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Aborigines - 2.Version - Referat



Aborigines- die Ureinwohner Australiens



1.Begriffserklärung
2.Die Kultur der Aborigines
3.Vorgeschichte
4.Aborigines heute
5.Schlusswort

1.
Das Wort Aborigines ist englisch, kommt aber aus dem lateinischen und bedeutet soviel wie Ureinwohner.
Es ist die zusammenfassende Bezeichnung für die Einwohner Australiens, die den Kontinent bei der Ankunft der Europäer besiedelten und die ihnen durch diese weißen gegeben wurden.
Als politisch unkorrekt gilt die Kurzbezeichnung `Abo’.
Sich selbst nannten die Ureinwohner Kooris.


2.
Die Kultur der Aborigines ist sehr alt und wird noch heute gepflegt.
Jedoch wird es für sie immer schwerer, ihre Traditionen und Zeremonien aufrecht zu erhalten.
Die Traumzeit spielt eine sehr wichtige Rolle in der Geschichte.
Sie wird auch Schöpfungszeit genannt.
Sie ist die Schöpfung die vor vielen Millionen Jahren den Anfang der zeit bestimmte.
Mit Träumerei hat diese Bezeichnung jedoch nichts zu tun.
Vielmehr soll mit Traumzeit die zeit der Entstehung aller dinge gekennzeichnet werden.
Die aborigines gedenken in vielen Riten an diese Zeit, in der das leben begann, die `dinge’ aus dem inneren der erde oder aus den Himmel an die Oberfläche kamen.
Die von den Ureinwohnern abgehaltenen Zeremonien sollen sie mit der Energie der ahnen versehen, um die Traumzeit fortzuführen.
Weiterhin führen alte Traumpfade der aborigines durch Australien.
Sie befinden sich entlang der Wanderwege, die die Ureinwohner auf der suche nach Nahrung benutzten.
Auf diesen Pfaden besuchen sie auch noch heute die Heilligen orte, die ihre vorfahren schufen, um die ordnungslose Welt zu strukturieren und zu gestalten.
Im Weltbild markieren einzelne geographische punkte historische Ereignisse.
Durch den Besuch und das damit verbundene Ritual, häufig wurden nur ein Bild in den Sand gezeichnet, vergegenwärtigten sie sich ihre Geschichte und bewaren so ihre Kultur.
Die Aborigines haben keine Schrift entwickelt, deshalb war die mündliche Überlieferung z.b. Tänze, von großer Bedeutung.
Diese Rituale vermitteln Lebensregeln, wichtige Ereignisse und Schöpfungsmythen von einer Generation zur nächsten.


3.
Von den 28.000 Aborigines lebten Anfang der 80er Jahre nur noch wenige in traditionellen Gruppen, so dass die überlieferte Kultur in Gefahr sogar vorm aussterben bedroht war.
Die Bevölkerungszahl zur zeit der Ankunft der weißen Siedler lag etwa zwischen 300,000 und 1,000,000.
Ursprünglich teilten sich die Bewohner des Kontinents in mehr als 250 Stämme mit mehreren hundert unterschiedlichen sprachen ein, die untereinander stark abwichen.
Heutzutage existieren jedoch nur noch rund 50 dieser sprachen.
Mit den Bewohnern der Inselgruppe in der Torrestraße (Wasserstrasse zwischen Australien und neu Guinea) trieben die Aborigines regen Handel.
Vom Nordosten hatten melanesische Gruppen mit ihren Kanus Australien erreicht.
Die Melanesier führten verschiedene waren wie verbesserte Fischereigeräte und trommeln, Lieder und Traumgeschichten ein und trugen so zu einem anwachsen der Bevölkerung bei.
Aus dem Nordwesten kamen die ersten seetüchtigen Segelschiffe, deren Besatzung aus indonesischen Fischern bestand.
Diese tauschten Tabak, Eisen und Glas gegen das Recht, in den Territorien der Aborigines zu fischen.


4.
Die ursprüngliche Sprache der Aborigines wurde weitgehend
vom englischen verdrängt.
Es leben heute nur noch etwa 100 Aborigines nach der Art ihrer vorfahren.
Sie leben im Zentrum und im Norden Australiens.
Die jungen Aborigines eröffneten eine schule und unterrichteten die alte Sprache wieder.
Auch nimmt die Zahl der weißen zu, die erkennen, dass die Kultur der Ureinwohner ein wichtiger Bestandteil von Australien ist.
Die Inhaftierungsrate ist bei Aborigines 27- mal, die Arbeitslosenquote sechsmal höher, als bei anderen australischen Bürgern.
Die Lebenserwartung ist 20 Jahre geringer als im Landesdurchschnitt.
Aborigines machen heute leider nur noch 1,5% der australischen Bevölkerung aus.
Die Zuckerkrankheit ist 15-mal häufiger, der Tod durch ansteckende Krankheiten 18-mal häufiger als im Landesdurchschnitt.
Die häufigste Todesursache unter der Urbevölkerung ist vor allem Alkohol, aber auch Nierenschäden und Diabetes sind wichtige Gründe für die hohe Sterberate der Aborigines.
Ihr Lebenswille sinkt und sie nehmen den Tod hin, sie wissen noch nicht einmal, dass ihr Lebensstandard unverhältnismäßig schlecht ist.
Für Krankenhäuser in Gegenden, in denen die Aborigines unter ghettoähnlichen umständen leben, stehen nur sehr wenig mittel zur Verfügung.
Die Krankenhäuser haben nicht genug qualifiziertes Personal.
Somit kann den Aborigines auch kaum geholfen werden.
Viele Aborigines verdienen sich ihre Nahrung heute mit Auftragsarbeiten.
Sie fertigen z.b Bildern an, die sie auf Baumrinde und zum Teil auch noch mit naturfarben herstellen.
Auf diesen Bildern stellen sie traditionelle Motive aus der Traumzeit dar.
Oftmals ist dieses malen die einzige sinnvolle Beschäftigung, die sie ausführen.
Sie sind immer noch nicht in die australische Gesellschaft von heute eingegliedert und bis dahin wird es sicherlich auch noch ein weiter weg sein.
5.
Wie man nun schon aus diesen Informationen entnehmen konnte, wurde es den Aborigines nicht leicht gemacht, sich mit den europäischen Siedlern anzufreunden.
Doch sicher werden die Wunden der Verfolgung und des Hasses auch irgendwann verheilt sein, wenn sich die Australier und der Rest der Welt für den Frieden auf diesem Kontinent weiter einsetzen.
Die Ureinwohner haben die Hoffnung immer noch nicht aufgegeben und sind weiterhin bemüht, das beste aus ihrer Situation zu machen.
Ein gutes und Beispiel für die Bemühung der Australier, wieder einen Schritt näher auf sie Aborigines zuzugehen war die Eröffnung des olympischen Feuers in Sydney, durch eine Abirigine, Kathy Freeman.
Auch bei der Präsentation des Kontinentes und seiner bewegten Geschichte zum Auftakt der Spiele wurde die Geschichte der Aborigines keineswegs vernachlässigt.





Dieses Referat wurde eingesandt vom User: Chikha




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