zusätzlich spielt das geringere Körpergewicht eine große Rolle.
· Leber: Abbau von Glykogen zu Glucose à Plünderung des Energiespeichers des Körpers à Hungergefühl obwohl eh schon viele Kalorien durch Alkohol à “doppelter Dickmacher“
· Nieren: Alkohol reduziert den Vasopressingehalt des Blutes daher verstärkte Wasserabgabe der Nieren an die Blase. ¼ l Wein à ½ l Urin
· SEX: Alkohol baut Hemmungen ab, macht empfindlicher für erotische Signale, bringt leichter in Stimmung, erhöht die Ausdauer beim Liebesspiel, jedoch die Muskelentspannende Wirkung des Alkohols kann sich fatal auf das Erektionsvermögen auswirken.
Alle geschilderten Effekte des Alkohols sind unmittelbare Folgen der Toxischen Wirkung. Der ständige Genuss von Alkohol kann auch Langzeitfolgen wie die Störung der Gehirnfunktionen oder den Nachlass des Gedächtnisses zur Folge haben.
DER MORGEN DANACH:
Im Körper wird Alkohol zunächst zu Acetaldehyd abgebaut, dann zu Essigsäure und schließlich zu Kohlendioxid. Sehr wahrscheinlich wird der „Kater“ hauptsächlich von Acetaldehyd verursacht, denn es ist bekannt, dass diese Substanz Kopfschmerzen und Übelkeit hervorruft.
Nach einem feuchtfröhlichem Gelage muss der Körper zuerst mit dem Alkohol selbst und anschließend mit dem Acetaldehyd fertig werden. Wenn es gelänge den ADH – Gehalt im Körper zu erhöhen, würde das Ausnüchtern schneller vonstatten gehen à zumindest in der Theorie, denn ein entsprechend wirkendes Mittel gibt es noch nicht. Der beste Rat an den Berauschten ist immer noch, möglichst diskret im Bett zu verschwinden und den Alkohol im Schlaf abzubauen.
HERSTELLUNG ALKOHOLISCHER GETRÄNKE
+CHEMISCHE VORGÄNGE:
Es gibt zahllose Sorten von alkoholischen Getränken. Doch sieht man einmal von den vielen äußerlichen Dingen ab, kann man alle Getränke in drei Hauptgruppen einordnen: Biere Weine Spirituosen. In der letzten Gruppe wird zu irgendeinem Zeitpunkt der Herstellung der Alkohol durch Destillation aufkonzentriert und gereinigt. So einfach dieser Vorgang auch ist, seine Erfindung führte zu einer unglaublichen Vielzahl neuer Getränke.
Getreide, Reis, Mais, Kartoffeln, Zuckerrohr, Trauben und viele andere Früchte können als Rohstoffe dienen. Da die Alkoholerzeugenden Hefepilze Zucker als
„Futter“ benötigen, kann man nur die letztgenannten Rohstoffe direkt einsetzen. Bei stärkehaltigen Ausgangsstoffen werden in einem Vorgeschalteten Schritt die langkettigen Kohlenhydratmoleküle der Stärke in einfachere Zucker-Moleküle zerlegt. Hefepilze verwerten Zucker sehr ähnlich wie Menschen, nämlich als Energiequelle. Doch während der menschliche Stoffwechsel zusätzlich Sauerstoff aus der Atmosphäre als zweite Energiequelle verwendet und mit dessen Hilfe den Zucker bis zu Kohlendioxid abbauen kann, kommt der Stoffwechsel der Hefe ohne Sauerstoff(anaerob) aus, und die Abbauvorgänge bleiben auf der Stufe des Alkohols stehen. Jede zuckerhaltige Lösung kann durch Hefen vergoren werden, egal aus welcher Quelle der Zucker stammt.
WEIN:
Wein entsteht automatisch wenn Traubensaft unter Einwirkung der natürlichen Hefe(die sich auf der Schale der Trauben befindet) verdirbt. In den Haushalten (und Schulen) nutzt man Garten- und Waldfrüchte, um daraus Obstweine herzustellen. Fügt man dem Ansatz Zucker hinzu, kann der resultierende Fruchtwein bis zu 13% Alkohol enthalten; bei dieser Alkoholkonzentration sterben die Hefen schließlich ab.
BIER:
Bier brauen, ist ein solch komplizierter Vorgang, dass es als ein Wunder bezeichnet wird, weil wir Menschen jemals darauf gekommen sind. Zuerst einmal ist die Qualität des Brauwassers entscheidend. Dann sind an diesem Vorgang sehr viele enzymatische Reaktionen beteiligt.
