Suchbegriff:

Übergewicht - Referat



~Übergewicht~

In Deutschland sind etwa die Hälfte der Erwachsenen zu schwer, 13% der Deutschen gelten als stark übergewichtig.(weltweit gibt es etwa 1Milliarden Übergewichtige)
Die Zahl der übergewichtigen Kinder und Jugendlichen in Deutschland beträgt etwa 2Millionen.
Jeder fünfte Deutsche ist zu dick und ernährt sich falsch, jedes sechste Kind ist bereits bei der Einschulung übergewichtig.
"Dick ist, wer zuviel ißt". Diese sehr populäre Meinung über die Entstehung von Übergewicht stimmt zwar auf der einen Seite, andererseits ist sie aber sehr pauschal, denn die eigentlichen Gründe für Übergewicht sind
1.der Energiehaushalt des Körpers
2.Vererbung
3.verändertes Ernährungsverhalten
4.Familie und Umwelt Eßverhaltensstörungen
und 5. Bewegungsmangel

Der Energiehaushalt des Körpers:
An Hand des Mechanismus, wie der Körper - die mit der Nahrung zugeführten - Kalorien verwertet, lassen sich einerseits die Entstehung von Übergewicht und andererseits die häufigen Mißerfolgen von Diäten erklären. Der Energieverbrauch des Körpers wird durch die3 Faktoren 'Grundumsatz', 'Nahrungsabhängiger Verbrauch' und 'Abreitsumsatz' bestimmt.

Vererbung:
Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, daß Übergewicht mindestens zu 30-40 % durch die Erbanlagen eines Menschen verursacht wird.(Das zeigt auch, dass Menschen bei gleicher Kalorienzufuhr ein völlig unterschiedlich Gewicht haben können.)
Daneben gibt es Hinweise, wie die Erbfaktoren auch unser Eßverhalten mitbestimmen können. Nach dieser sogenannten "Set point-Theorie" steuert der menschliche Organismus immer wieder auf sein individuelles Gewicht hin. Manchmal liegt dieses Gewicht etwas über, manchmal etwas unter dem sogenannten Idealgewicht.
Übermäßiges Essen in der Kindheit führt zur Bildung einer größeren Zahl von Fettzellen, also zu einem höheren Set point, der das Körpergewicht später reguliert.
Doch Übergewicht als Schicksal zu bezeichnen, da die Erbanlagen vorgegeben und nicht veränderbar sind wäre falsch, denn nicht das Übergewicht, sondern die Veranlagung dazu wird vererbt.
(BSP:Die Erbanlagen der Mitteleuropäer haben sich in den letzten 100 Jahren mit Sicherheit nicht verändert, dennoch ist es in Mitteleuropa zu einer starken Zunahme des Übergewichtsproblems gekommen.)

Verändertes Ernährungsverhalten:
In den letzten 100 Jahren haben sich die Ernährungsgewohnheiten grundlegend verändert. Diese Veränderungen stehen nach wissenschaftlichen Erkenntnissen in einem direkten Zusammenhang mit der Zunahme der Übergewichtsproblematik. So bestand die Nahrung noch um 1900 in Deutschland aus 60-70 % Kohlenhydraten und 20-25 % Fett. Heute dagegen wird viel mehr Fett verzehrt, so dass ca. 40-45 % der gesamten Nahrungsenergie aus Fett besteht. Außerdem besteht heutzutage der Kohlenhydratanteil, der ebenfalls zwischen 40-45 % liegt, zunehmend aus Vitamin- und Mineralstoffarmen Kohlenhydrate.

Familie und Umwelt:
Es gibt unzählige, zum Teil auch widersprüchliche, wissenschaftliche Studien, wie die äußeren Einflüsse durch Familie und Umwelt die Entstehung von Übergewicht beeinflussen.
Die Frage wie viele Kinder von übergewichtigen Eltern selbst übergewichtig sind, kann nicht eindeutig beantwortet werden. Man vermutet, daß bis zu 80 % der Kinder adipöser Eltern auch übergewichtig werden. Was auch nicht verwundert, da man davon ausgeht, dass die Kinder die Ernährungsweise ihrer Eltern übernehmen.
Weitere wichtige Aspekte, wie die Entstehung von Übergewicht durch äußere Einflüsse begünstigt werden kann, sind
~zum einen die vielen Großstädte, aber auch zunehmend kleinere Städte, legen besonderen Wert darauf, eine autofreundliche Stadt zu sein, d.h Geld und Platz für Spielplätze, Sportstätten, Schwimmbäder u.s.w. sind nicht vorhanden. Das heißt wiederum, die Kinder sind in die eigenen vier Wände verbannt und sitzen den ganzen Tag vor dem Fernseher bzw. vor Computerspielen. Dieser erzwungene Bewegungsmangel begünstigt natürlich die Entstehung von Übergewicht und im übrigen auch von Aggressionen und Gewalt.
~Viele Menschen sind isolierter als früher, dadurch suchen viele im Essen Trost, wodurch in der Regel mehr Kalorien als notwendig aufgenommen werden.
~Bei Ärger, Streit, Langeweile oder in Streßsituationen neigen viele Menschen dazu, diese unangenehmen Situationen durch Nahrungsaufnahme zu verdrängen; hier dient
Essen als Ersatzbefriedigung und kann so zu Übergewicht führen. Zu dieser Kategorie zählt auch der typische Fernseh-Esser, der ständig etwas zum Knabbern beim Fernsehen braucht.

