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Agnes Bernauer - Referat



Agnes Bernauer
Von Friedrich Hebbel


Friedrich Hebbel:
• * 18. März 1813 in Wesselburschen Dithmarschen
• Nach dem Tod des Vaters 1827 arbeitet er beim Kirchspielvogt als Schreiber
• Amalie Schoppe veröffentlichte erstmals seine Gedichte
• Mit Freundin Elise Lensing hat er zwei uneheliche Kinder
• Dank eines Stipendiums studiert er 1836
• Heiratet 1846 die Schauspielerin Christine Enghaus, welche ihm zwei Kinder schenkt
• Am 13. Dezember 1863 stirbt er an Konchenerweichung


Weitere Werke:
„Judith“ (1840 Drama)
„Maria Magdalena” (1846 Drama)
„Herodes und Miriam” (1849 Drama)
„Mutter und Kind“ (1852 Epos)


Politische Situation:
• Bayern ist dreigeteilt
• 1420 bayrischer Krieg zwischen München und Ingolstadt
• Herzog Ernst rettet seinem Sohn Albrecht das Leben
• Waffenstillstand zwischen den Parteien
• 1424 wird Albrecht der Besitz von Pfaffenhofen, Geisenfeld, Hohenwart und Vohburg übertragen
 --> Graf zu Vohburg (Sein Beiname)


Historische Richtigkeit:
• Keine sofortige Hochzeit mit Agnes  bleibt lange geheim
• Der „Gnadenbeweis“ Ernsts (Wassertod) wird zur grausamen Hinrichtung
• Nachdem Albrecht vom Tod seiner Frau hört will er einen Krieg gegen den eigenen Vater führen  Der „Fall Agnes Bernauer“ wird zum „Fall München – Bayern“
• Agnes wird post mortem die Ehre einer Adeligen zuteil



Charaktere:

Agnes Bernauer:
• * 19. Januar 1411
• Tochter des Baders Kaspar Bernauer
• Ausnehmend schöne Frau mit prächtigem goldenem Haar, zierlich und mit feinsten Gesichtszügen

Herzog Albrecht:
• * 27. März 1401
• Sohn des Herzog Ernst I von Bayern
• Ritterliche Gestalt, männliches Wesen und Liebhaber zarter Frauen

Herzog Ernst:
• Herzog von München
• Will die Wiedervereinigung der Wittelsbacher
und der Welfen

Preising:
• Kanzler Ernsts
• Würde alles für seinen Herzog tun


Inhalt

Agnes Bernauer wird von einem Lehrling ihres Vaters heftig umworben. Am Abend dieses Tages findet in Augsburg ein Ritterturnier statt, an dem Albrecht mit großem Erfolg teilnimmt. Agnes will zunächst nicht auf das Turnier gehen, da sie dort ihre ehemaligen Freundinnen trifft, die allesamt eifersüchtig auf sie sind. Ihr Vater kann sie jedoch überreden und so lernt sie auf dem Turnier Albrecht kennen, der sich gleich in sie verliebt. Nachdem die beiden die ganze Nacht miteinander verbrachten, versuchen zwei Freunde Albrechts ihn wieder von Agnes abzubringen. Doch jeder Versuch ist zum Scheitern verurteilt.
Agnes Vater versucht seine Tochter zu überreden Theobald, den Lehrling, statt Albrecht zu wählen, da eine solche Ehe zum Scheitern verurteilt ist. Agnes würde aber noch eher ins Koster gehen als einen anderen heiraten.
Danach taucht Albrecht bei den Bernauers auf und nachdem er Agnes versichert sie
auch noch zu lieben, wenn alle gegen sie sind, willigt sie ein ihn zu heiraten. Noch am gleichen Tag heiraten die beiden und ziehen auf Schloss Vohburg.
Im nächsten Akt beklagt Ernst die Uneinheit Bayerns und die Fehler seiner Vorfahren durch die dies zustande kam, und schwört sich selbst keinen solchen Fehler zu machen. Er fasst deshalb den Entschluss, Albrecht solle Anna von Braunschweig heiraten um den Frieden im Land zu sichern. Daraufhin wird Preising losgeschickt mit dem Auftrag Albrecht von der geplanten Hochzeit und einem Turnier zu unterrichten. Als Albrecht dies erfährt lehnt er die Hochzeit natürlich ab, erscheint aber beim Turnier und bestätigt die Gerüchte, dass er mit Agnes verheiratet ist. Sein Vater ist entsetzt darüber und ernennt einen anderen Erben, der noch ein Kind ist, zu seinem Nachfolger.
Drei Jahre später stirbt dieses Kind und Ernst braucht einen neuen Nachfolger, welcher Albrecht sein soll. Da Albrecht aber nur Herzog werden kann, wenn er nicht mit Agnes verheiratet ist, wird er durch eine List von Agnes weggelockt und diese wird in der Donau ertränkt.
Als Albrecht dies erfährt, zündet er aus Rache sämtliche Dorfer an und kommt erst wieder zur Besinnung als er sich mit seinem Vater ausspricht und ihm vergibt. Ernst geht daraufhin in eine Kirche und bittet um Verzeihung für seine Tat.

Interpretation

In Hebbels Dramen geht es nicht um Schuld und Unschuld, sondern um das Unausweichliche, um den unüberwindbaren Konflikt zwischen Himmel und Erde.
Das Drama ist demnach, wie es sich für die höchste Kunstform schickt, auf gleiche Weise ans Seiende, wie ans Werdende verwiesen: ans Seiende, indem das Leben als Individuum, die Schuld nicht bloß zufällig erzeugt, sondern sie notwendig und wesentlich mit einschließt und bedingt; ans Werdende, indem es an immer neuen Stoffen zeigt, wie die wandelnde Zeit und ihr Niederschlag auch sein mag, die Geschichte ewig dieselbe bleibt.

Quellen
http://www.agnes-bernauer-festspiele.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/Agnes_Bernauer
http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=1090&kap
itel=1#gb_found
http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Hebbel
http://www.dooyoo.de/theater-opern-konzer
thaeuser-national/hebbel-theater/837424/
http://www.referate10.com/referate/Literatur/
44/Agnes-Bernauer---Von-Friedrich-Hebbel-reon.

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