Als Ausgangsstoff für die Fermentation steht Stärke aus Gerste oder einem anderen Getreide zur Verfügung. Man muss das Getreide zuerst in kleinere Bestandteile zerlegen. Dabei baut der Gerstenkeimling mit Hilfe einiger Enzyme die Stärke zu Maltose ab, einem Molekül das aus zwei Glucose- Einheiten besteht. Diesen Vorgang nennt man Mälzen. Nach einigen Tagen wird das Wachstum des Keimes durch Erhitzen gestoppt. Und die löslichen Malzbestandteile werden mit Wasser extrahiert. Die bezeichnet man nun als Würze. Danach wird die Würze mit Hopfen erhitz. Schlussendlich wird dem Bier noch Hefe zugesetzt.
DESTILLATION:
Die Destillation ist ein Verfahren, um ein Gemisch von Flüssigkeiten mit unterschiedlichem Siedepunkt zu trennen, indem man es erhitzt und die Dämpfe wieder kondensiert.
ALKOHOLàSCHADEN/NUTZEN:
Wenn jemand regelmäßig größere Mengen Alkohol trinkt, riskiert er oder sie dabei eine Reihe schwerwiegender gesundheitlicher Schäden: physische und psychische Abhängigkeit, Magengeschwüre, Leberzirrhose, Hirnschäden, Knochenbrüche, Fettleibigkeit, eine besonders unangenehme Herzkrankheit namens Kardiomypathie und vermutlich sogar Speiseröhrenkrebs. Ein noch unmittelbares Risiko ist der Tod, wenn man angetrunken Auto fährt und nicht nur der eigene!!!
Die sozialen Folgen für die Betroffenen sind oft mindestens ebenso verheerend und reichen bis zur vollständigen Verelendung und Verwahrlosung.
DER ERNÄHRUNGSWISSENSCHAFTLICHE STANDPUNKT:
Wenn man Alkohol mit den Augen eines Ernährungswissenschaftlers betrachtet, ist er zunächst eine recht ergiebige Energiequelle. Eine Einheit von 10 Gramm Alkohol(ca. ein Glas Bier oder Wein) liefert 70 Kilokalorien. Die empfohlene wöchentliche Höchstmenge für einen Durchschnittsmann beträgt 21 Einheiten, also knapp 1400 kcal. Zwar ist dieser Wert nicht überwältigend hoch, doch kann er bei der Ernährungsplanung nicht vernachlässigt werden. Tatsächlich trägt Alkohol in Europa mit ungefähr 10% zur gesamten Energiezufuhr der Erwachsenen Bevölkerung bei.
Allerdings hat Alkohol als Nahrungsmittel einige entscheidende Nachteile. Alkoholkalorien wirken sich anders aus als Kohlenhydratkalorien: Während beim Verzehr von Kohlenhydraten der Energiespeicher des Körpers, das Glykogendepot in der Leber, aufgefüllt wird, stimuliert Alkohol dessen Abbau. Die Alkoholkalorien stehen also nicht unmittelbar als Energie für Arbeit oder Bewegung zur Verfügung, sondern werden direkt in Fettpölsterchen umgewandelt, die nur sehr zögerlich wieder abgebaut werden.
Neben Kalorien liefern Bier und Wein auch andere Nährstoffe, wie Mineralien und Spurenelemente, Spirituosen nicht, da sie bei der Destillation entfernt werden.
NÜTZLICHE SEITEN DES ALKOHOLS:
Menschen die in mäßigen Mengen Alkohol trinken, haben statistisch gesehen einen niedrigen Cholesterinspiegel und leiden seltener an
Erkältungen oder unter Erkrankungen der Herzkranzgefäße als der Durchschnitt der Bevölkerung. Unter dem Begriff mäßig versteht man nicht mehr als 30 Gramm Alkohol täglich. Wird diese Grenze deutlich überschritten, kehren sich die Verhältnisse um. à Gesunder Rotwein!
INDUSTRIEALKOHOL:
Wir sollten uns dessen bewusst sein, dass es eines Tages, wenn die fossilen Brennstoffe aufgebraucht sein werden, nur noch durch Fermentation hergestellten Alkohol geben wird. Glücklicherweise ist Alkohol ein die Umwelt wenig belastender Brennstoff und dessen Herstellung aus pflanzlichen Rohmasse ist ebenfalls umweltverträglich, da es sich um einen „nachwachsenden Rohstoff“ handelt.
Das gängige Verfahren zur Herstellung von Industriealkohol beruht auf der Reaktion von Ethylen mit Wasser. Diese läuft erst bei 300 °C in nennenswertem Ausmaß ab und bedarf zudem noch hohen Druckes

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