Bewegungsmangel:
In den letzten 20-30 Jahren ist der Anteil der Energie, die wir für Bewegung aufbringen, um durchschnittlich 200 bis 400 KiloKalorien zurückgegangen.
Gerade diese fehlende körperliche Aktivität führt dazu, dass mehr Kalorien, als man verbraucht, aufgenommen werden. Zusätzlich baut der Körper bei zu wenig körperlicher Aktivität Muskelmasse ab, was zum einen die Bildung von Fettzellen fördert und zum anderen den Grundumsatz senkt, was wiederum die Entstehung von Übergewicht begünstigt.
Überhaupt scheint im Erwachsenenalter die Anzahl der Fettzellen im Gegensatz zu ihrem Gehalt an Fett kaum noch beeinflussbar zu sein, weshalb die Therapie von Übergewicht bzw. Adipositas häufig sehr schwierig ist und nur durch grundlegende Veränderungen in der Lebensweise langfristig erfolgreich sein kann.
So ist der Bewegungsmangel einer der Hauptursachen für die Zunahme von Übergewicht
Selbst Kinder bewegen sich in unserer modernen Gesellschaft immer weniger. Statt draußen zu spielen oder beispielsweise Inliner zu fahren, verbringen sie den Tag lieber vor dem Fernseher oder Computer. In England schaut ein Kind durchschnittlich 26 Stunden pro Woche fern.

Gesundheitliche Gefährdungen:
Übergewicht bzw. Fettsucht (lat. Adipositas) oder Fettleibigkeit genannt, ist eine chronische Krankheit, die zu schweren gesundheitlichen Schäden führen kann. Es ist ein Risikofaktor für viele Krankheiten.
*Leute mit Übergewicht leiden häufig an Bluthochdruck und Herz- und Kreislauferkrankungen, da Herz und Kreislauf überbelastet werden.
*Oft sind die Gelenke und Knochen wegen dem starken Gewicht überbeansprucht ->es kann zu Veränderungen an Wirbelsäule, Knien und Füßen kommen.
*Die freie Atmung ist beeinträchtigt, es kann leichter eine Bronchitis entstehen.
*Stoffwechselerkrankungen können als Folge von Übergewicht auftreten. *Zuckerkrankheit, Fettstoffwechselstörungen und Gicht können Folgeerkrankungen sein. 77% aller Übergewichtige haben eine Stoffwechselerkrankung bzw Bluthochdruck.
*Da Übergewichtige meißt langsamer sind, sind sie häufiger in Unfälle verwickelt.
*Sie leiden häufig auch an seelischen Störungen wie Minderwertigkeitsgefühle.
*Auch die Wahrscheinlichkeit dass Übergewichtige einen Bandscheibenvorfall, einen Herzinfakt oder Schlaganfall bekommen ist größer als bei Normalgewichtigen.
*Studien haben außerdem festgestellt, dass Übergewicht an der Entstehung von Tumoren beteiligt ist, das heißt die Krebgefahr steigt (auch) mit dem Gewicht.

BMI:
Man kann auch selbst mit dem sogenannten BMI (body mass index) berechnen ob man unter-, normal- oder übergewichtig ist. Dazu benötigt muss man sein Gewicht und seine Körpergröße wissen.
Der BMI wird dann folgendermaßen berechnet:
Gewicht(kg) >geteilt durch< Körpergröße(m)² = BMI
zb: 60 : (1,6)² = 23,4 (BMI)

Der "wünschenswerte" BMI hängt vom Alter ab.
Alter: 19-24, 25-34, 35-44, 45-54, 55-64, über 64
BMI: 19-24, 20-25, 21-26, 22-27, 23-28, 24-29

Dieses Referat wurde eingesandt vom User: JustMe



Kommentare zum Referat Übergewicht: