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"Mach mich nicht an"- Analyse - Referat



„Mach mich nicht an“
In dem vorliegenden Text mit dem Titel „Mach mich nicht an“ von der Autorin Sonja Moser aus den BJR- Jugendnachrichten vom September 1992 möchte ich nun den Textaufbau untersuchen und dabei auf die Position der Autorin eingehen.

Der Text beginnt mit der Einleitung, in der kurz geschildert wird, was im folgenden Sachtext thematisiert wird. Darauf folgt dann der erste Abschnitt des Textes von Zeile 1 bis Zeile 17. Dieser Abschnitt beginnt zunächst mit mehreren zentralen Fragen, die auch als Anmachsätze gedeutet werden, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Dabei wird genau definiert was es eigentlich bedeutet angemacht zu werden. Denn dabei wird zwischen zwei unterschiedlichen Bedeutungen definiert. Angemacht bedeutet zum einem „angepöbelt“ und zum anderen „angeflirtet“ zu werden. Das Wort selbst gehört zu den Neuschöpfungen und soll eigentlich etwas Positives darstellen, nämlich dass einen etwas anspricht. Tut es jedoch oftmals nicht wirklich, denn Anmache zeigt sich sehr viel mit Geringschätzung und Abwertung. So wurden auch Jugendliche eines Lernzentrums zum Thema Anmache befragt. Dabei ergab sich, dass die Jungen es als Annährung an das andere Geschlecht sehen. Die Mädchen dagegen definieren Anmache als eine unerwünschte Annäherung, also als eher negativ. Im zweiten Abschnitt von Zeile 18 bis Zeile 36 wird das Verhalten definiert, wie Jugendliche auf andersgeschlechtliche Jugendliche eingehen. Dabei zeigt sich, dass die Mädchen durch Kichern, Hin und Herlaufen oder durch Schminken auf sich aufmerksam machen wollen. Dabei werden sie offensichtlich von Jungen nur nach ihrem äußeren beurteilt. Denn dann heißt es beispielsweiße „Was hat die für Krallen“? Mädchen dagegen äußern sich kaum bis gar nicht über das Aussehen von Jungen. Denn nicht nur das, sondern auch Freundlichkeit und Redebedarf ist ein umstrittenes Thema. Oftmals wirken sie als Hilfestellung, denn sie befassen sich oft mit ihren Problemen und bieten Hilfe an. Bei Jungen wiegt viel mehr die Imponiergehabe aus und sie gehen in der Regel von ihren eigenen Bedürfnissen aus. Wenn ihnen ein Mädchen gefällt, gehen sie ohne Umschweife darauf zu und versuchen es zu vereinnahmen. Regiert das Mädchen zögerlich bis ablehnend wird oftmals noch ein daraufgesetzt. Die Zeilen 37 bis 54 thematisieren das Anmachen gegenüber einem anderen Geschlecht und zeigen wie es oftmals auch zu Missverständnissen kommt. Dabei bezieht die Autorin sich auf die Ergebnisse aus einem Jugendzentrum. Diese zeigen, dass Mädchen sehr Vorsichtig wirken und sie würden kaum einen Jungen direkt ansprechen oder sogar anfassen. Die Jungen dagegen, gehen in der Regel freundlich und
höflich auf Mädchen zu, jedoch kommt es nicht selten zu plumpes anpöbeln. Dies gehen vom lautstarken kommentieren bis hin zum anfassen und tätlichen Übergriffen. Es zeigt sich auch, dass wenn Jugendliche sich untereinander gut kennen, sie offenbar vorsichtiger sind und eher von Ausprobieren und Anbandeln die Rede ist. Von Zeile 54 bis 70 werden die Grenzen zwischen Flirt und Anmache erläutert. Es wird definiert, dass es sich bei einem Flirt um eine spielerische Kontaktaufnahme handelt bei der vorausgesetzt wird, dass beide Interesse daran haben. Bei einer Anmache hingegen liegt das Interesse nur bei einer Person. Die andere Person sollte dann es zulassen oder sich dagegen währen. Jede Anmache ist natürlich unangenehm, jedoch sollte man den Mut haben sich dagegen zu wehren auch wenn die, die anmachen oftmals gesellschaftlich Bessergestellt sind. In den Zeilen 71 bis 78 bezieht die Autorin ihre eigene Meinung mit ein. Sie erläutert, dass Mädchen solche Anmachen nicht als normal empfinden sollen, sondern merken, dass es auch bestrafend ist. Frauen die diese Anmachen thematisieren, gelten zwar oft als abwertend, jedoch lehrt die Erfahrung. Die Autorin spricht außerdem den Tipp aus, dass Mädchen am besten geschützt seien, wenn sie ausreichend Selbstvertrauen entwickeln und darüber nachdenken, wie man ohne Hilfe auf anmachen regieren könne.




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