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Absolutismus - Referat



Entwicklung des modernen Staates und der Gesellschaft bis zur Französischen Revolution


Zeitalter des Absolutismus am Beispiel Frankreich:

Allgemein:

Unter Absolutismus versteht man die monarchistische Regierungsform des 16- 18 Jahrhundert  seit Mitte 17 Jahrhundert Regierungsweise vorherrschend in Europa  jedoch verlief Entwicklung in einzelnen Staaten unterschiedlich

Erster europäischer Staat Frankreich unter Ludwig dem XIV

"Vorbild" des Absolutismus war die väterliche Gewalt, d. h. die Natur selber. Alle Menschen wurden als Untertanen geboren an Gehorsamkeit gewohnt kennen nur ein Oberhaupt. Monarchische Staatsform war die dauerhafteste und somit auch die stärkste.

Ausspruch von Ludwig XIV (1638- 1715): " L'état c'est moi" - " Der Staat bin ich"

Frankreichs Weg zum Absolutismus:

Die Grundsteine für die Entfaltung des absoluten Königtums legten (vor Ludwig XIV) Kardinal Richelieu und dessen Nachfolger Kardinal Mazarin. Sie hatten ein Programm (entwickelt), welches drei wichtige Punkte beinhaltete:

• Durchsetzung der königlichen Autorität, Zurückdrängung der Stände, der regionalen Parlamente und der Adelsmacht
• Zurückdrängung der Hugenotten als Machtfaktor
• Lösung Frankreichs aus der habsburgerischen Umklammerung

Das höfische Leben in Versailles:

Ludwig XIV veranlasste das Jagdschloss seines Vaters (1661) zu erweitern. Er verlegte sämtliche Ministerien von Paris nach Versailles.
Erweiterung dauerte fast 30 Jahre  war damals die größte Baustelle des Landes  rund
36 000 Menschen und 6 000 Pferde waren dort tätig jedoch starben etliche bei den Bauarbeiten. Aus Erzählungen geht hervor, dass Karrenladungen voll Toter jede Nacht weggebracht wurden.

Das ursprünglich sumpfige und öde Gebiet wurde zu wunderschönen Gartenanlagen umgestaltet. Labyrinthe, Laubengänge, Grotten, groteske Brunnenfiguren, Fontänen und 1400 Springbrunnen verschönerten so die Umgebung Wasser jedoch musste über weite Strecken hergeleitet werden.

Adelige wurden von Ludwig dem XIV zum Hofdienst verpflichtet um ihre Existenz als Adelige aufrecht erhalten zu können sie fanden sich auch mit ihrem politischen Machtverlust, auch Entpolitisierung genannt, ab.

Französische Mode:

 war tonangebend für die herrschende Schicht in ganz Europa.
Kostbare Stoffe, Spitzen, Rüschen und Krausen an Hemden und Blusen, parfümierte Handschuhe und kostbare Ringe waren damals ein "Must have".
Männer trugen als Symbol der Aristokratie üppige Perücken. Körperhygiene war damals nicht wirklich groß geschrieben deshalb trugen Männer reichlich Parfüms und Puder. Damen schminkten sich damals mit roter und weißer Farbe und schwarzen Schönheitspflästerchen.

Gliederung der Gesellschaft:

 ständisch gegliederte Gesellschaft

1. Stand waren die Privilegierten (die
Geistlichkeit)
2. Stand waren die Adeligen

Beide von der direkten Steuer befreit. Adelige genossen zudem feudale Vorrechte wie z.B. Jagdrecht, Tragen des Degens usw. Einkommensquelle des Adels bestand im Grundbesitz und im Gewinn der zahlreichen Ämter in der Kirche und im Staat.

3. Stand war der Rest (wobei es zwei Gruppen gab)

ein kleiner Teil des dritten Standes waren Großkaufleute, Angehörige des Adels, Inhaber militärischer und ziviler Ämter sprich die wohlhabenden Bürger. Diese waren nicht wirklich von der Armut des dritten Standes betroffen. Jedoch der Rest, in etwa 90 %, konnte sich kaum etwas leisten. Lebte im Elendszustand, war verschuldet von Kopf bis Fuß, war an den Bettelstab gelangt usw.

Kunst und Kultur:

Große Feste in Versailles waren nicht wegzudenken. Irrsinnig viele Künstler und Gelehrte arbeiteten auf jenen. Ludwig XIV fungierte als Frankreichs großer Mäzen. Die Kunst und Wissenschaft stellte er in den Dienst der Verherrlichung seiner Person.
In der königlichen Werkstatt in Paris wurden zahlreiche wertvolle Ausstattungsgegenstände unter anderem Luxusmöbel und Gobelins hergestellt  machte das französische Kunsthandwerk berühmt.
Unter dem Hofkomponisten Lully trat die französische Prunkoper ihren Siegeszug an den Höfen Europas an.

Die Regierungszeit Ludwigs XIV gilt als klassische Epoche der französischen Literatur.

Beispiele:
Moliére schrieb seine Charakterlustspiele ("Der Geizige", "Der eingebildete Kranke"), La Fontaine wurde für seine Tierfabeln berühmt und genauso Corneille und Racine (Tragödien).

Richelieu gründete die Académie Francaise. Ihre Hauptaufgabe bestand in der Weiterentwicklung der französischen Sprachen, welche die lateinische ersetzen sollte. Bald darauf wurde das Französisch zur Sprache der Diplomatie.




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